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Wie ein Flug über die Mondoberfläche
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Autor: Norbert Wiegand 10. August 2010 15:13 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Besucher schlüpfen in die Rolle von Raumfahrern

Wie ein Flug über die Mondoberfläche

nw Oldendorf. Einen Funken ihrer eigenen Begeisterung für die Faszinationen des Weltalls wollen die Meller und Bochumer Hobby-Astronomen auf ihre Gäste in der Expo-Sternwarte überspringen lassen. Höhepunkte bei den Besichtigungen sind stets die Live-Blicke, die jeder Teilnehmer der „Weltraum-Expeditionen“ selbst durch das Newtonteleskop auf die angesteuerten Himmelskörper werfen kann.

 
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Fühlen können die Sternenfreunde ein Stück Universum: in Form einer echten Sternschnuppe zum Anfassen. Über die Himmelstreppe führt der Weg zum Okular des „schwarzen Riesen“. Um die Besucher in die richtige Raumfahrer-Stimmung zu versetzen, starten die ehrenamtlich arbeitenden Hobby-Astronomen die Besichtigungen meist mit einer Astro-Show. Fotos: Norbert Wiegand Immer tiefere Einblicke in die Geheimnisse des Universums gewinnt der Meller Astronom Bernd Schröter.

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„Das Auge unseres Fernrohrs eröffnet einen Blick auf Mondrillen, -gebirge und -krater wie das Fenster eines Raumschiffs, das in 400 Kilometer Höhe über die Oberfläche des Erdtrabanten gleitet“, nannte Physiker und Hobby-Astronom Peter Riepe ein Beispiel für die Leistungsfähigkeit des Teleskops mit einem Spiegeldurchmesser von 112 Zentimetern. Beim Planeten Saturn sind neben dem Ring auch die Monde klar erkennbar. Bis zu zehn Monde gleichzeitig waren nach Angaben von Bernd Schröter schon zu sehen. Wenn der Mars bei klarem Wetter am Nachthimmel steht, gehört ein Blick auf seine Polkappen zum Standardprogramm.

Um die Besucher in die richtige Raumfahrer-Stimmung zu versetzen, starten die ehrenamtlich arbeitenden Hobby-Astronomen die Besichtigungen meist mit einer Astro-Show, in der sie NASA-Filmmaterial vom Start eines Space-Shuttles verarbeitet haben: Nach einigen Erdumrundungen geht es vorbei am Mond zu den Planeten unseres Sonnensystems, dann folgt ein „kleine Reise“ durch die Milchstraße in andere und weiter entfernte Galaxien. Hier bilden Supernova-Reste – Geburtsstunden neuer Sterne – einen Schwerpunkt der teils selbst gemachten Fotografien.

Nach der fiktiven Reise durch das Universum folgen reale Beobachtungen mit dem großen Fernrohr. Dabei erinnern einige Live-Blicke an die vorher gesehenen Filme und Bilder der Astro-Show. Selbstverständlich können nur die Himmelsobjekte angesteuert werden, die am aktuellen Sternenhimmel zu sehen sind.

Eingeschränkt sind die Beobachtungsmöglichkeiten außerdem bei Bewölkung. Der Verlauf der Führungen wird an das Wetter angepasst. Bei klarem Himmel und ausreichender Dunkelheit stehen die Live-Beobachtungen klar im Vordergrund. Bei geringer Bewölkung werden die Wolkenlücken genutzt. Die Astro-Show und Erläuterungen der Technik rücken bei bedecktem Himmel in den Mittelpunkt der zweistündigen Führungen (6 Euro, Kinder 5 Euro).

Termine für die nächsten Führungen sind unter www.sternwarte-melle.de zu finden und anzumelden, Informationen gibt Bernd Schröter auch unter Telefon 05422/3986. Ab der zweiten Augusthälfte ist Jupiter mit seinen wechselnden Wolkenstrukturen, Streifenmustern und umlaufenden Monden eines der besonderen Beobachtungsobjekte.

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