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Aufatmen im Grönegau: Pegelstände sinken!
jk Melle. Sintflutartige Regenfälle mit Niederschlagsmengen von bis zu 130 Litern pro Quadratmeter, überflutete Straßen, Häuser und Felder – und rund 400 Kräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerkes (THW) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) waren im Dauereinsatz. Das Tief „Cathleen“ hat im Grönegau deutliche Spuren hinterlassen. Am Wochenende gab es dann das große Aufatmen: Die Pegelstände sanken!
Trotzdem gab es für die freiwilligen Helfer weiterhin jede Menge Arbeit, beispielsweise um überflutete Keller vom Wasser und Straßen von Schlammmassen zu befreien. Am Sonntagabend gab es schließlich noch in Gesmold einen Ölalarm.
„Auch am Samstag waren noch etliche Straßen wegen massiver Überschwemmungen nicht passierbar“, berichtete Wolfgang Rolf von der Polizei in Melle. Trotzdem hätten einige Autofahrer die Absperrungen ignoriert.
Einem Fahrzeugführer wurde das am Samstag in Wennigsen zum Verhängnis. Er geriet mit seinem Opel ersten Ermittlungen zufolge im Überschwemmungsgebiet der Else von der Straße Im Wieven ab und schleuderte in einen Graben. Da es zunächst hieß, der Mann und dessen acht Jahre alter Sohn seien eingeklemmt, rief die Rettungsleitstelle Osnabrück neben Notarzt und Rettungsdienst auch die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Gesmold und die Rüstwageneinheit der Ortsfeuerwehr Melle-Mitte nach Wennigsen. Als die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, hatten sich die Insassen des Autos bereits aus ihrer misslichen Lage befreit.
Wie viele Einsätze die Helfer der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes von Donnerstagabend bis zum Wochenende an der Hochwasserfront fahren mussten, dazu konnte Feuerwehr-Sprecher Ludger Flohre angesichts des hohen Aufkommens keine Angaben machen. Fest stehe aber, dass sich die Arbeit des Stabes, der sich noch in der Nacht zum Freitag im Feuerwehrhaus in Melle-Mitte konstituiert hatte, bewährt habe. Für die Verpflegung der 400 Einsatzkräfte zeichneten Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes verantwortlich. „Die Essensausgabe fand zum einen zentral im DRK-Zentrum, zum anderen auch dezentral an den Einsatzstellen und den Feuerwehrgerätehäusern statt“, so DRK-Sprecher Jan Meyer. Alles sei reibungslos vonstatten gegangen.
„Wir wurden mit einer Notfalllage konfrontiert, die es bei uns in dieser Form zumindest in den letzten Jahrzehnten nicht gegeben hat“, erklärte Bürgermeister André Berghegger, der sich vor Ort einen Eindruck von der Arbeit des Krisenstabes verschaffte. Er lobte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die „hervorragend koordinierte“ Arbeit der Einsatzkräfte, deren freiwilliges Engagement ein Höchstmaß an Anerkennung verdiene.
Mitglieder des Drachenclubs „Bleib bloß oben“, die das 10. Meller Drachenfestival wegen des Unwetters absagen mussten, ließen sich ihre gute Laune trotzdem nicht verderben. Beim Aufräumen der Anlage holte einer der Aktiven seinen Drachen aus dem Auto, um danach als Kite-Surfer über das Wasser zu rauschen.
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Ganz herzlichen Dank - auch an alle anderen Freiwilligen Feuerwehren, den THW und das Rote Kreuz für ihre vorbildliche Arbeit im ganzen Grönegau. Lola Skwarczynski