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Seit 60 Jahren ein Kulturgut in Buer
rop Buer. Manche Zahlen sprechen für sich: über fünfhundert Veranstaltungen, über zehntausend Teilnehmer, aber noch immer setzt sich der Landfrauenverein Buer nicht zur Ruhe. Angesichts der eindrucksvollen Statistik aus sechzig Jahren Vereinsleben steht daher für Dieter Huntebrinker, Vorsitzender des befreundeten Heimat- und Verschönerungsvereins, ganz eindeutig fest: „Der Landfrauenverein ist ein Kulturgut unseres Ortes!“
Ihr Jubiläum feierten die Bueraner Landfrauen am Freitag gemeinsam mit Landfrauen aus ganz Melle und den Abordnungen befreundeter Verein im Saal Birr. „60 Jahre Landfrauenverein – das ist ganz viel Freude in der Gemeinschaft netter Menschen, aber auch viel Engagement für die Frauen auf dem Lande“, betonte Agnes Witschen, die als Vorsitzende die Grüße des Landesverbandes Weser-Ems überbrachte. Seit der Gründung des Bueraner Vereins hätten sich das ländliche Leben und in seiner Folge auch das Vereinsleben enorm gewandelt.
„Früher waren die Frauen auf den Höfen relativ isoliert und deshalb froh, einmal im Monat auftanken zu können.“ Heute bestimmt die Vielfalt das Gesicht der Landfrauenvereine, die sich allen Berufs-, Altersgruppen und Interessen öffnen. Die Weiterbildung, die Interessenvertretung für Frauen auf dem Lande und nicht zuletzt das Miteinander sind für die Landesvorsitzende die wesentlichen Säulen des Vereinslebens: „Es sollte unser gemeinsames Ziel sein, dass Landfrauen niemals einsam sind!“
Mit seinem Engagement vor Ort, einer breiten Altersstruktur und einem kontrastreichen Programm, das der Landfrauenverein Buer als einer von wenigen Vereinen auch auf einer eigenen Webseite präsentiert, sei der Jubiläumsverein ein Vorbild innerhalb des Landesverbandes. Als „unverzichtbaren Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens am Ort“ bezeichnete denn auch die stellvertretende Bürgermeisterin Christina Tiemann den Bueraner Verein: „Die örtlichen Veranstaltungen kommen ohne die Landfrauen gar nicht aus!“
Von den vielfältigen Aktivitäten zeugte zur Jubiläumsfeier eine Fotodokumentation, die in den kommenden Tagen auch in der örtlichen Sparkassenfiliale zu sehen sein wird. Tief grub der Vorstand um die Vorsitzende Christa Ballmeyer in den Alben und Archiven, um 60 Jahre Vereinsgeschichte in Erinnerung zu rufen. Als Gründungsmitglieder erlebten Erna Freese und Elisabeth Herbord diese Geschichte von der ersten Stunde an mit. Mit einem Blumenstrauß und einem Präsent dankte den beiden Landfrauen die Vorsitzende für ihre Treue und ihr Engagement.
Ein ganz besonderer Dank galt unterdessen Lore Wöhrmann: Seit 1983 widmete sie als Vorsitzende ihre Zeit, Energie und Kreativität dem Landfrauenverein, bevor sie in diesem Jahr ihr Amt an Christa Ballmeyer weitergab. „Es ist nicht leicht, in diese Fußstapfen zu treten“, gestand die neue Vorsitzende. Für ihren unermüdlichen Einsatz im Dienste des Vereins ernannte sie Lore Wöhrmann unter anhaltenden Ovationen zum Ehrenmitglied.
Für die Festbesucher machten dann Ulrike Aschermann und Helga Runge den Wandel des Landfrauenvereins in 60 Jahren lebendig. Als „Lisa Landluft“ warf Diakonin Claudia Ulrich – die Tupperdose für den Weltrekord-Apfelkuchen gleich mit im Gepäck – einen humorvollen Blick auf das Vereinsleben.
Für gern gehörten musikalischen Schwung sorgten anschließend die St. Annen Sisters und sparten dabei auch nicht an einer klangvollen Einladung an die Landfrauen, denn sie sangen: „Komm zu den Sisters!“
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