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SPD und NABU gegen weitere Massentierhaltung
Baccum. Den sofortigen Baustopp von Ställen für Massentierhaltung haben der stellvertretende Vorsitzende des Naturschutzbundes Niedersachsen (NABU), Uwe Baumert, und Baccums SPD-Vorsitzender Reinhold Hoffmann gefordert. Außerdem lehnen sie weitere Biogasanlagen ab.
Baumart hatte im April an einer öffentlichen Veranstaltung in Baccum zum Thema Bioenergie teilgenommen. In der jetzt verbreiteten gemeinsamen Presseerklärung heißt es weiter. „Offenbar erkennen jetzt auch die Landesregierung und die emsländischen CDU Fehlentwicklungen beim Wildwuchs von Biogasanlagen und der Massentierhaltung. So viel Übereinstimmung macht Mut und freut uns. Den öffentlichen Erklärungen muss jetzt aber auch konkretes Handeln für den Erhalt einer intakten bäuerlichen Landwirtschaft folgen.“
Wer keine weiteren Ställe für die Massentierhaltung und keine Überförderung von Biogasanlagen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz mehr wolle, der müsse jetzt dringend politisch handeln. Hierzu habe, so Hoffmann, die CDU in den emsländischen Kommunen, auf Kreis- und Landesebene sowie im Bund alle Möglichkeiten. Durch Bundesgesetzgebung müssten ausufernde Stallbauten verhindert werden, meinte er.
„Vielfalt statt Einfalt auf den Acker“ hatte Uwe Baumert sofortige Forschungsprojekte zur Biomasseproduktion schon im Jahr 2005 angemahnt. Statt der problematischen Monokultur Mais schlug Baumert alternativ einen Energiepflanzenmix mit zusätzlich Sonnenblumen und Wild- sowie Blühpflanzen in dreigliedriger Fruchtfolge vor.
Mit gewisser Genugtuung zitierte Uwe Baumert aus einer aktuellen Unterlage der Landesregierung, in der es heißt: „Beim Maisanbau kann es zur erhöhten Belastung des Grundwassers kommen. Vor diesem Hintergrund wird gegenwärtig in verschiedenen von der Landesregierung geförderten Projekten an der Einführung alternativer Energiepflanzen bzw. alternativer Fruchtfolgen oder Anbauverfahren gearbeitet.“
Überhöhte Pachtpreise
NABU und SPD erneuerten ihre Forderung nach einer Regionalplanung für Biogasanlagen mit Hinweisen auf die Planungshoheit der Kommunen. „Wir unterstützten die Forderung der emsländischen CDU nach mehr Planungshoheit für die Gemeinden und schließen dabei ausdrücklich die ausufernden Stallbauten für Massentierhaltung mit ein.“
Schon längst führe die Förderung der erneuerbaren Energien zu überhöhten Pachtpreisen und zu einem Verdrängungswettbewerb zulasten der Milchbauern und der Veredelungsbetriebe. Wer hier das Gleichgewicht in der Kulturlandschaft im Emsland und in Niedersachsen erhalten wolle, müsse endlich handeln, heißt es in der Presseerklärung.
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