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Grönegau versinkt im Wasser
Melle. Solche Niederschläge hat es im Grönegau in den vergangenen Jahrzehnten nur selten gegeben. Seit Donnerstagvormittag gingen sintflutartige Regelfälle auf den Landstrich zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald nieder – und bei Redaktionsschluss zeichnete sich ein Ende der Lage noch nicht ab. Im Gegenteil!
„Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes für unsere Region gilt zunächst bis Freitagvormittag“, berichtete Feuerwehr-Pressesprecher Ludger Flohre. Bis dahin sei weiterhin mit Starkregen zu rechnen.
Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes (THW) sollte das Unwetter nicht ohne Folgen bleiben. Nachdem es am Nachmittag zunächst zu kleineren Einsätzen für die Mitglieder der Ortsfeuerwehren Melle-Mitte und Oldendorf gekommen war, wendete sich das Blatt bei Einbruch der Dunkelheit. Zu diesem Zeitpunkt war es in etlichen Gebieten des Grönegaues zu überfluteten Kellern gekommen. „Derzeit sind Aktive der Ortsfeuerwehren Melle-Mitte, Bakum, Altenmelle, Neuenkirchen, Wellingholzhausen, Bruchmühlen, Niederholsten und Oldendorf im Einsatz“, erklärte gegen 21 Uhr stellvertretender Stadtbrandmeister Rainer Schlendermann, der zusammen mit Ludger Flohre und Holger Krömker einen Teil der Einsätze in einer eigens eingerichteten mobilen Leitstelle koordinierte.
In einigen Bereichen führten verschlammte Straßen zu chaotischen Verkehrsverhältnissen. So beispielsweise auf der Osnabrücker Straße in Oldendorf, wo Anwohner zur Selbsthilfe griffen. Um ein Eindringen des breiartigen Erdreichs in ihre Häuser zu verhindern, griffen sie zu Schaufeln und Hochdruckreinigern. Im Bereich der Straße Lüningsteich in Westhoyel kam es zeitweilig zu massiven Überflutungen, die ebenfalls Verkehrsbehinderungen nach sich zogen. Eine Entspannung der Lage zeichnete sich auch um 22 Uhr noch nicht ab. Es goss weiterhin wie aus Kübeln.
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