Noz
Kontakt

·

ePaper

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Lokales

|

Melle

|

Wassermassen überfluteten ganze Siedlungen
Lokales

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Tief „Cathleen“ bescherte Hilfsorganisationen Großeinsatz – Straßen von Schlamm überzogen

Wassermassen überfluteten ganze Siedlungen

Melle. Sturm und Starkregen, Blitz und Donner. Gut dreieinhalb Jahre, nachdem der Orkan „Kyrill“ im Grönegau eine Spur der Verwüstung hinterlassen hatte, sorgte jetzt das Tief „Cathleen“ für Schlagzeilen.

 
1 bis 4 von 16
Wasser-Chaos am Hörstenweg in Gesmold. Dort hatten die stundenlangen Niederschläge zu überfluteten Kellern und Wohnungen geführt. Fotos: Jürgen Krämer So kommt man voran: Mit Traktoren erwies sich das Passieren der überfluteten Bereiche als ein leichtes Unterfangen. Spezialpumpen setzten die Feuerwehrleute auch an der Bodelschwinghstraße in Drantum ein. In Oldendorf setzte dieser Mann massiv Wasser ein, um die Straße Am Freibad vom Schlamm zu befreien. Nach einem Dammbruch am Suttbach in Buer schlossen Feuerwehrleute das entstandene Leck mit Sandsäcken. Im Kampf gegen die Fluten setzten die Helfer im gesamten Grönegau Tausende von Sandsäcken ein. Lagebesprechung der Feuerwehr Melle Hochwasser an der Lieferrampe Her mit den Scksäcken. Alle packen mit an. Das Wasser stürzt den Berg herab. Die Feuerwehr baut einen Damm. Hier geht nichts mehr. Immer mehr Sandsäcke

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Meistgelesene Artikel








Mit nicht enden wollenden Niederschlägen setzte es weite Teile des Landstrichs zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald unter Wasser – mit schlimmen Folgen für Mensch und Tier. Von Donnerstagabend bis in die Nacht zum heutigen Samstag hinein waren Kräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks (THW) und des Deutschen Roten Kreuzes pausenlos im Einsatz, um die Folgen des verheerenden Unwetters zu beseitigen.

„Innerhalb von 24 Stunden fielen 123 Liter Regen pro Quadratmeter“, berichtete Konrad Witte aus Altenmelle, der auf seinem Anwesen in regelmäßigen Abständen die Niederschläge misst. Die Folge des sintflutartigen Regens: Innerhalb weniger Stunden traten Flüsse wie Hase und Else, aber auch kleinere Bäche und Gräben über die Ufer. Kurz darauf hieß es bereits vielerorts: „Land unter!“

In Westerhausen und in Gesmold wurden gleich ganze Siedlungen von Wassermassen heimgesucht. Nicht nur Keller, sondern auch darüber gelegene Wohnungen liefen voll Wasser. „Besonders schwer traf es die Anwohner am Hörstenweg in Gesmold, wo das Wasser zeitweilig bis zu 1,80 Meter über dem Erdboden stand“, berichtete Rainer Schlendermann. Der stellvertretende Stadtbrandmeister zählte zu den Mitgliedern des Stabes, der im Feuerwehrhaus in Melle-Mitte alle Hochwassereinsätze koordinierte.

Nachdem sich am späten Donnerstagabend zunächst eine Entspanung der Lage abgezeichnet hatte, verschärfte sich ab Mitternacht die Situation. „Wir ließen deshalb zwischen 1 und etwa 3 Uhr alle im Grönegau ansässigen Feuerwehren per Sirene alarmieren“, sagte Feuerwehr-Pressesprecher Ludger Flohre. Hauptaufgabe der Einsatzkräfte, die von Spezialisten des THW unterstützt wurden: das Leerpumpen von überfluteten Kellern und Hallen.

In Oldendorf und in Sehlingdorf ergossen sich von hanglagigen Feldern wahre Schlammmassen auf tiefer gelegene Straßen. Folge: Die Osnabrücker Straße in Oldendorf war zeitweilig nicht mehr passierbar.

Auf der Westerhausener Straße zwischen Gesmold und Westerhausen sowie auf der Allendorfer Straße im Grenzbereich von Uhlenberg und Peingdorf wurden die Fahrbahnen derart stark überschwemmt, dass die Polizei eine Vollsperrung anordnete. „Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass etliche Pkw-Fahrer die Absperrungen ignorierten und einfach weiterfuhren“, so Michael Arthaus von der Polizei in Melle. In einigen Fällen seien Fahrzeugführer mit ihren Autos liegen geblieben.

Für die Versorgung der Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW zeichneten Helfer des Roten Kreuzes verantwortlich. „Das war schon einer Herausforderung, da wir rund 350 Personen zu beköstigen hatten“, so Kathrin Renzenbrink von der Kreisbereitschaftsleitung. „Es hat aber alles bestens geklappt.“ (Weitere Berichte im Internet unter www.noz.de )


Mehr zum Thema
Lesen Sie auch ...
 

Mehr als 400 Helfer in Melle an der Hochwasserfront im Einsatz
jk Melle. Nach den sintflutartigen Regenfällen sind Teile des Grönegaues überflutet. "Wir haben noch in der Nacht Großalarm für alle Freiwilligen... mehr

 

Unwetter zwingt Helfer zu logistischer Meisterleistung
Osnabrück. An den Einsatztagen beim Unwetter „Cathleen“ waren insgesamt 500 THW-Helfer aus drei Bundesländern (acht Ortsverbände) mit technischer... mehr


 Mehr Lokales

 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter

Kundenlogo
Bissendorf - Zur Kommissionierung und Verladung mit Staplern sowie für allgemeine Lagerarbeiten; ...
Kundenlogo
Bad Iburg - Zu Ihren Aufgaben gehören die kaufmännische Betreuung unserer Lagerlogistik. Sie betreuen unsere Kunden im...
Kundenlogo
Osnabrück - Erfahrene Spezialisten im Bereich Herstellbarkeitsanalysen bzw. Machbarkeitsuntersuchungen.






 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: