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Chronologie: Das war die Flut in der Region
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Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 28. August 2010 13:19 Uhr

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M. W. Dienstag, 31. August 2010 09:49 Uhr

Region unter Wasser

Chronologie: Das war die Flut in der Region

Osnabrück. Der Landkreis Osnabrück empfiehlt auch weiterhin, das für die Zubereitung von Säuglingsnahrung und für den Verzehr bei geschwächten oder kranken Menschen bestimmte Trinkwasser im Osnabrücker Südkreis rein vorsorglich abzukochen. Während viele Straßen inzwischen wieder befahrbar sind, bleibt die Mindener Straße in Osnabrück zunächst weiter gesperrt .

 
 
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Die Bigbags an der „Klöckner-Hase“ will die Berufsfeuerwehr im Laufe des Montag-Vormittags zurücksetzen. "Land unter" am Stichkanal in Hollage. Kitesurfen auf dem Flugplatz bei Melle: Manches ermöglicht das Hochwasser auch erst. Dieses Mitglied vom Drachenclub "Bleib bloß oben" war erfinderisch. Wer sagt, dass man ein Planschbecken nur bei Sonnenschein nutzen kann? Familie Brüggemann ist da einfallsreich und hat es dafür genutzt, ihr Haus vor den Wassermassen in Wissingen zu schützen. Aufräumen nach der Flut: In Oesede versuchen Helfer die Spuren des Wassers zu beseitigen. Dieses Foto von den Überschwemmungen am Umspannungswerk in Lüstringen hat uns Julian Morris auf unsere Pinnwand als noz.de bei Facebook gepostet. An der Mindener Straße in Osnabrück stand das Wasser am Samstagnachmittag immer nch 50 Zentimeter hoch. Foto: Mirko Nordmann Hase breitet sich aus: Viel Platz haben diese Kühe nicht mehr am Umspannwerk in Osnabrück. Foto: Mirko Nordmann Ein Baum ist am Samstagmorgen in die Hase gestürzt. Foto: Mirko Nordmann Hochwasser in der Osnabrücker Innenstadt. Foto: Joachim Viertel (Leserfoto) In Bramsche wurden in der Nacht zu Samstag die Deiche gestärkt. Foto: Julia Kuhlmann Schon fast ein bisschen neugierig warten die Menschen in Bramsche auf das Hochwasser. Foto: Julia Kuhlmann Kommt sie oder kommt sie nicht? Bramsche wartet auf die Flut. Foto: Kuhlmann Alarm für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Verantwortlichen der Stadt und Mitarbeiter des Bramscher Bauunternehmens Dallmann: Der Deich an der Flutmulde der Hase muss repariert werden. Foto: Julia Kuhlmann Düteüberschwemmung am Marienheim: Immerhin die Kinder hatten ihren Spaß. Foto: Gert Westdörp Bis zum Bauch stand diesen Kühen das Wasser der Düte in der Nähe von Wersen. Foto: Erna Berg Ein Leser unserer Zeitung hat das Hochwasser im Stadtteil Hellern festgehalten. "Wassertreten" im Zentrum von Oesede. Foto: Jörn Martens Im Ortskern von Oesede ist an einigen Stellen zur Zeit das Boot einizg mögliches Verkehrsmittel. Foto: Elvira Parton Unter der Eisenbahnbrücke Mindener Straße in Osnabrück hatte sich in der Nacht ein "See" gebildet. Foto: Elvira Parton An der Paracelsusklinik musste in der Nacht ein Damm aus Sandsäcken errichtet werden. Foto: Elvira Parton Pumpen, was geht: An der Schulstraße im Osnabrücker Ortsteil Hellern kämpfen Anwohner und Feuerwehr gegen das Wasser an. Das Ausmaß der Überschwemmungen verdeutlicht dieses Luftbild von Bramsche.

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Mittwoch, 16.49 Uhr:> Die Mindener Straße in Osnabrück ist wieder frei.

16:38 Uhr: Die Landesgartenschau ist wieder komplett geöffnet. Beide Gartenschaugelände haben durch die Starkregen seit Donnerstag nur wenig gelitten. Es gab kleinere Überschwemmungen, einige Oberflächenschäden werden in den nächsten Tagen behoben.

16:17 Uhr: Die Mindener Straße bleibt zwischen Heiligenweg und Südstraße in beide Richtungen bis auf weiteres gesperrt. Vorausichtlich am Dienstag wird geprüft, ob die Straße ohne weitere Sanierung überhaupt noch befahrbar ist.

14.45 Uhr: Die Pegelstände an der Hase in Eversburg (1,79 Meter) und an der Düte in Wersen (1,99 Meter) liegen derzeit unterhalb der ersten Meldestufe. An der Hase in Lüstringen herrscht mit 2,27 Meter derzeit noch Meldestufe 2. Der Pegel steht damit acht Zentimeter unter der höchsten Meldestufe 3.

12:00 Uhr: Der Landkreis Osnabrück empfiehlt auch weiterhin, das für die Zubereitung von Säuglingsnahrung und für den Verzehr bei geschwächten oder kranken Menschen bestimmte Trinkwasser im Osnabrücker Südkreis vorsorglich abzukochen. Die Untersuchungsergebnisse der Wasserproben werden bis Donnerstagmittag vorliegen, dann wird über das weitere Vorgehen entschieden. Die Ergebnisse werden dann unmittelbar auf der Homepage des Landkreises Osnabrück unterwww.landkreis-osnabrueck.de veröffentlicht.



Die fünf Recyclinghöfe des Landkreises in Ankum, Dissen, Georgsmarienhütte, Melle und Wallenhorst nehmen durch das Hochwasser beschädigte Möbel und Hausrat bis aus Weiteres kostenlos an.

11.50 Uhr: An der Berufsschule Marienheim in Osnabrück ist heute der Unterricht ausgefallen. Die Vorsichtsmaßnahmen, die nach dem Orkan Kyrill getroffen wurden, haben zwar gegriffen. Das heißt, die Gebäude sind nicht überschwemmt worden. Aber Einrichtung und Geräte, die vorsichtshalber in Sicherheit gebracht wurden, müssen wieder an Ort und Stelle verfrachtet werden.

11.00 Uhr: Die Berufsfeuerwehr und das Technische Hilfswerk (THW) sind nach den Überschwemmungen im Osnabrücker Stadtgebiet derzeit noch mit 55 Kräften im Einsatz. An der Mindener Straße wird die Schmutzwasserkanalisation durch zwei Hochleistungspumpen des THW und eine Pumpe der Stadtwerke Osnabrück abgepumpt, da sonst die Mindener Straße wieder überflutet würde. Die Dauer des Einsatzes ist noch unklar.

Auch an der Oppolter Straße muss auch weiter abgepumpt werden, um zahlreiche Keller zu schützen. Auch hier ist die Einsatzdauer nicht vorhersehbar.

Die Bigbags an der „Klöckner-Hase“ nimmt die Berufsfeuerwehr im Laufe des Vormittags zurück.

10.30 Uhr: Die Kläranlage Belm ist fast wieder intakt. Bis auf das große Belebungsbecken am Ende des Klärprozesses läuft die Anlage, wenn auch mit eingeschränkter Leistung, so der verantwortliche Ingenieur Holger Stuckenberg. Die Stickstoffwerte im Abwasser sind noch höher als vorgeschrieben, was bei den aktuellen Wassermengen keine besondere Gefahr darstellt.  

09.00 Uhr: Im Stadtgebiet Osnabrück gibt es außer der einspurigen Verkehrsführung auf der L 88 zwischen Osnabrück-Hafen und Leyer Straße keine Sperrungen mehr. In der Grafschaft Bentheim herrsche noch Überflutungsgefahr rund um die Vechte. Aus dem Bereich Neuenhaus wurde lediglich die Sperrung weniger kleiner Nebenstraßen und asphaltierter Feldwege gemeldet. Es gebe derzeit keine größeren Überflutungen, sagte ein Sprecher.

