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300 Jahre Arp-Schnitger-Orgel
Weener. In Weener wird in der Woche vom 24. bis 31. Oktober das 300-jährige Bestehen der von Arp Schnitger (1648–1719) gebauten Orgel in der Georgskirche gefeiert. Das Instrument ist laut Landeskirchenmusikdirektor Winfried Dahlke ein einzigartiges Kulturgut.
Da über die Abnahme der 1710 fertiggestellten Orgel kein Dokument mehr vorhanden ist, wurde als Jubiläumstag die Eheschließung von Arp Schnitger jun. (1686–1712) am 29. Oktober 1710 in Weener gewählt.
Zum Programm zählen unter anderem Gottesdienste mit viel Musik zum Beginn und zum Abschluss der Festwoche, eine Orgelpräsentation, Vorträge im Heimatverein, offenes Singen, Orgelgeschichten für junge Leute und ein festliches Konzert zum 300. Hochzeitstag Arp Schnitgers.
Schnitger gilt als dominierende Orgelbauerpersönlichkeit des Nordens im ausgehenden 17. und frühen 18. Jahrhundert. Seine Orgel in Weener wurde 1782 vergrößert. Johann Friedrich Wenthin aus Emden baute Pedalwerk und Brustwerk hinzu und schuf über die geschwungenen Gehäuseteile eine Verbindung von alt und neu, die bis heute den unübertroffenen Wiedererkennungswert der Orgel ausmacht. Einerseits zeigt sie die weit in den Raum ragenden Profile der Spitztürme von Arp Schnitger und andererseits die kraftvoll geschwungenen Linien der Wenthin-Pedaltürme.
Die wechselvolle Geschichte von Umbauten im 19. Jahrhundert endete nach langwierigen Restaurierungsbemühungen im 20. Jahrhundert in der Wiederherstellung eines einzigartigen Klangbildes. Seit die Restaurierung im Jahr 1982 ihren vorläufigen Abschluss fand, haben Organisten aus aller Welt im Zusammenhang mit ihrem Studium an der Norddeutschen Orgelakademie bei Prof. Harald Vogel intensiv an dem Instrument geübt. Seit über 30 Jahren erklingt die Orgel in monatlichen Sonntagskonzerten. Ihre besondere Ausstrahlung spielte auch bei der Gründung des Organeums in Weener im Jahr 1997 eine Rolle.
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