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Autor: Bärbel Recker-Preuin 03. September 2010 13:54 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Kirche im Hochhaus mit neuem Angebot

Hilfe für jeden und mittendrin

Belm. Seit zehn Jahren stehen die Türen der Erdgeschosswohnung im Hochhaus an der Stettiner Straße weit offen. Jeder ist hier willkommen, jeder bekommt die Hilfe, die er oder sie braucht. Die Wohnung ist „Kirche im Hochhaus“, Anlauf- und Begegnungsstätte. Jetzt erhält diese Arbeit mit der Diplom-Pädagogin Heike Lindenborn und zusätzlichen Sprechzeiten weitere Verstärkung.

 
Im Hochhaus an der Stettiner Straße 19 ist jeder willkommen, der Hilfe oder einen Ansprechpartner sucht. Ab 15. September gibt es zusätzlich allgemeine Sozialberatung. Die Mitarbeiter arbeiten Hand in Hand: Heike Lindenborn, Nelli Mai, Manfred Poscher, Birgit Luley, Gertrud Schock, Frieda Om und Edith Gersie (von links). Foto: Bärbel Recker-Preuin  Vergrößern

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„An manchen Tagen kommen 14 Menschen zu uns,“ sagt Nelli Mai. Sie und ihre Kollegin Irina Bajburzjan sind hauptamtliche Mitarbeiterinnen des Diakonie Fördervereins der evangelischen Kirchengemeinde Belm. Viele ehrenamtliche Helfer unterstützen die Sozialarbeit mitten im Brennpunkt, wo sie können. Sie übernehmen Telefondienste, führen Gespräche und haben ein offenes Ohr für jeden, der kommt. Seit Jahren gibt es den „Frauentreff mittendrin“ und jetzt neu den Besuchsdienstkreis.

Die Sozialarbeit des Kirchenkreises Georgsmarienhütte unterstützt diese Arbeit der Kirche im Hochhaus mit der Schuldnerberatung einmal im Monat. Da der Bedarf an qualifizierter Beratung stetig steigt, wird die Zusammenarbeit erweitert. Am Mittwoch, 15. September, beginnt Heike Lindenborn ihre Arbeit in der Kirche im Hochhaus. Sie verspricht Unterstützung für alle Menschen in Krisen und allen Notlagen. Alle Hilfesuchenden – und natürlich alle anderen Mitarbeitenden – profitieren von dieser Verstärkung. Die Hilfe wird flexibel und vielseitig sein und sich auf die individuelle Situation der Menschen ausrichten, so die Sozialarbeiterinnen. Die Beratung reicht von Sozialanträgen, Übersetzungen und Behördengängen zu familiären und finanziellen Fragen. „Manchmal wird auch nur ein Gesprächspartner gesucht, sagt Frauentreff-Mitarbeiterin Edith Gersie.

Die allgemeine Sozialarbeit ist als Kirchenkreis-Projekt im Hochhaus zunächst auf ein Jahr begrenzt. In dieser Zeit müssen sich die Schwerpunkte entwickeln, meinen Heike Lindenborn und der Leiter der Kirchenkreissozialarbeit, Manfred Poscher. Da immer mehr Menschen Hilfe an der Stettiner Straße suchen, wird sich schnell herausstellen, wo der Bedarf am größten ist. Ein Netzwerk mit der Gemeinde Belm und den weiteren Anlaufstellen der Kirchenkreissozialarbeit lässt keine Lücke offen.

Die „Kirche im Hochhaus“, Stettiner Straße 19, ist von montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr, mittwochs von 15 bis 18 Uhr geöffnet. An jedem ersten Mittwoch im Monat gibt es von 8.30 bis 12 Uhr die Schuldnerberatung. Der „Frauentreff mittendrin“ lädt an jedem letzten Dienstag im Monat ab 17 Uhr ein.

Die neue Sprechstunde der allgemeinen Sozialberatung ist ab Mittwoch, 15. September, an jedem ersten und dritten Mittwoch im Monat von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

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