00.07 Uhr: Wie groß der Schaden ist, den die Flut im Raum Osnabrück angerichtet hat, lässt sich noch nicht genau beziffern. Doch werden die Kosten in Millionenhöhe gehen. Allein im Raum Osnabrück sind nach Angaben des Krisenstabes 1100 Häuser und Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen worden. Bis Sonntagnachmittag gingen 3000 Notrufe ein. Eine erste Bilanz ziehen wir hier. Und damit machen wir für heute Schluss. Am Montag informiert Sie noz.de umgehend, wenn die Ergebnisse vorlegen, ob im Südkreis das Trinkwasser Gefahren für die Gesundheit birgt.

23.03 Uhr: 20 riesige Sandsäcke könnten dafür sorgen, dass die Mindener Straße in Osnabrück nicht mehr derartig stark überschwemmt wird. Die Feuerwehr hat heute Aend eine Sperre durch die Klöckner-Hase gebaut. Verantwortlich aber für die Überschwemmung ist der Röthebach.

20.32 Uhr: Beeindruckend, wie gelassen die Menschen in der Region mit dem Hochwasser umgehen. Ein weiteres Beispiel liefern dafür die Mitglieder des Meller Drachenclubs "Bleib bloß oben": Das 10. Drachenfest musste zwar abgesagt werden. Doch ein Drachen stieg dann doch noch am Wochenende auf. Einer aus dem Club glitt elegant als Kite-Surfer über den überflüteten Flugplatz. Das Foto ist nebenan unter den Bildern zu sehen.

20.16 Uhr: Nach der Flut kommt: das Aufräumen. Viele Menschen im Raum Osnabrück bemerken erst jetzt das ganze Ausmaß der Zerstörung. In Hellern in Osnabrück türmen sich inzwischen die Sperrmüllberge: Matratzen, Kisten, durchnässte Kartons. Zur Reportage aus dem Überschwemmungsgebiet geht es hier.

19.00 Uhr: Die Feuerwehr rückt jetzt mit dem Kranwagen zur Hase auf dem alten Klöcknergelände in Osnabrück an. Ein Arm der Hase – die Klöcknerhase – soll abgesperrt werden. Die Einsatzkräfte hoffen, dass dann das Wasser aus dem Röthebach ablaufen kann. 

17.37 Uhr: Für die Feuerwehr ist die Arbeit noch lange nicht zu Ende: In Lotte und in Gesmold sind Heizöltanks durch das Hochwasser aufgeschwemmt worden. Sie haben Leck geschlagen. Die Feuerwehr ist jetzt etwa in Lotte an der Osterberger Mühle den ganzen Tag vor Ort und kümmert sich um das Wasser und die kontaminierten Gegenstände. Eine Spezialfirma muss das Öl aufnehmen. Der Einsatz soll erst in den späten Abendstunden beendet werden. Im Grönegau entspannt sich die Lage insgesamt.

17.24 Uhr: Im Fledder gibt es noch mehr Probleme: Das Wasser des Röthebachs kann nicht abfließen, weil die Hase so voll ist. Die Fluten stauen sich. 

17.08 Uhr: Die provisorische Schellenbergbrücke in Osnabrück ist in Gefahr, wie die Feuerwehr mittteilt. Die starke Strömung greift das hölzerne Ständerwerk der Fußgängerüberführung an. Sollte die Brücke einstürzen, wäre der Bahnverkehr auf der Stracke Bentheim-Hannover erstmal lahmgelegt. Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt.  

16.46 Uhr: Wer im Südkreis wohnt und Kleinkinder oder kranke Menschen zuhause hat, sollte besser das Trinkwasser abkochen. Das empfiehlt der Landkreis. Der Ratschlag gilt für die Gemeinden Glandorf, Bad Laer, Bad Iburg, Bad Rothenfelde, Hilter und Dissen. Während des Hochwassers seien Trinkwasserbrunnen überschwemmt worden. Das habe zu Verunreinigungen geführt, schreibt der Landkreis in einer aktuellen Mitteilung. Zwar gebe es noch keine Hinweise auf eine direkte Gefährdung. So sei das Abkochen für Kleinkinder, kranke und alte Menschen nur eine Empfehlung.  Der Landkreis bittet unterdessen, nicht bei den ohnehin überlasteten Krisentelefonen von Polizei und Feuerwehr anzurufen.

14.46 Uhr: Große Geste vom SV Meppen für die Katastrophenhelfer: „Ich bin beeindruckt, wie die Region beim Katastrophenalarm in Osnabrück geholfen hat“, sagt Andreas Kremer. Der Vorstandssprecher des SV Meppen wohnt in Osnabrück-Hellern und hat in der letzten Woche die Wasserfluten selbst zu spüren bekommen. Auf den Straßen hat er etliche Feuerwehrmänner aus dem Emsland getroffen. Ihnen will er im Namen des SV Meppen Dank sagen. Alle emsländischen Feuerwehren, die während des Katastrophenalarms in Osnabrück geholfen haben, lädt der Oberligist zum Heimspiel gegen die U23 des VfL am 26. September um 15 Uhr in die Vivaris-Arena nach Meppen. „Es soll nur eine kleine Geste sein“, sagt Kremer, der bewundert hat, wie gut die Zusammenarbeit in Osnabrück geklappt hat. Angesichts der Bedrohung durch die Wassermassen, „die Straßen innerhalb weniger Minuten in reißende Flüsse verwandelten“, sei die Anwesenheit von Feuerwehren an jeder Straßenecke sehr beruhigend gewesen. „Man wusste, dass man nicht auf sich allein gestellt ist.“ Im Gespräch fand der Unternehmer heraus, dass Feuerwehrmänner auch aus Meppen, Haselünne, Twist und anderen emsländischen Kommunen in Osnabrück geholfen hätten. Kremer bittet die einzelnen Feuerwehren, ihm die Kartenwünsche für das Spiel gegen Osnabrück per E-Mail (info@kikxxl.de, Andreas Kremer) mitzuteilen.  

 

13.32 Uhr: Ärger in Rieste wegen Hochwassertourismus: Ortsbrandmeister Willi Wernke und seine Mannschaft sahen mehrfachst fassungslos zu, wie Autofahrer die Absperrungen umfuhren oder gar an die Seite stellten, um in die gesperrten Hochwassergebiete zu fahren. "Wir machen das hier doch nicht zum Spaß", sagt er. Die Riester Feuerwehrleute hatten wie ihre Bramscher Kollegen das ganze Wochenende alle Hände voll zu tun. Vor allem das Klärwerk in Rieste hat ihnen Sorgen gemacht. Am Samstagmorgen haben sie mit der Hilfe von Lohnunternehmen mit Baggern und Radladern Deiche um das Klärwerk gebaut und immer wieder verstärkt. "Uns haben zehn Zentimeter zur Katastrophe gefehlt", sagt Willi Wernke. 

13.08 Uhr: Unterhalb des Alfsees bleibt die Lage unter Kontrolle. Der Alfsee und sein Reservebecken sind innerhalb der vergangenen zwei Tage von 1,2 Millionen Kubikmetern auf rund 8 Millionen Kubikmeter gefüllt worden. Der Speicher, über den der Hase-Wasserstand im Emsland reguliert werden kann, fasst insgesamt 20,8 Millionen Kubikmeter.

12.50 Uhr: Die Pegelstände an Hase und Düte sinken weiter. Bei Lüstringen an der Hase herrscht mit 2,43 Metern noch die höchste Warnung, die Meldestufe 3. Der Düte-Pegelstand ist in Wersen ist auf 2,10 Meter gesunken, der Stand der Hase in Eversburg: 2,14 Meter. Nach Angaben des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) besteht kann vor allem für Lüstringen noch nicht Entwarnung gegeben werden. Sprecher Achim Stolz: „Es hängt alles sehr stark vom Regen in den nächsten Stunden ab.

11.09 Uhr: Die Deiche der Flutmulde in Bramsche haben durch die Verstärkung in der Nacht zu Samstag den Wassermassen standgehalten. Der Pegel der Hase fällt weiter und liegt derzeit bei 4,36 Meter.

22.00 Uhr: Zwischenzeitlich hat es in Osnabrück noch gewittert und wieder geregnet, der Katastrophenalarm ist aber nach wie vor aufgehoben. Wir verlassen die Redaktion jetzt und hoffen auch weiterhin auf eine stabile Lage.

18.52 Uhr: Auch in Oesede haben die Aufräumarbeiten begonnen. Freiwillige Helfer räumen den St. Marien-Kindergarten aus. Von Montag bis Mittwoch gibt es für die Kinder in der Dröperschule eine Notversorgung, ab Donnerstag werden sie auf die Dröperschule, die Michaelisschule, die Grundschule Harderberg und die Landvolkschule Oesede verteilt.

18.44 Uhr: Das große Aufräumen hat begonnen. Unser "Reporter unterwegs" berichtet von hohen Sperrmüllbergen in Hellern. An der Großen Schulstraße haben die Menschen nun auch wieder Strom.

18.36 Uhr: Der Konrad-Adenauer-Ring in Osnabrück ist immer noch gesperrt. Ein Teil des umgestürzten Baumes konnte bereits entfernt werden. Wann der Ring wieder frei ist, ist noch unklar.

18.33 Uhr: Wie unser "Reporter unterwegs" mitteilt, steht das Wasser an der Mindener Straße immer noch 50 Zentimeter hoch unter der Brücke. Einige Bewohner sind von der Außenwelt abgeschlossen und nur mit dem Boot zu erreichen.

18.11 Uhr: Oberbürgermeister Boris Pistorius hat nun offiziell den Katastrophenfall aufgehoben, wie Sven Jürgensen, Pressesprecher der Stadt, berichtet. Zwar seien die Rettungskräfte noch überall im Einsatz, aber die Pegelstände sinken deutlich. Es bestehe auch keine Gefahr mehr für das Umspannwerk in Lüstringen.

17.06 Uhr: Die Himmel wird blau über Osnabrück und es scheint sogar ein bisschen die Sonne. Wer hätte das gedacht? Es wird immer ruhiger, die Katastrohpennachrichten nehmen ab. Unser Kollege wird gleich noch berichten, wie es in Hellern, an der Mindener Straße und am Konrad-Adenauer-Ring aussieht.

16.09: Auch der Sprecher der Stadt Osnabrück bestätig, dass die Lage am Umspannwerk im Osnabrücker Stadtteil Lüstringen sicher sei. Allerdings sei von der Hase nicht mehr viel zu erkennen, "weil eigentlich alles Hase ist", so Sven Jürgensen. Zwar beruhigt sich die Wettersituation allmählich, ob der Katastrophenalarm für Osnabrück aufgehoben wird, entscheidet sich aber erst am Abend.

15.24 Uhr: Noch sinkt der Wasserspiegel. Das ist die positive Nachricht vom bedrohten Umspannwerk am Heideweg in Lüstringen. Nach Angaben der Einsatzkräfte vor Ort gehe der Pegel der Hase seit dem Samstagvormittag zurück. Derzeit sind Feuerwehrleute aus dem Kreis Aurich in Ostfriesland dabei, das Umspannwerk mit großen Pumpen vom Wasser zu befreien.  Auf dem Geländer der RWE schützen Sandsäcke die Betriebsgebäude vor dem Eindringen des Wassers. 

15.13 Uhr: Nach Auskunft der Stadt liegen nun auch noch zwischen Römeresch und Wachsbleiche zwei Bäume in der Hase. Bei dem jetzigen Regen drohen die Pegel wieder zu steigen. "Das Einzugsgebiet ist gesättigt. Die Überschwemmungsgebiete sind voll", erklärt Detlef Gerdts.

14.09 Uhr: In Osnabrück regnet es schon wieder, aber aus Bad Essen gibt es gute Nachrichten: Die Pressestelle der Landesgartenschau teilt mit, dass das Ippenburger Schlossgelände am Sonntag wieder geöffnet sei. Parkmöglichkeiten seien zwar noch etwas eingeschränkt, aber stünden wieder zur Verfügung.

12.56 Uhr: Die Landstraße 88 ist am Autobahnzubringer A 1 in Richtung Osnabrück aufgrund eines Erdrutsches gesperrt.  Die Fahrbahn sei auch unterspült, wie die Polizei mitteilt. Der Verkehr wird einspurig über die Gegenfahrbahn geführt. Es besteht Staugefahr.

12.51 Uhr: In Ösede steht der Kindergarten St. Marien komplett unter Wasser. Die 150 Kinder müssen am Montag woanders untergebracht werden.

12.44 Uhr: Der Niedersächsische Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) meldet eine leichte Entspannung an der Düte in Wersen und an der Hase in Lüstringen. Die Pegelstände seien auf 3,12 und 2,83 Meter gesunken. Dennoch herrsche immer noch die höchste Meldestufe, denn nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sei am Sonntag wieder mit Niederschlägen zu rechnen, deshalb könne noch keine Entwarnung gegeben werden.

12.08 Uhr: Wegen einer komplizierten Sägeaktion ist der Konrad-Adenauer-Ring in Osnabrück vorerst gesperrt. Ein unterspülter Baum ist am Raiffeisenplatz quer über die Hase gestürzt und blockiert den Ablauf des Wassers. Mithilfe eines Feuerwehrkranes soll der Baum so schnell wie möglich zersägt werden. Kritisch in die Lage weiterin am Umspannwerk in Lüstringen. Es ist für die Stromversorgung des ganzen Ostens der Stadt Osnabrück zuständig.

11.54 Uhr: In Bramsche sinkt der Pegel weiter. Jetzt sind es "nur" noch 4,36 Meter. Den Feuerwehren geht die Arbeit aber noch nicht aus. In der Riester Straße in Sögeln gab es zuletzt Hochwasser-Alarm. Von der Leitstelle in Osnabrück hieß es am Morgen: Die Feuerwehren arbeiten die Einsätze jetzt kontinuierlich ab. Während die Mitglieder sonst über ihre Melder alarmiert werden, gibt es jetzt Faxe mit der Liste der Adressen, wo die Hilfe noch gebraucht wird. Nach Hause fährt sowieso niemand, also muss auch niemand "alarmiert" werden.

11:36 Uhr: Gute Nachrichten von der Hase in Bramsche: Der Pegel sinkt. Waren es vor ein paar Stunden noch 4,51 Meter, ist er jetzt auf 4,46 Meter gesunken. In der Blankenburger Straße in Epe steht das Wasser allerdings noch fünf Zentimeter vor einem Haus. Wieder ein Fall für die Feuerwehr. Einige der Helfer sind seit gestern Abend ohne Pause im Einsatz. Manche haben die Kräfte in der Nacht zuvor in Osnabrück unterstützt. 

4.15 Uhr: Der Deich an der Flutmulde der Hase droht unmittelbar an der Straße auf dem Damm zu brechen. Erneut Alarm für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Verantwortlichen der Stadt und Mitarbeiter des Bramscher Bauunternehmens Dallmann. Der Deich, aus dem die Wassermassen Stücke herausgerissen haben, muss repariert werden. Mit einem Kettenbagger rückt die Baufirma an, ein Lkw schafft Steine und Sand herbei, um den Deich zu verstärken. Während der ganzen Nacht waren Feuerwehrleute zur Wasserabwehr an Häusern und Höfen unterwegs. Einen Pferdehof am Bührener Esch hat es besonders getroffen sowie eine unmittelbar an der Hase gelegene Villa, die von einer Mauer umgeben ist, durch die das Wasser zunehmend dringt. Auch hier versucht die Feuerwehr, dem Wasser mit Sand Einhalt zu gebieten. Immerhin: Von vier Uhr bis 5 Uhr ist der Pegelstand nicht weiter gestiegen. Er stagniert bei 4,51 Meter. Die Deichreparatur ist im vollen Gange. Die Wassermassen haben eine enorme Kraft, überall das gurgelnde Geräusch von Wasser - zu viel Wasser.

