Noz
Kontakt

·

Digitalabo

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Lokales

|

Papenburg

|

Hier kommt der Beamte zum Bürger
Lokales

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Dummy_m
Autor: Aloys Schulte 22. September 2010 17:21 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Minister Möllring weiht neues Finanzamt ein

Hier kommt der Beamte zum Bürger

ys Papenburg. Von einer „spannenden, aber auch aufreibenden Zeit“ sprach gestern der Vorsteher des Papenburger Finanzamtes, Andreas Bensberg, bei der Einweihung der neuen Gebäude an der Emdener Straße. Er meinte damit den dreijährigen, etappenweisen Umzug von der Bokeler Straße ins ehemalige Kreishaus und die Bauarbeiten während des laufenden Geschäftsbetriebes. „Ich bin froh, dass es vorbei ist und wir jetzt endlich Finanzamt sein können“, so Bensberg.

 
Saniert und ausgebaut wurden die Gebäude des ehemaligen Kreishauses an der Emdener Straße in Aschendorf. Hier sind jetzt alle 176 Mitarbeiter des Finanzamtes Papenburg untergebracht. Foto: Aloys Schulte  Vergrößern

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Meistgelesene Artikel








Das Ergebnis der umfangreichen Maßnahmen sei allerdings Stress und Mühe wert gewesen. „Wir haben alle 176 Mitarbeiter und alle Akten nun unter einem Dach“, so der Behördenleiter. Besonderes Schmuckstück sei der neue Eingangsbereich. Dort ist eine Annahme- und Auskunftsstelle eingerichtet. An dieser Infothek können sich künftig die „Kunden“ mit ihren Anliegen an die Mitarbeiter wenden. Wenn es größeren Beratungsbedarf gibt, werden die zuständigen Sachbearbeiter zu einem Gespräch hinzugezogen. Der Beamte kommt quasi zum Bürger. Bensberg: „Dies ist möglich geworden, weil wir mehr Platz haben und deshalb auch die Organisation der Arbeitsabläufe optimieren konnten.“ Er dankte in diesem Zusammenhang allen Mitarbeitern für ihren großen Einsatz in der Übergangsphase. Besonders hervorzuheben sei der Beitrag seiner Geschäftsführerin Anni Lienland und von Ulrich Jahns vom Staatlichen Baumanagement Osnabrück-Emsland, das für die Umsetzung des Bauvorhabens verantwortlich zeichnete.

Natürlich vergaß Bensberg nicht, dem Land als Geldgeber zu danken. Der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) war aus Hannover angereist, um dem Amtsvorsteher persönlich den Schlüssel für die Gebäude zu überreichen (siehe Seite Kreis Emsland). Der Minister erinnerte daran, dass zu Anfang des ganzen Projektes noch von einem kompletten Neubau die Rede gewesen sei. „Das hätte uns 13 Millionen Euro gekostet und wäre nicht realisierbar gewesen“, so Möllring. Dem Plan eines Gebäudetausches mit dem Landkreis Emsland habe er anfangs skeptisch gegenübergestanden, der erfolgreiche Abschluss der Maßnahmen zeige jedoch die Richtigkeit der Entscheidung. Am 7. September haben die Landkreismitarbeiter das ehemalige Finanzamtsgebäude an der Bokeler Straße bezogen, am Montag wechselten die letzten Finanzbeamten in den denkmalgeschützten Altbau von 1899 an der Emdener Straße.

5 Millionen Euro Kosten

Genau 5,057 Millionen Euro hat das Land laut Möllring für das Gesamtprojekt ausgegeben. Davon entfielen 1,4 Millionen Euro auf den Erwerb der Gebäude vom Landkreis. Im Zuge der Maßnahmen wurde der Gebäudebestand grundlegend saniert und die ehemalige Kreisbildstelle im hinteren Bereich des Geländes um eine Etage aufgestockt. Die Verbindung zwischen beiden Gebäudekomplexen bildet jetzt der sogenannte „Aktenturm“.

Richard Wilhelm Bitter, Leiter des Staatlichen Baumanagements, hob hervor, dass sowohl der Finanz- wie auch der Terminplan bei dem Projekt eingehalten worden seien. Die Bauarbeiten seien durchaus schwierig gewesen, weil Teile der Gebäude „auf schwankendem Grund“ stünden. Hier hätten 18 Meter tiefe Bohrpfähle eingesetzt werden müssen. Bitter: „Ich habe mich beim Anblick der Pyramiden in Ägypten gefragt, was wohl von meinen Bauten in 2000 Jahren noch übrig sein wird. Ich glaube, es werden die Verdübelungen des Gründungskörpers der Gebäude hier in Aschendorf sein.“

Voll des Lobes über die Ausgestaltung der neuen Finanzbehörde zeigten sich die zahlreichen Ehrengäste. Landrat Hermann Bröring sagte, er habe das Gebäude kaum wiedererkannt. Die Infothek sei eine Anregung, die er ins Kreishaus mitnehmen werde. Auch Bürgermeister Jan Peter Bechtluft stellte den Zugewinn an Bürgernähe und Kundenfreundlichkeit heraus. Dazu komme die ansprechende Optik: „Mehr Platz und mehr Licht.“

Ortsbürgermeister Hans-Michael Goldmann zeigte sich erfreut, dass der Bestand des Finanzamtes auf Dauer gesichert sei. „Ende gut, alles supergut“, so der Bundestagsabgeordnete.

 Mehr Lokales

 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter

Kundenlogo
Belm - Betreuung der Kunden von der Anfrage bis zum Fertigungsbeginn; Koordination aller Bereiche bei der Erstellung...
Kundenlogo
Sassenberg - Koordination der einzelnen Einkaufsabteilungen in der Unternehmensgruppe; Aufbau und Führung eines...
Kundenlogo
Bad Laer - Montage & Verpackung von Kunststoffartikeln; Vorbereitung der Montagezellen mit Kunststoffteilen,...






 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: