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71 Liter auf einen Quadratmeter
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Gestern: Land unter in der Stadt und der Region Osnabrück

71 Liter auf einen Quadratmeter

rll/dk/gre Osnabrück. Letzte Schleusung vor der Sintflut: Das vom Regen nicht gerade vernachlässigte Osnabrück geriet am Donnerstag in den Strudel eines besonders ambitionierten Tiefdruckgebiets. 71 Liter pro Quadratmeter in 12 Stunden meldete der Deutsche Wetterdienst um 20 Uhr. Da blieb es nicht aus, dass Keller vollliefen, Straßen überflutet wurden und an einigen Stellen sogar die Erde abrutschte.

 
 
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Ein Sturzbach ergießt sich talwärts: Gegen die Brühe mit Erde von einem frisch gepflügten Acker konnte die Feuerwehr nichts ausrichten. Foto: Hajo Wöhrmann 1000 Sandsäcke füllte das Technische Hilfswerk vorsichtshalber auf Bitten der Osnabrücker Feuerwehr. Foto: Jörn Martens Erdrutsch an der A 1 Richtung Süden bei Wallenhorst an der Böschung, Foto: Ursula Holtgrewe Gut beschirmt zu sein war wichtig. Am besten aber mit dem Auto unterwegs. Fotos (3): Jörn Martens Gut verpackt noch besser. Gut eingepackt: Frauchen mit Hund. Foto: Jörn Martens Überschwemmung in Hagen: Durch den Starkregen wurden größere Massen Schlamm von einem Acker am Jägerberg, über den ehemaligen Schützenplatz am Schultenholz in eine nahegelende Siedlung gespült. Foto: Thorsten Wöhrmann In Sturzbächen floss das Wasser durch Gärten in die Keller. Mit Pumpen und Schaufeln kämpften die Wehrmänner der Ortsfeuerwehr Hagen gegen die Wassermassen, die von den Äckern über die Grundstücke in die Straße " Im Siek" abflossen. Foto: Wöhrmann Die Feuerwehr in Hagen ist vor allem damit beschäftigt, Keller in der Siedlung "Im Siek" leer zu pumpen. Foto: Wöhrmann Schlammmassen in Hagen auf der Straße "Am Jägerberg". Foto: Wöhrmann Schlammmassen in Hagen auf der Straße "Am Jägerberg". Foto: Wöhrmann Auch in Osnabrück will der Regen am Donnerstag nicht enden. Foto: Martens Als Fahrradfahrer ist man hier jedenfalls nicht sehr gerne unterwegs. Es sei denn, ... Foto: Martens man ist gut gerüstet. Wie hier oder nocb besser... Foto: Martens hier. Foto: Martens Aber nicht nur die Menschen wappnen sich gegen das Wetter. Hier gehen Hund und Frauchen gleich im Partnerlook. Foto: Martens Der THW rüstet für den Notfall und füllt vorsichtshalber Sandsäcke auf. Foto: Martens Foto: Martens Gullis laufen über - die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Foto: Martens Ob die Regenkleidung diesen Rollerfahrer wirklich schützt? Foto: Martens Ein trostloser Blick auf den Osnabrücker Dom. Foto: Martens Die Autobahnabfahrt Nord an der Autobahn 1 stand unter Wasser. Foto: Pfeiffer-Holtgrewe Schlammmassen rutschten an der Autobahn 1 einen Abhang herunter. Foto: Pfeiffer-Holtgrewe

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Nach Auskunft der Rettungsleitstellen von Stadt und Landkreis konzentrierten sich die Einsätze der Feuerwehren vor allem auf Hellern, Hasbergen und Hagen. Die Autobahnabfahrt Nord an der A1 stand zeitweise unter Wasser. Mit Schaufeln und Baggern legten Mitarbeiter der Straßenmeisterei einen Bypass. Nicht weit davon entfernt rissen die Wassermassen einen Teil des Damms mitsamt der Grasnarbe mit sich.

Im Landkreis verzeichnete die Gemeinde Hagen die schwersten Schäden. Auf 500 Meter Länge geriet ein Hang am Jägerberg ins Rutschen. Ein Sturzbach mit der frisch gepflügten Erde eines Ackers ergoss sich talwärts bis zum Schulzentrum. Nebenan an der Straße Im Siek lief die braune Brühe sogar in einige Keller.

Die Feuerwehren waren zeitweise im Dauereinsatz, um die Untergeschosse leer zu pumpen. Auch in Osnabrück: Im Gewerbegebiet am Schürholz in Hellern mühte sich Einsatzleiter Uwe Kemper von der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte mit sechs Kollegen und drei Einsatzfahrzeugen, einen vollgelaufenen Keller mit Elektroverteilung leer zu pumpen.

„Das Wasser ist in einen Lichtschacht und durch ein Fenster hinuntergelaufen. Im Keller stand es etwa20 Zentimeter hoch. Weil dort die Elektroverteilung installiert ist, haben wirsofort eine Tauchpumpe eingesetzt“, erklärte Kemper. Zudem sei das betriebseigene Regenrückhaltebecken derart voll-gelaufen, dass es mit einem Löschfahrzeug geleert wurde.

Nach einer kurzen Entspannung am Nachmittag setzten am Abend wieder kräftige Schauer ein. Um mögliche Überschwemmungen abzuwenden, orderte die Feuerwehr vorsorglich beim Technischen Hilfswerk 1000 Sandsäcke. Gefüllt wurden die Leinensäcke am Nachmittag von 25 freiwilligen Helfern.

Die Regenrückhaltebecken der Stadt sind nach den Dauerniederschlägen teilweise bis an die Oberkante gefüllt. Nach Auskunft von Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer ist auch das Fassungsvermögen der Gräben erschöpft, sodass es bei weiteren Regenfällen zum Rückstau kommen könnte.

Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach hat für die Stadt und den Landkreis Osnabrück eine Unwetterwarnung herausgegeben: Die Meteorologen rechnen mit weiteren ergiebigen Regenfällen.


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