00.35 Uhr: Nach Auskunft der Feuerwehr ist das Umspannwerk in Osnabrück vorerst gesichert und die Pegel steigen nicht mehr. Ein Schwerpunkt liegt im Osnabrücker Stadtteil Hellern - hier werden momentan noch Keller ausgepumpt. Für den Samstag ist die Feuerwehr zuversichtlich und erwartet eine Entspannung der Lage, doch laut Wetterbericht soll es auch weiterhin regnen. Wir verabschieden uns an dieser Stelle in den Feierabend, am Samstag gibt es weitere Informationen zum Thema Wetter. 

23.00 Uhr: Die Lage in Bramsche bleibt weiter ernst, auch wenn es zur großen Flutwelle bislang erfreulicherweise nicht gekommen ist. Soeben erhält die Feuerwehr einen Alarm von einem Pferdehof am Bührener Esch. Das Wasser läuft in die Pferdeställe. Die Helfer sind unterwegs.

22.38 Uhr: Die auswärtigen Einheiten lösen die örtlichen Feuerwehrkräfte, die seit Donnerstag im Dauereinsatz sind, ab. Nach Angaben der Feuerwehr sei das Umspannwerk am Heidewerk in Osnabrück (hier geht es zu einer Gesamtbilanz des Tages), das für die Stromversorgung der Stadt wichtig ist, zwar immer noch gefährdet, aber die Lage sei einigermaßen stabil.

22.14 Uhr: Beeindruckend, wie jetzt in den späten Abendstunden Feuerwehrkräfte aus anderen Landkreisen anrücken, um ihren erschöpften Kollegen zu helfen. Gerade sind Fahrzeuge aus den Kreisen Emden und Leer durch Osnabrück gerast. Auch aus anderen Regionen sind die ehrenamtlichen Helfer im Einsatz, um die Menschen im Raum Osnabrück, in Melle oder Bramsche in ihrer Notlage zu unterstützen.

22.07 Uhr: Mitglieder unserer Internetgemeinschaft OS-Nachbarn.de haben Bilder von den Überschwemmungen in Osnabrück und Umgebung in das Netzwerk eingestellt: http://bit.ly/cgSY3p Wenn auch Sie Fotos gemacht haben, melden Sie sich an und laden Sie Ihre Bilder bei OS-Nachbarn.de hoch! Wenn auch Sie Bilder gemacht haben, laden Sie sie in unserer Internetgemeinschaft OS-Nachbarn.de hoch!

20.43 Uhr: Die Bramscher Feuerwehr rückt gerade nochmal aus, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Der Pegel der Hase sei weiter angestiegen, teilt Stadtbrandmeister Amin Schnieder mit. Das Wasser steht jetzt bei 4,30 Meter. Noch hoffen alle auf eine ruhige Nacht. Und immer noch sind die Haseufer ausgesprochen belebt. Bei der NLWKN-Betriebsstelle in Alfhausen bleibt man weiter ruhig. Die Prognose lautet: Die Hase steigt noch etwas, aber immer langsamer. Wir erfahren, dass die Pegelstände oberhalb von Osnabrück bereits rückläufig sind. Das sind doch mal gute Nachrichten!

20.15 Uhr: Dank des Alfsees sind der Osnabrücker Nordkreis und das Emsland nicht akut von den Wassermassen im Oberlauf der Hase bedroht. Nach Angaben des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat der Speicher, der nach der Trockenheit im Juli nur mit etwa 1,2 Millionen Kubikmetern Wasser gefüllt war, noch ausreichendes Fassungsvermögen. Bisher stieg der Inhalt auf knapp zwei Millionen Kubikmeter. Das Zehnfache, genau 20,8 Millionen Kubikmeter, fasst der See maximal, so NLWKN-Sprecher Achim Stolz.  

20.03 Uhr: Die Firma Schoeller musste nach Angaben der Stadt Osnabrück zeitweise ihre Produktion einstellen.

20.00 Uhr: Nach Angaben der Stadt Osnabrück sind 50 Kräfte der Berufs- und 180 Kräfte der freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Zusätzlich hilft das THW mit 178 Männern und Frauen. Inzwischen treffen auch Feuerwehrleute aus dem Emsland, der Grafschaft Bentheim und Vechta ein, auch Bundeswehrsoldaten unterstützen die örtlichen Kräfte (der Überschwemmungstag im Video gibt es hier).

19.26 Uhr: Gute Nachrichten von der Alfhausener Betriebsstelle des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Der Pegel der Hase stagniert. Im Hauptbecken des Alfsees sind noch nicht einmal 20 Prozent des Möglichen gepeichert, auch da ist noch Kapazität. Dass in Hollage Wasser von der Hase in den Mittellandkanal gelaufen ist, dürfte für Bramsche auch für Entspannung gesorgt haben, meinen die Experten. Erinnerungen an 1986 werden wach: Damals brach der Deich in Hollage, und das Wasser aus dem Kanal floss in die Hase. Großes Überschwemmungs-Szenario damals in Bramsche!

18.58 Uhr: Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass die Hausanschlusskästen der von der Stromabschaltung betroffenen Osnabrücker überprüft und gesäubert werden, sobald sich die Lage entspannt hat. Die Stadtwerke empfehlen, die Hausinstallation vor dem Wiedereinschalten der Stromversorgung von einem Elektriker überprüfen zu lassen, um mögliche Gefahren auszuschließen. Das betrifft vor allem Häuser in Hellern.

18.23 Uhr: Kommt das Wasser oder nicht? Um diese Frage dreht sich in Bramsche zurzeit alles. Noch steigt der Pegel der Hase kontinuierlich an. Mittlerweile haben sich viele Menschen an der Hase versammelt und beobachten das Geschehen. Fotos vom Hochwasser werden geschossen. Mit bangen Blicken verfolgen die Verantwortlichen der Stadt die Entwicklung. Sollen sie Sand und Schotter am Haseufer aufschütten? Mitterweile sind Feuerwehrkräfte aus Bramsche und Ueffeln vom Hilfseinsatz in Hasbergen zurück. Seit 12 Stunden waren sie dort im Einsatz. Weitere Feuerwehrkräfte aus Achmer, Hesepe und Epe sind nach Wissingen "verliehen", um dort zu helfen.

18.10 Uhr: Die Stadt meldet, dass die Bürger in den betroffenen Osnabrücker Stadtteilen in der Woche von Montag, 30. August, bis Freitag, 3. September, ihre beschädigten Möbel mit Hausrat an die Straße stellen können. Aber Achtung: Die Abholung muss unter der Telefonnummer 0541/323-2697 in der Zeit von Montag bis Donnerstag, 8 bis 16 Uhr, und am Freitag,  8 bis 13 Uhr, oder per E-Mail: sperrmuellabfuhr@osnabrueck.de, angemeldet werden.

17.53 Uhr: Die Stadt Osnabrück meldet, dass der Hase-Pegel bislang noch nicht gefallen sei. Um 17.30 Uhr liegt der Stand noch bei 273 Zentimetern über normal. Gefährdet ist zurzeit noch das Umspannwerk Heideweg, das für die Stromversorgung der Stadt wichtig ist. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des THW sichern das Werk.

17.49 Uhr: Nach Angaben des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erreichte die Düte bei Wersen am Freitag ihren Höchststand von 355 Zentimetern, bislang waren 347 Zentimeter gemessen worden. Auch bei der Hase in Lüstringen gab es einen historischen Höchststand von 269 Zentimetern, vorher wurden 246 Zentimeter gemessen.

