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„Jeder Cent ein Zeichen der Liebe Gottes“
Bad Essen. „Die Mühe war es definitiv wert. Eine jährliche Wiederholung wäre absolut wünschenswert“, stellte Samuel Hagen von der Baptistengemeinde Bad Essen-Lintorf äußerst zufrieden fest, als er oben auf der Tribüne des Sportplatzes am Gymnasium stand und die 103 Teilnehmer des Premieren-Sponsorenlaufs beobachtete. Im September des vergangenen Jahres entstand die Idee, Anfang Januar 2010 wurden die Planungen konkreter.
Zunächst habe man lediglich ein Benefizkonzert veranstalten wollen, dann kam der Vorschlag eines Sponsorenlaufs. „Wir stehen bereits seit langer Zeit in Kontakt. „To All Nations“ hat schon Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt. Außerdem wissen wir, dass das Geld auch am richtigen Ort ankommt“, begründet Hagen die Kooperation mit dieser Hilfsorganisation, die aus der Fusion von ICW und LOGOS International entstanden ist.
Zum ersten Mal haben der 19-Jährige und viele weitere Gemeindemitglieder – insbesondere Jugendliche – eine solche Benefiz-Veranstaltung durchgeführt. „Da ist vieles ungewiss. Man stellt sich beispielsweise die Frage, wie viele Leute wohl kommen werden. Aber diejenigen, die wirklich helfen wollen, die sind in jedem Fall dabei.“
Und das waren eine ganze Menge. 103 Läuferinnen und Läufer im Alter von 2 bis 48 Jahren sammelten eine Büroklammer nach der anderen. Für jede absolvierte Runde konnten sich die Sportler eine an ein Armband anheften.
Bevor die Bahn rund um den Sportplatz aber freigegeben wurde, begrüßten Samuel Hagen und Andreas Ackermann von „To All Nations“ die Läuferschar und ebenso zahlreich vertretenen Zuschauer. Ackermann bedankte sich für die Bereitschaft der Gemeinde, helfen zu wollen, und freute sich, dass sich so viele junge Läufer an diesem Morgen sportlich betätigen wollten. „Es ist egal, welche Summe zusammenkommt. Jeder Cent ist ein Zeichen der Liebe Gottes“, stellte Ackermann den Hilfsgedanken in den Vordergrund. Dann zitierte er aus dem Römerbrief 5, Vers 8. „Gott aber hat uns seine große Liebe gerade dadurch bewiesen, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren.“
Normalerweise gebe „To All Nations“ die Summe am jeweiligen Abend bekannt. „Aber hier haben so viele Menschen mitgemacht, erst in ungefähr einer Woche wird der Betrag feststehen“, verriet Samuel Hagen schmunzelnd. Die Spende ergibt sich aus dem erlaufenen Geld, den Einnahmen durch Essen und Trinken sowie den Spenden von dem Benefizkonzert, das am Abend stattfand. Der Eintritt dazu war übrigens frei, auch für Würstchen und Getränke konnte jeder das zahlen, was es ihm wert ist. Das Geld soll in ein neues Kinderheim sowie ein Ausbildungszentrum für handwerkliche Berufe in Blantyre in Malawi investiert werden, so Andreas Ackermann. Er selber habe sich vor zwei Jahren ein Bild vor Ort machen können. Die Initiative für dieses Projekt hat allerdings einen tragischen Hintergrund: Im Jemen wurden zwei Mädchen, Anita und Rita, ermordet. Zum Gedenken dieser Mädchen wird das Projekt unter dem Titel „Aus Liebe zu Jesus“ – diese Worte waren Anitas letzter Tagebucheintrag – in Malawi angegangen. Dort wollten beide nach ihrer Ausbildung hin. Die Eltern reisten nach dem Tod der Töchter in das afrikanische Land und wollen nun die Idee verwirklichen.
Weitere Informationen zu der Organisation „To All Nations“ und deren Hilfsprojekte gibt es im Internet auf www.to-all-nations.de.
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