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Tippspiel
Sensibilität bei Nähe und Distanz
Sögel. Zur Prävention von (sexuellen) Grenzüberschreitungen in Kinder- und Jugendfreizeiten findet am Samstag, 11. September, von 9.30 bis 17 Uhr in der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth eine Fortbildung statt.
Lagerhochzeiten, Kartensitzen und Kleiderketten – Spiele, die zu jedem Zeltlager dazugehören, weil sie die Gemeinschaft fördern, Spaß machen und schon immer gespielt wurden. Und wenn Kinder da nicht mitspielen wollen, werden sie dazu „motiviert“. Worin besteht dabei die Legitimation pädagogischer Eingriffe, welche Sensibilität brauchen wir, um Kinder vor Überforderung zu schützen, und wo beginnen Grenzüberschreitungen, die uns über Nähe und Distanz neu nachdenken lassen?
In der Diskussion über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche hat Bischof Dr. Franz-Josef Bode ein neues Klima der Offenheit, Transparenz und Dialogbereitschaft gefordert, damit Kirche nicht zu einem geschlossenen System wird, das sich nur noch um sich selbst dreht. Denn in einem unfreien und undurchsichtigen Klima wird Missbrauch von Macht begünstigt. Das erfordert auch von den Verantwortlichen in Kinder- und Jugendfreizeiten Offenheit, Transparenz, Dialogbereitschaft und eine besondere Sensibilität im Umgang mit Sexualität und Körperlichkeit sowie Nähe und Distanz.
Die Fortbildung will Grenzüberschreitungen erkennen und kindgerechte Orientierung geben, Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf sexuellen Missbrauch aufzeigen, Sicherheit im Umgang mit kritischen Situationen geben und Präventionsmaßnahmen vermitteln. Insbesondere die Perspektive der Kinder soll dabei in den Blick genommen werden. Dieses Seminar richtet sich an alle, die in Kinder- und Jugendfreizeiten besondere Verantwortung tragen.
Die Leitung haben Holger Berentzen, Eva Schumacher und Michael Strodt. Anmeldung unter 05952/207-0 oder E-Mail: info@marstall-clemenswerth.de.
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