17.00 Uhr: Noch eine Veranstaltung muss leider ausfallen: Der 3. buw Sponsoren-Kick (Partie der „all stars“ des VfL Osnabrück vs. F.C. Real) der morgen in der Solartechnics-Arena in Lotte stattfinden sollte, ist abgesagt worden. Die Rasenflächen in der Solartechnics-Arena in Lotte sind durch die Wassermassen aufgeweicht.

16.25 Uhr: Die Freiwilligen Ortsfeuerwehren in Bramsche haben alle Hände voll zu tun. Eben erreicht die Helfer die Meldung, dass ihre Hilfe in Epe gefragt ist. Dort muss der Damm in der Straße Auf dem Stapelkamp mit Sandsäcken gesichert werden. In der Innenstadt ist die Lage nach wie vor ruhig.

16.20 Uhr: Der Campingplatz am Ludwigsee soll im Laufe des Abends evakuiert werden. Die Camper werden in der Sporthalle Westerhausen unterkommen.

16.12 Uhr: Ein Damm an der Düte bei der Möbelfabrik Wiemann ist gebrochen. Profis sind dabei, den Damm mit Schotter wieder abzudichten. Fotos gibt es hier.

16.11 Uhr: Die Lage an der Eisenbahnstraße und Glückaufstraße in Oesede entspannt sich weiter. Der Pegel sinkt. Drei Häuser sind noch auszupumpen.

16.10 Uhr: Der Wasserstand geht in Teilen des Landkreises zurück. An der Bifurkation, wo sich am Tage eine Seenplatte ausgebreitet hatte, hinterlässt das Wasser Massen von toten Mäusen. Ertrunken in ihren Erdlöchern.

16.09 Uhr: Kulturliebhaber können aufatmen: Die Kulturnacht in Osnabrück am Samstag findet definitiv statt.

16.07 Uhr: Der Meteorologe Günther Fleischhauer vom Deutschen Wetterdienst Hamburg hat offizielle Zahlen: Von 8 Uhr bis 8 Uhr sind in Osnabrück 128 Liter Regen gemessen worden, bis 15 Uhr am Freitag kamen noch einmal 12 Liter dazu. Bei einer Staulage wie derzeit seien aber punktuell deutlich höhere Werte möglich. Für die nächsten zwei Tage erwarten die Wetterfrösche wechselndes Schauerwetter mit weniger als 5 Liter pro Quadratmeter: „In zwei Stunden ist das Schlimmste sicher vorbei.“

16.00 Uhr: Nur fast totale Fußballruhe: Bad Rothenfelde, Dodesheide und Hollage sehen eine Chance, auf Kunstrasen um Punkte in der Landesliga zu spielen. Ebenso auf dem Kunstrasen der Illoshöhe: die VfL-Junioren in der Bundesliga gegen Werder Bremen am Sonntag ab 13 Uhr.

15.39 Uhr: Wo bleibt das Positive aus Bad Iburg? Alle Regenrückhaltebecken -  Tegelwiese, Waldkurteiche und Schwarze Wiese - haben standgehalten und dadurch Schlimmeres verhindert.

15.36 Uhr: Es kommen immer noch Schadensmeldungen herein. In Bad Iburg lief am Charlottenburger Ring eine Tiefgarage voll. Bilanz: An vier Fahrzeugen entstand Totalschaden. Die Feuerwehr Bad Iburg wurde zu über 20 Einsätzen allein im Ortsteil Bad Iburg gerufen. Zurzeit sei die Lage etwas entspannt, sagt die Feuerwehr, aber immer noch kritisch, denn die Wetterfrösche erwarten neue Regenfälle. Hört das denn gar nicht mehr auf?

15.35 Uhr: Lagebericht aus Bad Iburg. Seit Freitagmorgen, 2 Uhr, bis zur Mittagszeit waren 85 Einsatzkräfte aktiv. Beteiligt waren die Feuerwehren aus Bad Iburg, Glane, Bad Laer, Glandorf und Schwege. Es wurden ca. 4.000 Sandsäcke befüllt und verteilt. Der Thie in Glane stand unter Wasser und zahlreiche Keller sind vollgelaufen. Der Strom musste abgestellt werden. Inzwischen sind alle Keller in Glane leergepumpt.

15.33 Uhr: In Bramsche ist die Lage noch recht entspannt. Allerdings wird nach wie vor die Hase-Flutwelle erwartet. Die Feuerwehr ist mit allen verfügbaren Kräften unterwegs, um Anwohner und Geschäftsleute vor dem Wasser zu warnen. Es wird zunehmend leerer in der Stadt, wohingegen sich auf den Straßen Stau bildet. Viele wollen raus.

15.30 Uhr: Der Gartenschaustandort Schloss Ippenburg bleibt auch morgen leider geschlossen. Der Solepark mit SoleArena und Blumenhalle ist jedoch geöffnet.

15.29 Uhr: Bei Schloss Ippenburg in Bad Essen ist die Hunte über die Ufer getreten und hat die Parkplätze für die Landesgartenschau überflutet.

15.20 Uhr: „Land unter“ melden nach dem dauerhaften Starkregen die Sportplätze in der Region. Die Fußballkreise Osnabrück-Land und –Stadt haben daraufhin sämtliche Spiele der Herren, Damen und Jugend auf Kreisebene für das Wochenende abgesagt. Ebenfalls nicht stattfinden werden die Spiele in der Herren-Bezirksliga 5.

15.02 Uhr: Der Damm, der Hase und Stichkanal nördlich von Osnabrück trennt, ist gottlob nicht gebrochen - sondern einfach zu niedrig. Wie der Katastrophenstab gerade mitteilt, ist die Hase dort über die Ufer getreten und ergießt sich in den Kanal.

15.00 Uhr: Der geschäftsführende Gesellschafter der Firma Wiemann in Oesede hat soeben mitgeteilt: Die Produktion wird fortgesetzt!

14.54 Uhr: In Hollage soll es tatsächlich zu einem Dammbruch gekommen sein. Noch ist nichts Genaues bekannt.

14.53 Uhr: Die Malteser retteten die hochwertigen, medizinischen Geräte aus den Fahrzeugen – und machten sich sofort wieder an die Arbeit, anderen Menschen in Not zu helfen. Hut ab!  

14.50 Uhr: Auch die Helfer hat’s erwischt. Die Malteser in Oesede sind von den Wassermassen überrascht worden. Drei Fahrzeuge, darunter ein fast neuwertiger Krankenwagen und zwei Rüstwagen für Katastrophenfälle, standen in der Garage am alten Oeseder Bahnhof, als die Düte über die Ufer trat. Der Stadtbeauftragte Norbert Wemhoff schätzt den Schaden auf 70.000 Euro. 

14.46 Uhr: Hallo Fußballfreunde, ihr müsst jetzt tapfer sein: Der Ball ruht am Wochenende. Alle Spiele der Senioren, Frauen, Junioren und Juniorinnen sind abgesagt!

14.45 Uhr: Ein Kollege meldet einen Dammbruch in der Nähe der Hollager Schleuse.

14.43 Uhr: In Hellern entspannt sich anscheinend die Lage. Jetzt beginnt das große Aufräumen.

14.39 Uhr: Der Mittellandkanal in Bad Essen ist randvoll, meldet ein Kollege aus dem Urlaub.

14.24 Uhr: Die Geschäfte am abgesoffenen Düte-Kreisel in Oesede melden: Ab Samstag sind alle Läden wieder geöffnet. Im Lebensmittelgeschäft Dütmann läuft der Betrieb schon jetzt weiter.

14.17 Uhr: Im Alfsee ist noch Platz für die Wassermassen aus Osnabrück und Umgebung. Nach Angaben des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) besteht derzeit keine Überschwemmungsgefahr für das Emsland. Sprecher Achim Stolz: „Das aktuelle Hochwasser hat lokalen Charakter.“ Betroffen sind neben dem Osnabrücker Land, das nördliche Nordrhein-Westfalen mit den Flüssen Steinfurter Aa, Vechte und Dinkel sowie die Region Hannover und das Schaumburger Land. 

