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Wasser, Feuer und viele gute Wünsche
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Autor: Jürgen Krämer 16. August 2010 20:18 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

80-Jahr-Feier der Ortsfeuerwehr Niederholsten – Reinhard Eickhoff zum Ehrenortsbrandmeister ernannt

Wasser, Feuer und viele gute Wünsche

jk Oldendorf. Das Wasser gehört zur Feuerwehr wie das Flammenmeer zur Feuersbrunst. Als die Ortsfeuerwehr Niederholsten jetzt an ihrem Standort in Oberholsten das 80-jährige Bestehen feierte, dominierte das sogenannte „nasse Element“ – in Form von Regen. Und auch für ein loderndes Flammenspiel war für kurze Zeit gesorgt – bei einer Einsatzübung, in deren Verlauf Mitglieder der erst im Herbst vergangenen Jahres gegründeten Jugendfeuerwehr Niederholsten/Oldendorf ihre Kompetenz unter Beweis stellten.

 
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Feuerwehr-Veteran: Rainer Schlendermann (rechts) überreichte Karl Greive die Ehrenurkunde der Landesfeuerwehr für 50-jährige Mitgliedschaft. Wasser marsch: Mitglieder der Jugendfeuerwehr Niederholsten-Oldendorf bereicherten das Programm mit einer Übung. Im Korb des Teleskopfahrzeugs: André Berghegger (links) freute sich zusammen mit Eckhard Lange (Zweiter von rechts) und Peter Bungard (rechts) über die Ernennung von Reinhard Eickhoff zum Ehrenortsbrandmeister. Foto: Jürgen Krämer

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Im Mittelpunkt des Jubelfestes stand zunächst die offizielle Feierstunde zum runden Geburtstag, zu der Ortsbrandmeister Eckhard Lange zahlreiche aus Politik, Verwaltung und Feuerwehrwesen, aber auch aus der Nachbarschaft und den Reihen befreundeter Vereine und Verbände willkommen hieß.

In einer kurzen Rückschau erinnerte der Feuerwehrchef daran, dass die Freiwillige Feuerwehr Niederholsten am 1. Mai 1930 von zwölf Bürgern aus der Taufe gehoben worden war. Die Jahre danach, die vom Dritten Reich geprägt waren, bezeichnete der Redner als eine „unglückliche Zeit“. Um den Feuerwehrdienst aufrechterhalten zu können, seien ältere Bürger und junge Mädchen dienstverpflichtet oder Freiwillige von außerhalb nach Holsten gerufen worden.

Mit teilweise launigen Worten skizzierte Lange daraufhin die weitere Geschichte „seiner“ Feuerwehr, ging dabei unter anderem auf den Bau des Spritzenhauses und auf die Motorisierung ein, die im Jahre 1946 mit dem Erwerb eines ausgedienten Steyr-Wehrmachtsfahrzeuges begann. Dessen technische Merkmale: 80 PS und ein Benzinverbrauch von 60 Litern auf 100 Kilometern. Aus diesem Grunde habe man damals den Funkspruch „Ausfahrt, Dienstfahrt“ aus Niederholsten nicht allzu oft gehört.

Als herausragende Marksteine in der Geschichte der Wehr nannte Lange den Umzug in die frühere Oberholstener Schule, die seit 1985 das Feuerwehrdomizil bildet, und die Gründung der Jugendfeuerwehr Niederholsten Oldendorf im Herbst 2009. „Die Ortsfeuerwehr Niederholsten besteht heute aus fünf Kameradinnen, 19 Kameraden, sieben Mitgliedern der Altersabteilung und fünf Jugendfeuerwehrleuten, auf deren Übernahme in die aktive Abteilung wir uns schon heute freuen“, so der Ortsbrandmeister.

Dass das Feuerwehrwesen eine weitaus längere Tradition als 80 Jahre hat, darauf verwies Ortsbürgermeister Peter Bungard mit dem Hinweis darauf, dass in Niederholsten bereits seit 1870 eine Pflichtfeuerwehr bestand. Für den Politiker gab es keinen Zweifel: „Da wir im Stadtteil Oldendorf über zwei freiwillige Feuerwehren und eine Werkfeuerwehr verfügen, können wir uns geborgen fühlen.“

Stellvertretender Stadtbrandmeister Rainer Schlendermann, der die Glückwünsche der 15 Meller Ortsfeuerwehren übermittelte, lenkte dann den Fokus auf einen verdienstvollen Veteranen der Ortsfeuerwehrwehr. Die Rede ist von Karl Greive, dem er für 50-jährige Mitgliedschaft das entsprechende Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen übergab.

Kreisbrandmeister Prell lobte in seiner Grußadresse, dass die Ortsfeuerwehr Niederholsten einen „nachhaltigen Beitrag zur effektiven Gefahrenabwehr im Bereich Brandschutz und Hilfeleistung“ in einem Teilbereich des Grönegaues abdecke. Für ihn stand fest: „Hier sind hoch motivierte Feuerwehrleute am Werk.“

Auch Bürgermeister André Berghegger zählte zu den Gratulanten. Er sicherte den Ortsfeuerwehren auch in Zukunft die Unterstützung seitens der Stadt zu; denn: „Eine Alternative zur freiwilligen Feuerwehr stellt sich aus unserer Sicht nicht.“

Unter dem Beifall der Anwesenden ernannte der Politiker Reinhard Eickhoff, der von 1992 bis 2010 an der Spitze der Ortsfeuerwehr stand, zum Ehrenortsbrandmeister.

Weiteren Grußworten schloss sich ein kurzweiliges Programm an, das trotz Regenwetters viele Besucher anzog.

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