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Fahrstunde für Blinde
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Autor: Felix Reis 08. September 2010 21:18 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Einmaliges Erlebnis rührte Teilnehmer zu Freudentränen

Fahrstunde für Blinde

fxr DREIERWALDE. „Das war ein einmaliges Erlebnis, das mir unheimlich viel Spaß gemacht hat“, sagte der 81-jährige Hubert Feismann aus Rheine-Mesum, als er nach der Fahrt mit einem Lächeln aus dem Fahrschulwagen von Norbert Leewe aus Neuenkirchen stieg.

 
Einmal selbst ein Auto fahren, dieser Traum ging für den blinden 81-jährigen Hubert Feismann in Erfüllung. Das FAZ Holsterfeld und der Lions Club Rheine hatten dieses ermöglicht. (Von links) Hubert Feismann, Fahrlehrer Norbert Leewe und Ewald Rühlmann, Leiter des FAZ.Foto: Felix Reis  Vergrößern

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DasBesondere daran, Hubert Feismann ist blind. Dieses für sie wohl einmalige Erlebnis machten auf dem Rollfeld des ehemaligen Flugplatzes Rheine-Hopsten 98 Blinde und massiv Sehbehinderte aus ganz Deutschland. Hubert Feismann war mit 81 Jahren der älteste Teilnehmer, der Jüngste im Bunde war der 18-jährige Simon Germer aus Haltern.

Acht Fahrschulfahrzeuge standen zur Verfügung. Nach einer kurzen Einweisung ging es los. „Kupplung langsam kommen lassen, Gas geben und Lenkrad gerade halten“, so kamen die Anweisungen. Nach anfänglicher langsamer Fahrt trauten sich dann auch die meisten Teilnehmer, richtig aufs Gas zu drücken.

Teilweise nass geschwitzt vor freudiger Erregung stiegen die meisten Teilnehmer nach ihrer „Fahrstunde“ aus dem Fahrzeug. Überwältigt von dem Erlebten, vergoss der ein oder andere ein paar Freudentränen.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Team des Fahrtechnik- und Ausbildungszentrums (FAZ) aus Holsterfeld mit Unterstützung des Lions Club Rheine. Vom Shuttleservice vom Bahnhof zum Veranstaltungsort, Betreuung durch Begleitpersonen bis hin zur Versorgung mit Getränken und Kuchen, es war an alles gedacht. „Nach einjähriger Vorbereitung sind wir froh, dass die Veranstaltung auch dank der vielen ehrenamtlichen Helfer und der zahlreichen Sponsoren so reibungslos geklappt hat“, sagte der Leiter des FAZ, Ewald Rühlmann. „Wenn man gesehen hat, mit welchem Elan und welcher Freude die Teilnehmer bei der Sache waren, hat sich die Mühe mehr als gelohnt“, sagte Rühlmann.

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