14.09 Uhr: Stadtsprecher Jürgensen klärt auf: An der Großen Schulstraße ist es zu Stromausfällen gekommen. Deshalb können dort keine Pumpen eingesetzt werden. Die Stadt bietet deshalb den Menschen an, sie mit Boot und Bus ins trockene Evakuierungszentrum zu bringen.

14.05 Uhr: Die OPG teilt mit, dass das Parkhaus Vitihof für voraussichtlich eine Woche geschlossen bleibt. In der Nacht war das Untergeschoss der Garage überflutet worden. Die Kanalisation in diesem Bereich war kollabiert, das Regenwasser konnte nicht mehr in die Hase abfließen. Auf der untersten Parkfläche steht das Wasser noch immer einen Meter. Ein Pkw ist betroffen. Weitere Autos stehen auf den höheren Ebenen. Die Fahrer kommen derzeit nicht an ihre Wagen heran.

14.00 Uhr: Dramatische Entwicklung in Hellern: Der Strom ist abgestellt, die Häuser an der Großen Schulstraße sollen evakuiert werden. Die Bewohner werden vermutlich mit Booten abgeholt und ins Evakuierungszentrum in der Gesamtschule Schinkel gebracht.  

13.48 Uhr: Schade. Die für heute geplante Aufführung „Betty und ihre Schwestern" auf der Waldbühne Kloster Oesede muss leider ausfallen, da die Bühne unter Wasser steht.

13.34 Uhr: Alarmmeldung für Bramsche. Der Krisenstab erwartet für die Hasestadt am Nachmittag eine Flutwelle. Bewohner in tieferliegenden Gebieten werden aufgefordert, ihre Keller auszuräumen und Autos in Sicherheit zu bringen!

13.25 Uhr: Ingrid und Volker Pantke, Anlieger der Bahnhofstraße, freuen sich normalerweise über ihren großen Garten mit Teichanlagen, in denen große Koi-Karpfen und etwa zehn Diamantstöre schwimmen. Am frühen Morgen waren diese Gartenteiche übergelaufen. Die Fische schwammen im Garten bis zur Terrasse. Die Chancen, die teuren Fische wieder einzufangen, schätzte Ingrid Pantke als gering ein. Um 12 Uhr drohte das Wasser ins Wohnzimmer zu laufen.

13.20 Uhr: Bissendorf: Nach eindringlichem Zureden der Feuerwehrleute verließ eine Familie ihr Haus an der Kleinen Mühlenstraße. Das Wasser war gegen 3 Uhr in das Erdgeschoss eingedrungen und stand am Morgen über 50 cm. hoch. Die Familie hatte seit Stunden keinen Strom, kein Wasser, keine Toilette. Die Möbel, Elektrogeräte und alle Einrichtungsgegenstände sind zerstört. Das Ehepaar wollten heute ihre Hochzeitsreise nach Norwegen antreten.

13.15 Uhr: Zwischenzeitlich bestand die Gefahr, dass die Gasversorgung in Hagen hätte abgestellt werden müssen. Die Gefahr sei gebannt, heißt es.

13.11 Uhr: Schätzung der Gemeinde Hagen: 200 bis 250 Keller sind im Gemeindegebiet vollgelaufen.

13.10 Uhr: Die Kindergrippe der Kita St. Marien in Oesede sollte im Oktober bezogen werden. Das wird jetzt wohl nichts. Die Maler müssen noch einmal kommen.

13.00 Uhr: Am Gretzmannsesch in Hagen ist ein Baum umgestützt. Weitere Bäume müssen wahrscheinlich gefällt werden, weil der Boden aufgeweicht ist.

12.59 Uhr: Die Kinder haben ihren Spaß. In Sutthausen radeln sie mit Karacho durch die kniehohen Seen auf den Straßen.

12.55 Uhr: Rund um das Marienheim in Sutthausen hat sich eine Seeplatte gebildet. Der Garten ist überflutet. Zum Schutz der Schulgebäude wurden Wälle aus Sandsäcken errichtet.

12.54 Uhr: Die Papierfabrik Schoeller befürchtet Probleme mit der hauseigenen Kläranlage, nachdem die Anlage in Belm den Geist aufgegeben hat.

12.53 Uhr: Auch auf der Strecke des Haller Willem gibt es Behinderungen. Die Züge haben Verspätung.

12.28 Uhr: Unser Fotograf Gert Westdörp steht an der Lengericher Landstraße bis zur Unterhose im Wasser.

12.27 Uhr: Im Wiggert im Stadtteil Hellern schwappt die Brühe jetzt schon in die Wohnungen.

12.25 Uhr: In der Eisenbahnstraße in Oesede ist heute Nacht eine Frau mit Herzrhythmus-Ströungen in einem Schlauchboot gerettet und ins Krankenhaus gebracht worden.

12.22 Uhr:  „Was ist das gegen Pakistan?“, sagt der GMHütter Feuerwehrchef. Aber schlimm genug ist es hier trotzdem. Übrigens: Der Verkauf im Lebensmittelladen Dütmann im Dütezentrum geht weiter. 

12.20 Uhr: Meldung von der Feuerwehr GMHütte: Der Pegel der Düte sinkt langsam.

12.17 Uhr: Die Garagen am Sutarb sind zum Teil über einen Meter vollgelaufen. Und in den Garagen die Autos: voll Schlamm, Dreck, Wasser.

12.15 Uhr: Die Wassermassen haben im Sutarb den direkten Weg an den Häusern vorbei gesucht. Eine private Pflasterstraße ist aufgewühlt, als hätte ein riesiger Maulwurf gewütet.

12.14 Uhr: Jetzt gewinnen wir auch einen Überblick über die Lage in Kloster Oesede: In der Straße Im Sutarb im Dütetal sind mehrere Häuser betroffen.

12.10 Uhr: Wenn’s schlimm kommt, ist die  Belmer Kläranlage für die nächsten Wochen außer Betrieb. Experten sagen, es dauert lange, bis die Anlage nach so einem Zwischenfall die volle Reinigungskraft wieder erlangt hat. Keine gute Nachricht für die Fische in der Hase…

12.06 Uhr: Über den Belmer Bach ergießt sich jetzt das ganze ungeklärte Schmutzwasser in die Hase.

12.04 Uhr: So ein Sch… die Kläranlage in Belm ist übergelaufen!

11.53 Uhr: Ach ja, das Festival „Hütte rockt“ findet übrigens statt!

11.52 Uhr: Respekt, das sind ganz schön harte Typen, die gestern Abend mitten im dicksten Regen ihre Zelte aufgebaut haben. Es ist „Hütte rockt“ angesagt. Da wird gezeltet und gefetet – egal, wie das Wetter ist. 

11.51 Uhr: Ikea rüstet sich für die Flut. Der Wasserstand der Düte ist alarmierend. 30 Zentimeter noch, sagen Augenzeugen, dann geht’s über die Ufer. Ikea grenzt unmittelbar am Überschwemmungsgebiet der Düte.

11.45 Uhr: Die Lengericher Landstraße ist gesperrt.

11.32 Uhr: Chaos auf den Straßen: In Hasbergen und Hellern sind fast alle Wege nach Osnabrück gesperrt. Selbst für unseren Fotografen gibt es kaum ein Fortkommen.

11.21 Uhr: In Teilen Hellerns bricht das Chaos aus. Die Regenrückhaltebecken können kein Wasser mehr aufnehmen. Die Fluten schwappen zurück in die Straßen und strömen in Hauseingänge und Keller.

11.20 Uhr: Wir dachten, die Lage würde sich entspannnen. Das war ein große Irrtum

11.18 Uhr: Übrigens: es war der erste Katastrophenalarm in der Nachkriegszeit. Daran kann man ablesen, wie dramatisch die Situation in der Nacht war.

10.50 Uhr: Als gäbe es heute nicht genug schlechte Nachrichten: Jetzt kommt von der Polizei die Meldung, dass es einen Mordfall gegeben hat. An der Bohmter Straße ist ein Mann tot aufgefunden worden. Wir berichten, sobald wir mehr wissen.

