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Rot – wie Liebe und Leid
wek Bramsche. Pflanzzeit am Tuchmachermuseum – in den kommenden Tagen verwandelt sich die Umgebung des historischen Gebäudeensembles in eine „Kunst-Landschaft“.
„Tenuifolia rubra – dünnblättriges Rot“ nennt die in Gehrde lebende und arbeitende Künstlerin Barbara Jamin-Sassmannshausen ihre fließende Installation aus Stoffen und Pflanzen, die mit ihrer roten Farbgebung die Verschiedenartigkeit von Leben und Leid, von Werden und Vergehen, von Liebe und Hass versinnbildlicht. In den vergangenen Tagen bereiteten die Betriebshofmitarbeiter Frank Breulmann und Thomas Görtemöller mit der Künstlerin das Gelände für die Bepflanzung vor. Der Wildwuchs wurde größtenteils zurückgeschnitten, Schneisen für die Bepflanzung freigelegt und mit Muterboden aufgefüllt. Hier sollen in den kommenden Wochen die Heilpflanze Sonnenhut, Lobelien, Salvien, Mädchenauge und Eisbegonien ihre rote Pracht entfalten. Gesponsert wurde Jamin-Sassmannshausen dabei von der Baumschule Igel unddem Gartencenter Münsterland.
Die Installation soll sich langsam entwickeln, wie das Leben, erklärt „die begeisterte Gärtnerin“ Jamin-Sassmannshausen. Ist erst einmal gepflanzt, wird in das Ensemble nicht mehr eingegriffen. Stirbt eine Pflanze – so hart kann das Leben sein. Manche Blumen sind einjährig – flüchtig wie das Leben.
Kurz vor der Ausstellungseröffnung am 13. August wird die Künstlerin inmitten der Blumen rote Kleidungsstücke auslegen – Kleidung, die über das Bramscher Rot eine Verbindung zu den Traditionen der Stadt herstellt, Kleidung andererseits, die Schutz vor den Fährnissen des Lebens bietet.
Zur Eröffnung am Freitag, 13. August, um 19 Uhr wird die Kunsthistorikerin Anette Röhr einführende Worte sprechen.
Die „arte regionale“ ist unter der Federführung der Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück alle drei Jahre ein Forum des zeitgenössischen Schaffens für Künstler aus der Region. Das Tuchmachermuseum ist erstmals ein Standort der Ausstellung.
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