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Zeitreise auf zwei Rädern
Melle. Als „Zeitreise“ auf zwei Rädern erwies sich das Kreidler-Treffen am Wochenende auf dem Hof des Meller Automuseums. Annähernd 500 Freunde von alten Mopeds wie Kreidler, Zündapp, Honda und Co. starteten von dort aus Rundfahrten in die Umgebung, fachsimpelten und organisierten Reparaturen und fachmännische optische Restaurierungen ihrer Oldtimer.
Schon am Freitagnachmittag waren am Automuseum mehr als 300 Besitzer von teils legendären Maschinen versammelt, die meist aus den Sechziger- und Siebzigerjahren stammten. Viele der Gäste aus ganz Deutschland waren mit Wohnmobilen oder Zelten angereist und nutzten den Platz gegenüber dem Wellenbad als Campinggelände.
Korso durch die Stadt
Einige Moped-Freunde hatten die Fahrt nach Melle sogar auf eigener Achse mit ihren regulär angemeldeten Zweirädern zurückgelegt.
„Dieses Event ist das größte Treffen der Mopedfraktion in Deutschland und auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt“, freute sich Henning Westphalen über den großen Zuspruch. „Die Teilnehmer wollen sich hier in die Zeit der wilden Sechziger- und Siebzigerjahre zurückversetzen“, erklärte der Vorsitzende des veranstaltenden Vereins „Kreidler-Freunde Norden“ die Anziehungskraft des Treffens, das im Wechsel mit Norden alle zwei Jahre irgendwo in Deutschland ausgerichtet wird.
Nach Berlin, Hamburg und Köln war jetzt Melle an der Reihe. Westphalen lobte den Standort am Automuseum, die schöne Umgebung und die hervorragende Organisation. Ausfahrten führten die Moped-Fans in alle Richtungen, am Samstagnachmittag wurde ein Moped-Korso durch die Stadt durchgeführt.
Bei einem Stopp auf dem Rathausplatz richtete Melles Bürgermeister ein Grußwort an die Gäste.
Zwischen den eingeplanten Ausfahrten konnten die restaurierten alten und die teils umgebauten historischen Zweiräder vom interessierten Publikum im Hof des Automuseums bestaunt werden.
Eine Fundgrube
Der „Teile-Markt“ erwies sich als Fundgrube für alle Besitzer alter Mopeds, die auf der Suche nach sonst schwer zu findenden Ersatzeilen sind. Beispielsweise sind die stark beanspruchten Sitzbänke kaum mit originalem Material zu ersetzen.
Bei solchen Problemen sorgte unter anderem der Bochumer Maik Zetsche für Abhilfe, der selbst restaurierte, originale Sitzbänke aus den Baujahren von 1960 bis 1966 anbot. Zum Rahmenprogramm gehörten Preisverleihungen für Fahrzeugpräsentationen, Workshops und Partys.
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