10.46 Uhr: Der Südkreis ist bislang relativ glimpflich davon gekommen. Dennoch: In Dissen und Bad Rothenfelde sind zahlreiche Keller voll gelaufen, die Feuerwehren waren die ganze Nacht im Einsatz. In Bad Iburg (u.a. Glaner Bach über die Ufer getreten, Keller vollgelaufen) unterstützten die Wehren aus Bad Laer, Glandorf und Schwege. Diese Orte waren kaum von Überschwemmungen  betroffen. Dort verwandelten sich lediglich die Äcker in Seenlandschaften.

10. 44 Uhr: Am Dütetal sind vier Häuser abgesoffen. Ein Ehepaar musste in der Nacht das Haus verlassen und fand Zuflucht bei Verwandten.

10.39 Uhr: Ein Anlieger der Straße Am Dütetal in Sutthausen ist sauer. Er hatte die Feuerwehr in der Nacht zu Hilfe gerufen, doch die war völlig überlastet und konnte die Hilfseinsätze nur nach und nach abarbeiten.

10.33 Uhr: Ein Rergenrückhaltebecken in Ibbenbüren-Esch ist übergelaufen. Das Wasser hat ein Stellwerk geflutet und lahmgelegt. Die Züge Richtung Rheine enden in Osnabrück. Die Reisenden werden mit Bussen nach Rheine gebracht. Fernzüge werden weiträumig umgeleitet, dadurch entstehen Verspätungen von über einer Stunde.

10.32 Uhr: Die Bahnlinie Osnabrück – Rheine ist gesperrt

10.25 Uhr: Schauen Sie mal nach draußen: Es regnet wieder!

10.21 Uhr: Dem Wetterradar nach zu urteilen, hat der Raum Osnabrück den schlimmsten Regen überstanden.

10.19 Uhr: Ein bisschen scheint sich die Lage zu beruhigen. Der Blick in den Himmel verheißt aber nichts Gutes: Es ziehen immer noch dunkle Wolken auf.

10.17 Uhr: In Osnabrück rollt der Busverkehr fast wieder normal. Nur die Linie 9, die über die Mindener Straße führt, wird eingeschränkt bedient. Malbergen kann wieder angefahren werden.

10.11 Uhr: An der Bergstraße in Hagen fangen die Hausbesitzer an, die Keller auszuräumen. Bei einigen stand die Brühe 1,20 Meter hoch. Die Lebensmittel in den Kühltruhen sind hin.

10.09 Uhr: Die historische Dallmühle in Hagen an der Bergstraße hat es schwer erwischt. Der Goldbach hat den Keller des alten Sägewerks bis zur Decke gefüllt. Das Wasser stand im Erdgeschoss knöchelhoch.

10.08 Uhr: In Belm-Icker hat unser Leser Klaus-Dieter Goldmann mit seinem Regenmesser einen Niederschlag von 176 Liter Wasser gemessen: „Der Icker Bach läuft quer über die Felder.“

10.05 Uhr: Klar, dass die Busse bei den vielen gesperrten Straßen nicht nach Fahrplan fahren können.

9.45 Uhr: Feuerwehrleute paddeln in Schlauchbooten durch die Straßen.

9.43 Uhr: Wenn es nicht so bitter wäre, könnte man Oesede doch glatt mit Venedig vergleichen.

9.40 Uhr: Die Hunte ist am Schloss Ippenburg über die Ufer getreten. Der Parkplatz der Landesgartenschau ist gesperrt, das Ippenburger Gelände der Landesgartenschau bleibt heute geschlossen.

9.35 Uhr: Der Krisenstab im Kreishaus hat Hilfe angefordert. Technisches Hilfswerk aus Oldenburg und Cloppenburg ist in Osnabrück eingetroffen. So genannte Fachzüge aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland sind unterwegs.

9.30 Uhr: Beim Baumarkt  Hornbach wird eine Solidaritätsaktion organisiert: Aus den nächstgelegenen Filialen wird gegen Mittag eine Lieferung von etwa 50 zusätzlichen Schmutzwasserpumpen und Trockensaugern erwartet.

9.28 Uhr: Schlimm getroffen hat es die Familien an der Bergstraße in Hagen.

9.26 Uhr: Gute Nachricht für alle Einsatzkräfte: Die Sondereinsatzgruppe SEG richtet auf dem Schulhof in Hagen zwei Feldküchen ein.

9.25 Uhr: Zwischenbilanz von OB Pistorius: 500 Keller sind in Osnabrück vollgelaufen und zahlreiche Straße überflutet. Er dankt allen Helfern, die die ganze Nacht im Einsatz waren.

9.24 Uhr: In der Wüste liegen die ersten Sperrmüll-Haufen vor der Tür. Besorgte Bürger fragen sich: Wann wird die Sperrmüll-Abfuhr kommen? Müssen wir dafür Termine beantragen und kostet die Abfuhr auch im Katastrophenfall noch die 29 Euro Abfuhrgebühr?

9.20 Uhr: In Rulle ist die L 109 zwischen Icker und Wallenhorst gesperrt. Die Nette ist hier weitläufig über die Ufer getreten und hat eine wahre Seenlandschaft gebildet. Auch zahlreiche Nebenstraßen sind nicht passierbar.

9.15 Uhr: Aktueller Lagebericht aus Gesmold: Am Hörstenweg wurden mehrere Wohnungen überflutet.

9.12 Uhr: Schlamm auf der Straße ist ärgerlich, aber Wasser im Keller viel schlimmer. In Oldendorf hat es ganze Siedlungen getroffen. Die Keller stehen zum Teil „randvoll“, wie unser Mann vor Ort berichtet.

9.11 Uhr: In Melle-Oldendorf sind zahlreiche Straßen völlig verschlammt.

9.10 Uhr: Der Dammbruch hatte schlimme Folgen für die Metallbaufirma Neuero. Das Wasser überflutete die mehrere tausend Quadratmeter großen Betriebsflächen. Produziert wird zurzeit nicht.

9.07 Uhr: Katastrophenstimmung auch im Raum Melle. In Buer ist ein Damm am Suttbach gebrochen.

9.02 Uhr: Auch beim Landmaschinenhersteller Rabe Agri in Bad Essen ruht die Produktion. Fabrikhallen und Büros stehen teilweise unter Wasser. Die Flut ergoss sich vom Berg auf das Betriebsgelände.

9.00 Uhr: Hier die Helfer-Statistik: Aktuell sind in Osnabrück 50 Kräfte der Berufsfeuerwehr, 180 freiwillige in den Ortsfeuerwehren sowie 178 Männer und Frauen beim THW im Einsatz. Bislang wurden von ihnen über 400 Einsätze abgearbeitet. Die Warteschlange ist lang….

8.57 Uhr: Wasserverband hat die Lage in Bad Essen-Wehrendorf bei Tageslicht geprüft. Das Regenrückhaltebecken wird geleert und verstärkt. Die Familien können in ihre Häuser zurück.

8.54 Uhr: Es war eine unangenehme Nacht für die Wehrendorfer Familien. Gegen  3 Uhr hieß es: Bitte, verlassen sie ihr Haus, das Regenrückhaltebecken droht zu brechen. Etwa 70 Menschen fanden in der Grundschule Wehrendorf Unterschlupf. Das Rote Kreuz aus  Vehrte und Bad Essen versorgte sie.

8.53 Uhr: Jetzt kommen auch Meldungen aus Bad Essen, wo es heute Nacht auch aus Kübeln gegossen hat. Mehrere Familien in Bad Essen-Wehrendorf mussten ihre Häuser verlassen.

8.52 Uhr: Der Pegelstand der Hase in Lüstringen steht bei 2,54 Meter. Bislang höchster jemals gemessener Stand war 2,40 Meter.

