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Spendensammlung für Unwetter-Opfer aus Weener
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Quelle: Von Antje Jansen/Ems-Zeitung 18. Juli 2010 13:56 Uhr


Spendensammlung für Unwetter-Opfer aus Weener

Von Antje Jansen Weener. Es hat gestürmt, geblitzt, gedonnert.

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Dachpfannen krachten zu Boden, riesige Bäume wurden entwurzelt oder brachen ab. Viele sind mit einem blauen Auge davongekommen, nur eine nicht: Die 19-jährige Miriam Frieling aus Weener wurde von einem Baum erschlagen, als am Montag das Tief „Norina“ wütete. Die junge Frau aus dem Rheiderland hatte ihre zweijährige Nichte schützen, mit ihrem Körper abschirmen wollen, als sie das Unheil kommen sah. Die Kleine überlebte leicht verletzt.

Tränen rollen der trauernden Mutter über das Gesicht. „Miriam war so ein lebenslustiger Mensch. Sie ging gern auf Partys, und sie liebte Kinder über alles.“ Die 19-Jährige absolvierte gerade eine Ausbildung zur Bäckerin, schmiedete bereits Pläne für die Zukunft – bis das kurze Unwetter diese Träume für immer zerstörte.

Miriams Schwester Jasmin blickt zurück zu dem Tag, an dem sich das Leben der ganzen Familie für immer veränderte. „Miriam wollte unbedingt noch einmal mit der kleinen Naomi auf den Spielplatz. Ich sagte ihr, sie solle lieber hier im Haus bleiben, denn der Himmel wurde schon dunkel. Sie sagte, dass sie schon rechtzeitig vor dem Unwetter zurück sein werden.“

Jasmin, selbst zweifache Mutter, ist gerade dabei, die Kaffeetassen von der Terrasse zu holen, als sie hinter sich plötzlich ein krachendes Geräusch hört. Dann verzweifelte Schreie. „Mama, Mama, hilf mir.“ Als sie sich umdreht – der Schock: Ein Baum ist fast bis zur Terrasse hingeschlagen. „Ich habe Miriam zunächst gar nicht gesehen. Erst, als ich Naomi auf dem Arm hatte, entdeckte ich die schwarze Hose meiner Schwester unter dem dichten Geäst.“

Dann ging alles ganz schnell. Rettungskräfte bargen das Mädchen, Krankenwagen und Notarzt brachten die 19-Jährige ins Krankenhaus. Doch die Verletzungen waren zu schwer, die junge Frau starb drei Stunden später. Auch die kleine Naomi wurde stationär aufgenommen, erholt sich jedoch nach Aussage ihrer Mutter Jasmin gut.

Miriams Familie ist bestürzt über den Tod des geliebten Menschen. Doch ein Gedanke richtet sie auf: Miriam gab ihr Leben für das ihrer zweijährigen Nichte. Das ist für die Hinterbliebenen bei all der Trauer ein Trost.

Am Samstag wurde die 19-Jährige beigesetzt. Miriams Mutter und den übrigen Familienmitgliedern lag es sehr am Herzen, den letzten Weg der 19-Jährigen so schön wie möglich zu gestalten. Ein Wunsch, der mit Schwierigkeiten verbunden ist. Der zuständige Bestatter, Martin Wassink, erklärt: „Miriams Tod war höhere Gewalt. Deshalb bezahlt keine Versicherung. Die Familie muss alles aus eigener Tasche bezahlen.“

Wer helfen möchte, kann eine Spende auf das Konto bei der Sparkasse Leer Wittmund, Bankleitzahl 28550000, Konto-Nummer 100155555 – Betreff: Miriam Frieling – überweisen.

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