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Hand in Hand: Initiative gegen Kinderarmut
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Quelle: bü/Lingener Tagespost 04. Oktober 2010 17:17 Uhr

Delegiertenversammlung der Deutschen Katholischen Jugend steckt neuen Arbeitsschwerpunkt ab

Hand in Hand: Initiative gegen Kinderarmut

bü Sögel. Der Diözesanverband Osnabrück des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) will das Thema „Armut bei Kindern und Jugendlichen“ zu einem Arbeitsschwerpunkt machen. Einen Antrag zur Profilierung der katholischen Jugendverbandsarbeit im Bistum hat die Diözesanversammlung im Marstall Clemenswerth in Sögel beschlossen. Die Intensivierung seines sozialpolitischen Engagements auf diesem Gebiet strebt der BDKJ Hand in Hand mit dem Caritasverband in der Diözese an.

 
Führungsgremium des Diözesanverbands Osnabrück des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend mit (von links) Silvia Bäumer, Johanna Kribber, Gero Peters, Präses Michael Franke, Markus Wellmann und Vera Jansen.Foto: Otto Büning  Vergrößern

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Mit Blick auf die Situation von Heranwachsenden in Deutschland will sich der BDKJ als Dachverband der katholischen Kinder- und Jugendverbände dafür einsetzen, die Zukunftsperspektiven von Kindern und Jugendlichen, die von Armut betroffen sind, zu verbessern. „Die Zusammenarbeit des BDKJ als Jugendverband und des Caritasverbandes als Wohlfahrtsverband auf diözesaner Ebene soll durch die Schaffung von Netzwerken zwischen Caritas und Jugendverbänden vor Ort in eine konkrete und langfristige Kooperation münden“, so BDKJ-Diözesanreferent Johannes Kröger. Über die Kooperationen sollten Ideen und Konzepte zur Unterstützung der von Armut betroffenen jungen Leute entwickelt werden. Um diese Ziele zu erreichen, wurde der BDKJ-Diözesanvorstand in Sögel damit beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Gremien des Verbandes und dem Caritasverband die Einrichtung einer Fachstelle zu realisieren.

Weiterhin sprach sich die Versammlung gegen die Forderung nach einem polizeilichen Führungszeugnis für Ehrenamtliche aus. „Diese Forderung bringt niemandem etwas, denn sie wiegt die Träger in Sicherheit und verhindert gute Präventionsarbeit“, so BDKJ-Diözesanvorsitzende Silvia Bäumer. Zudem werde so ehrenamtliches Engagement erschwert. Stattdessen fordere der BDKJ alle Träger dazu auf, auf die Qualifizierung der Jugendleiter durch die Jugendleitercard (Juleica) zu setzen, da sie einen qualitativen Startpunkt in der Ausbildung von Jugendleitern biete. Darüber hinaus sei zu betonen, dass in der katholischen Jugendarbeit Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden würden. „Starke Kinder und Jugendliche wehren sich gegen Ungerechtigkeiten und lernen, ihre Grenzen selbstbewusst zu artikulieren“, unterstrich Bäumer.

Bei den Wahlen zum Vorstand verzichtete Christian Grote nach sechsjähriger Tätigkeit auf eine erneute Kandidatur für das Führungsgremium. Der Diözesanverband verlieh ihm für seine Arbeit die silberne Ehrennadel des BDKJ. Bäumer: „Mit dir verlieren wir einen engagierten Denker in der Jugendarbeit.“ Zum Nachfolger von Grote wählte die Versammlung Markus Wellmann. Für zwei weitere Jahre im Vorstand bestätigt wurde Gero Peters. Zum neuen BDKJ-Präses beriefen die Delegierten Michael Franke. Er wird den Posten offiziell mit seinem Amtsantritt als Diözesanjugendseelsorger im Bistum Osnabrück zum 1. März kommenden Jahres antreten.

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