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Autor: Jürgen Ackmann 24. August 2010 14:20 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

„Fürsten Forest“: Ein Ferien- und Freizeitpark in der Entwicklung – Offiziersheim wird umgebaut

Ab in das Gelände

ja Fürstenau. Es wird geplant und gebaut: Langsam nimmt der Ferien- und Freizeitpark der drei niederländischen Investoren in Fürstenau – seit Kurzem „Fürsten Forest“ genannt – Formen an. Bis 2015 sollen eine Reihe von Großprojekten abgeschlossen sein.

 
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Der Fahrspaß für Freunde von Geländewagen ist garantiert. Das Foto zeigt den Projektbegleiter Cees Meekers und Fürstenaus Bürgermeister Herbert Gans, der das Gelände noch gut aus seiner Zeit als Soldat kennt. Beide haben im Frühjahr eine Tour auf dem ehemaligen Kasernengelände gemacht.Fotos: Jürgen Ackmann Das Gebäude der ehemaligen Offiziersheimgesellschaft wird derzeit umgebaut. Das Foto zeigt Stadtdirektor Peter Selter und Projektmanager Jan Koers, Foto: Samtgemeinde Ab in die Matsche: Vom Geländewagen ist die große Sandgrube zu sehen, die die Investoren für ihren Park hinzugekauft haben. Hier können Interessierte ihre Fahrzeuge testen.

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Ein Anfang ist bereits gemacht. In diesem Jahr haben die Investoren bekanntlich unter anderem einen Campingplatz auf dem ehemaligen Kasernengelände sowie eine Off-Road-Strecke mit Holzbrücke, Sandgrube und Seedurchquerung für Geländewagen in Betrieb genommen. Speziell für dieses Projekt gibt es eine befristete Genehmigung von zwei Jahren. Nun haben die Niederländer begonnen, das ehemalige Gebäude der Offiziersheimgesellschaft für gastronomische Zwecke umzubauen.

Für weitere Projekte müssen erst noch die Genehmigungen der Behörden vorliegen, wie Stadtdirektor Peter Selter berichtet. In Planung ist unter anderem ein naturnaher 18-Loch-Golfplatz, für den es bereits mögliche Betreiber gibt. Für dieses Vorhaben bereitet die Stadt derzeit die Bebauungspläne vor. Am Dienstagabend traf sich zu diesem Zweck unter anderem der Verwaltungsausschuss der Kommune. Darüber hinaus ist der Bau von 200 bis 300 Ferienwohnungen geplant, deren Gäste dann natürlich auch den Golfplatz nutzen könnten.

Weiterhin ist der Umbau beziehungsweise Abriss von weiteren Kasernengebäuden geplant. Vorgesehen sind Übernachtungsmöglichkeiten in mehreren Kategorien. Später sollen Wellness-Projekte, ein Hochseil-Garten und Sportangebote folgen.

Neben dem Geld der Investoren werden auch Euros aus öffentlichen Kassen fließen. Insgesamt stehen derzeit zwei Millionen Euro bereit, die der Bund und das Land für Infrastrukturprojekte beisteuern. Bisher sind rund 500000 Euro für Planungskosten geflossen. Das hört sich viel an. Die Summe relativiert sich aber, wenn bedacht wird, dass eine Fläche von insgesamt 360 Hektar nach allen Regeln der behördlichen Kunst komplett überplant werden muss.

Um das Verfahren zu beschleunigen, ist die Gesamtfläche in mehrere kleinere Teile zerlegt worden. So ist es möglich, bestimmte Flächen deutlich schneller „genehmigungsreif“ zu machen.

Diese Schritt-für-Schritt-Strategie entspricht auch der Arbeitsweise der niederländischen Investoren. Sie wollen den Ferien- und Freizeitpark bis 2015 in mehreren Abschnitten aufbauen, jede Investition bewerten, ergänzen und abrunden – passend zur Entwicklung des Publikumszuspruches. So würden derzeit beispielsweise Investitionen in bestimmte Freizeitangebote noch keinen Sinn machen, weil weder die Ferienhäuser stehen noch ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden sind, wie auch Cees Meekers von der „Project begeleiding“ erklärt, während er vor einer großen Karte in seinem Fürstenauer Büro steht.

Gleichwohl möchte die Stadt natürlich, dass das Gesamtprojekt zügig voran geht. Zusammen mit dem Landkreis haben sie deshalb die Pläne schon recht weit vorangetrieben und beschleunigt. Es werden wohl noch einige Monate ins Land gehen, bis weitere Genehmigungen vorliegen, wie Peter Selter erklärt.

Die Niederländer sind unterdessen erst einmal zufrieden, dass sie für zwei Jahre die Genehmigung für ihren Geländepark bekommen haben. Das Geschäft entwickelt sich – ebenfalls Schritt für Schritt – positiv. Ein Anfang ist also gemacht.

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