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Banges Warten auf die Flutwelle
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Hasehochwasser weckt Erinnerungen an längst vergangene Zeiten

Banges Warten auf die Flutwelle

juk Bramsche. Erinnerungen an längst vergangene Jahre wurden am Freitag in Bramsche wach. So ein Hochwasser wie nach den starken Regenfällen der letzten Tage hat die Stadt schon lange nicht mehr erlebt. Erinnern können sich aber viele Bramscher noch daran, wie das Wasser einst die Innenstadt und dort vor allem den Brückenort heimsuchte. Bis zum Redaktionsschluss blieb die Hasestadt davon jedoch verschont.

 
 
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Steigt das Wasser weiter oder nicht? Die drohende Flutwelle sorgte am Freitagabend für regen Betrieb an der Hase. Foto: Julia Kuhlmann Es sprudelt aus der Toilette im Bad Essener Jugendzentrum Trio. Foto: Dutschek Mit vollgelaufenen Kellern haben viele Hausbesitzer zu kämpfen. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz - hier am Westerbruch. Foto: Dutschek Die Keller "Im Südfeld" saufen reihenweise ab. Ursache: Der Eielstädter Bach kann hinter dem Spielplatz am Maschweg nicht ungehindert fließen. Über einen Acker dringen starke Wassermassen in das Neubaugebiet ein. Foto: Dutschek Gegen Mitternacht rückte ein Bagger an, um durch Erdbewegungen wieder für einen freien Abfluss des Wassers zu sorgen. Foto: Dutschek Helfer füllen Sandsäcke - der Regen nimmt kein Ende. Foto: Dutschek Bei der ehemaligen Halle von Kortina-Küchen steht in einer Senke das Wasser bis zu einem Meter. Die Feuerwehr Wehrendorf wird von der Feuerwehr Bohmte unterstützt. Foto: Dutschek Vom Rattinghauser Berg spülten die Wassermassen Erdreich und Schlamm auf die Kreuzung in Hüsede. Foto: Dutschek Sandsäcke sollen Keller vor den Wassermassen schützen. Foto: Dutschek Reißender Strom entlang der Kokenrottstraße. Foto: Dutschek Rabewerk unter Wasser: Die Auszubildenden radeln durch die Wassermassen. Foto: Dutschek Im Bad Essener Jugendzentrum Trio steht das Wasser etwa 30 Zentimeter hoch. Foto: Dutschek und sprudelt aus einem Abfluss. Foto: Dutschek Überschwemmte Felder in Ostercappeln. Foto: Frost Überschwemmte Felder in Ostercappeln. Foto: Frost

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Hochwasserwarnung für Bramsche am Mittag. Die Lage, die schon am Abend zuvor die Osnabrücker in Atem gehalten hatte, droht nun den kleineren Nachbarn im Norden zu erreichen. Stündlich steigt der Pegel der Hase an. Die Feuerwehr ist überall unterwegs und warnt Anlieger und Geschäftsleute in den besonders gefährdeten Bereichen. Das sind der Brückenort, die Maschstraße vom Kreisel Brückenort bis zur Heinrichstraße, der Grammelmoorweg sowie im Ortsteil Epe die Stapelkamp-Siedlung, wo die Feuerwehr den Damm mit Sandsäcken sichern muss. Dann am frühen Nachmittag die Nachricht aus Hollage: Zwar ist der Deich nicht gebrochen, aber dennoch läuft das Wasser aus der Hase in den Kanal. Erinnerungen an das Jahr 1986 werden bei Ortsbrandmeister Cornelis van de Water, wie seine Kollegen im Dauereinsatz, wach. Damals war es allerdings der umgekehrte und damit viel schlimmere Fall: Der Deich brach, und das Kanalwasser strömte in die Hase. Gestern hingegen könnte die Situation in Hollage für Bramsche eher Entlastung bedeutet haben. Die Flutwelle, am Mittag für die Zeit zwischen 18 und 19 Uhr prognostiziert, lässt auch bei einbrechender Dämmerung zum Glück weiter auf sich warten. An der Hase haben sich mittlerweile viele Menschen eingefunden, die die Entwicklung verfolgen oder im Bild festhalten. Große Heiterkeit löst vor allem bei Feuerwehrleuten, aber auch bei den für die Anordnung entsprechender Maßnahmen Verantwortlichen bei der Stadt die immer wieder gestellte Frage aus: „Und, wie weit steigt das Wasser noch?“ Bei allen Erfahrungswerten kann das niemand sagen. Gute Nachrichten kommen am frühen Abend von der Alfhausener Betriebsstelle des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN): Der Pegel steigt gerade nicht weiter an. Bis zum Redaktionsschluss blieb es dabei.


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