8.50 Uhr: Das Freibad in Hagen ist um 40 Zentimeter überschwemmt, das Becken mit Schlamm und Geröll geflutet. Die Freibad-Saison ist ab sofort beendet. Das Hallenbad hat zwar Wasser im Keller, ist jedoch gesichert.

8.48 Uhr: Wer geplant haben sollte, heute die Landesgartenschau zu besuchen, muss sich etwas anders vornehmen. Sie bleibt heute geschlossen.

8.40 Uhr: Viele berufstätige Eltern wissen nicht, wer ihre Kinder heute betreuen soll, weil die Schule ausfällt. Viele Schulen richten eine Art Notdienst ein.

8.39 Uhr: Die Wiemänner in Oesede sind fassungslos. Sie versuchen, sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen.

8.37 Uhr: Dramatische Nachrichten aus Oesede: Die Produktionshallen der Firma Dütmann sind wohl noch stärker betroffen als zunächst befürchtet. Ein einsames Auto auf dem Parkplatz des Dütezentrums steht bis zu den Scheiben unter Wasser.

8.35 Uhr: Keine Panik: Ikea steht auf dem Trockenen. Die Felder rundherum sind unter den Düte-Fluten verschwunden. Aber Parkplatz und Möbelhaus sind bislang nicht betroffen.

8.32 Uhr: Muss man sich sorgen um Ikea machen? Das Möbelhaus und der Parkplatz stehen hart an der Grenze zum Überschwemmungsgebiet der Düte.

8.31 Uhr: In hunderten Haushalten dürfte heute das große Aufräumen anstehen. Beim Abfallwirtswirtschaftszentrum auf dem Piesberg wird heute und in den nächsten Tagen sicher einiges los sein.

8.30 Uhr: Die Lengericher Landstraße ist wegen der überschwemmten Dütebrücke bei Wiemeyer gesperrt. Autofahrer kommen hier nicht nach Osnabrück.

8.22 Uhr: Der Wilkenbach in Hellern führt zwei Meter höheres Wasser als normal. Auf den tiefer liegenden Wiesen stehen die Kühe bis zum Bauch im Wasser.

8.21 Uhr: Die Kneipe an der Ecke Tannenkamp/ Lerchestraße ist besonders betroffen. Das Wasser soll hier im Keller bis zur Türklinke gestanden haben.

8.20 Uhr: Ein betroffener Kollege berichtet: Knietief stand das Wasser in seinem Keller. Die Feuerwehren aus Haste und Eversburg waren bis zur körperlichen Erschöpfung im Einsatz. Ein Riesenkompliment an die Helfer, sagt er.

8.15 Uhr: Ein Blick an den Tannenkamp im Stadtteil Dodesheide: Fast alle Keller an der Straße sind vollgelaufen.

8.12 Uhr: Ein Anrufer aus der Mackensenstraße, der 30 Zentimeter Wasser im Keller hat: "Wir haben bis 4 Uhr auf die Feuerwehr gewartet."

8.10 Uhr: In der Wüste stehen reihenweise Keller unter Wasser.

8.07 Uhr: Am Düte-Kreisel in Oesede ist die Hölle los. Der Lebensmittelmarkt Dütmann hat den Eingang mit Sandsäcken verbarrikadiert. Die Möbelfirma Wiemann hat die Produktion eingestellt. Im Erdgeschoss des Düte-Cafes steht das Wasser hüfthoch, meldet unsere Fotografin.

8.06 Uhr: Es hat aufgehört zu regnen. Die Lage entspannt sich dadurch nicht.

8.05 Uhr: Die Haseniederung bei Gesmold ist eine einzige Seenplatte, berichtet unser Kollege aus Melle.

8.00 Uhr: Pech für die Drachenfreunde. Wie Melles Bürgermeister Andre Berghegger gerade mitteilt, ist das Flugplatzgelände unweit der A 30 abgesoffen. Das Drachefest 2010 fällt buchstäblich ins Wasser.

7.51 Uhr: Drachenfest in Melle abgesagt

7.50 Uhr : Die Hase hat das Wehr der Pernickelmühle überschwemmt. Der Pegelstand steht bei 2.48 Meter, höher als jemals zuvor gemessen wurde.

7.45 Uhr: An der Gummiwiese in Hagen fassen die Abläufe die Wassermassen nicht mehr. Umliegende Häuser wurden überschwemmt. Ein Anwohner: "Bei uns steht das Wasser wohl 30 Zentimeter hoch."

6.00 Uhr: Vorläufige Bilanz der Feuerwehr: Etwa 3000 Kräfte wurden zu mehr als 1000 Einsätze gerufen. Auch in der Stadt Osnabrück gab es zahlreiche Notrufe wegen vollgelaufener Keller. Es gab nach ersten Erkenntnissen keine Verletzten.

5.00 Uhr: Katastrophenalarm bedeutet automatisch, dass Schüler heute ausschlafen können, die Schule fällt aus.

4.30 Uhr: Die Feuerwehr meldet: Zentraler Kreisel in Georgsmarienhütte. Die Düte läuft hier über.

4.15 Uhr: Die A 30 wird zwischen Sutthausen und dem Südkreuz gesperrt.

4.10 Uhr: Auch die Anschlussstelle Georgsmarienhütte an der A 30 ist überflutet. Die Ausfahrt wird gesperrt.

4.00 Uhr: Die Stadt löst Katastrophenalarm aus. Der Pegelstand der Hase erreich 2,40 Meter über normal.

3.55 Uhr: Auf der A 30 bei Nahne steht das Wasser 40 Zentimeter hoch. Drei Autofahrer sind mit ihren Autos in den Fluten stecken geblieben.

23.00 Uhr: Die B 51 Richtung Georgsmarienhütte ist teilweise unpassierbar.


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  Leserkommentare

 
Marion W., Dienstag, August 31, 2010 um 09:49 Uhr Dodesheide Wär schon schön, wenn wenigstens endlich der Keller abgepumpt würde, vorher kann ich nichtmal den nassen Sperrmüll an die Straße stellen. Auch ist draußen immer noch der Gulli verstopft, so daß das Wasser gar nicht ablaufen kann, was draußen steht und bei jedem Regenschauer läufts wieder in den Keller.

 
Lena M., Montag, August 30, 2010 um 03:09 Uhr Natur da sieht man mal wieder das der mensch nicht die gewalt über das wasser hat sondern das wasser die gewalt über uns hat das menschen auch alles umbauen müssen ..was die natur jahretausende lang gemacht hatt ..nicht das wetter is für diese Katastrophe verantfortlich sondern die menschen.
es wird sicher nicht das letzde mal sein was in den vergangenen tagen passiert is ..ich blicke mit einen blauen auge auf den winter und herbst

 
Daniela Z., Samstag, August 28, 2010 um 17:00 Uhr Verlauf der Hase http://de.wikipedia.org/wiki/Hase_%28Fluss%29

ist doch logisch,dass die hase bei bramsche noch steigt. die hase entspringt in wellingholzhausen, läuft grob gesagt bis zum alfsee (und dann noch weiter). es geht hier doch darum, dass wasser ohne noch größere Probleme endlich im alfsee ankommen zu lassen, der laut medien noch große auffangkapazitäten hat. von daher wird gegend bramsche wohl als letztes ruhig. der fluss folgt eigentlich seinem Lauf ist nur mit der großen wassermenge überfordert und alle Ufer werden überschwemmt.
Ich denke, wir haben erst mal glück,dass es heute nicht so viel regnet, damit die hase möglichkeit hat erst mal kurz ein bisschen wasser in rieste abzulassen. somit kann sich auch die
düte entspannen, die in/bei Osnabrück in die hase mündet.

http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCte

wieviel wasser dann morgen noch kommt - mal schauen.

Aber ich denke, dass die schwachpunkte der lokalen natürlichen entwässerung sich herauskristallisiert haben und alle Helfer und teams !VIELEN DANK AN DIESER STELLE! ganz gut eingespielt sind, auch wenn müde.
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