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Weiter Unruhe an Martinusschule

Eltern wollen Kinder zu Hause lassen

be Bramsche. Die Martinusschule kommt nicht zur Ruhe: Aus Protest gegen die immer noch ausstehende endgültige Lösung der Probleme mit einer Lehrkraft werden heute wieder einige Kinder zu Hause bleiben.

 
Beliebt nicht nur bei katholischen Eltern: die Martinusschule an der Bismarckstraße. Foto: Heiner Beinke  Vergrößern

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Die Elterninitiative habe am Freitag einstimmig beschlossen, die Kinder wieder krankzumelden, wenn es bis Mittwoch, 15. September, keine neuen Erkenntnisse gebe, berichtete deren Sprecher Peter Forkert. Seit dem gemeinsamen Gespräch mit Dezernentin und Schulleitung hätten die Eltern von der Landesschulbehörde nichts mehr gehört. Wie berichtet, hatten die Eltern bereits in der letzten Woche ihre Kinder krankgemeldet aus Protest gegen die Methoden einer neuen Lehrkraft, die nach den Sommerferien gekommen war. Die habe die Kinder aus nichtigem Anlass angeschrien, ihnen Toilettengänge verweigert und insgesamt eine Atmosphäre der Angst geschaffen, so die Vorwürfe. „Wir erwarten jetzt eine klare Aussage, dass diese Lehrerin nicht mehr zurückkommt“, sagt Forkert.

Das sei doch „Konsens zwischen Eltern und uns“, entgegnet darauf Christian Zachlod als Sprecher der Landesschulbehörde. Derzeit ist die Lehrerin dienstunfähig, den Unterricht übernimmt eine Vertretung. Für die konkrete Ausgestaltung der Lösung brauche es aber noch Zeit, da spielten auch beamtenrechtliche Dinge eine Rolle. „Das ist doch in vernünftigen Bahnen“, sieht er den Konflikt grundsätzlich gelöst.

Das sehen die Eltern anders. Zum einen wissen sie noch nichts über eine Ersatzkraft. Zum anderen fürchten sie, die umstrittene Lehrkraft könne einfach an die nächste Schule weitergereicht werden. Denn inzwischen haben sie Erkundigungen über die vorherigen Stationen eingezogen. In der Dienstaufsichtsbeschwerde, die im Januar dieses Jahres der Schulelternrat der Overbergschule einstimmig beschlossen hat, ist von Vorfällen die Rede, die noch über das hinausgehen, was an der Martinusschule passiert ist: Kinder seien am Kragen gepackt und in die nach Ansicht der Lehrerin angemessene Sitzposition befördert worden, ein Kind sei sogar kopfüber in einen Mülleimer gesteckt worden. Auf eine Antwort darauf warte er noch heute, so der Schulelternratsvorsitzende Michael Niemann.

Das könne gar nicht sein, meint der Sprecher der Landesschulbehörde: „Die Eltern haben eine Antwort bekommen.“ Der Fall „stellt sich für uns etwas anders dar“, sagt Zachlod. Eine entsprechende Antwort sei an die Schule ergangen, die die Weiterleitung übernehme.

Von einem Klima der Angst in der Klasse der Lehrerin ist schon Jahre vorher die Rede: Eltern der Franz-Hecker-Schule Osnabrück beklagen sich 2003 ebenfalls schriftlich, dass ihre Kinder eingeschüchtert würden.

Die Elterninitiative ProMartinusschule will nun den Kultusminister beim Wort nehmen. Bernd Althusmann hatte in einem Radiointerview zugesagt, sich um den Fall zu kümmern und die Vorfälle aufzuklären. „Wir erwarten, dass er mit einem Machwort diese Angelegenheit bereinigt.“


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  Leserkommentare

 
Michael N., Donnerstag, September 16, 2010 um 13:57 Uhr Falsche Hoffnungen! Da wird von Seite der Landesschulbehörde eine schnelle Lösung versprochen (bis Fr. 10.09.10) und dann stellt sich ganz plötzlich heraus das es gar nicht so einfach ist das Problem zu lösen!
Die Problematik, da gehe ich von aus, sollte dem Sachbearbeiter bekann sein, wenn er sich so gezielt festlegt und Hoffnungen für alle Beteiligten weckt!
Damit wurde die Chance vertan, einen normalen Unterricht schnellst möglichst für die Kinder wieder aufzunehmen!
Michael Niemann

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