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Warum um die Rose ein Mythos wuchs
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Quelle: hvo/Bramscher Nachrichten 28. Juni 2010 16:14 Uhr


Warum um die Rose ein Mythos wuchs

hvo Engter. Zu einer langen Nacht der Rosen hatte die Gartenbaumschule Igel auf ihr vier Hektar umfassendes Gartengelände eingeladen, um die zehnte Rosenwoche ausklingen zu lassen. Gleichzeitig eröffnete der Initiator Dr. Karsten Igel die Ausstellung „Rosengeschichten“, die auf der Diele des historischen Bauernhauses bis zum 19. September einen Blick in die Kulturgeschichte der Rose von der Antike bis in die Neuzeit gewährt.

 
Die Rose als sinngebendes Medium im Mittelpunkt: Auf dem Gelände der Gartenbaumschule Igel dreht sich zurzeit alles um die Rose und ihre Geschichte. Foto: Heinrich Vollmer  Vergrößern

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Bramsches Bürgermeisterin Liesel Höltermann sprach dem Hausherren und Historiker für mittelalterliche Stadtgeschichte – Dr. Karsten Igel lehrt an der Universität Münster und zurzeit auch Osnabrück – ihren Respekt für die wissenschaftliche Leistung an der Ausstellung aus und dankte ihm für sein Engagement. Zwölf Themenbereiche geben Informationen zum Mythos rund um die Rose. Unter anderem ist ein Themenbereich der Bramscher Rose, dem Wappen der Stadt, gewidmet. Daraus geht hervor, dass die Herkunft auf das Zeichen der Bramscher Tuchmachergilde zurückzuführen ist. „Schon im ausgehenden 18. Jahrhundert wurde die Rose eigenmächtig von Bramsche, das kein Stadtrecht besaß, als Siegelbild benutzt“, zitierte die Bürgermeisterin. „Erst im Jahre 1818 erhielt Bramsche das Recht, ein eigenes Siegel zu führen.“ Ehe Dr. Karsten Igel in die Thematik der Ausstellung einführte, stellte Elisabeth Harting, stellvertretende Vorsitzende des Förderkreises Hasefriedhof/Johannesfriedhof, das Projekt „Historische Rosen“ vor. Der Förderkreis hat im Rahmen verschiedener Restaurierungs- und Erhaltungsmaßnahmen damit begonnen, alte Rosensorten auf den historischen Friedhofsanlagen Osnabrücks anzupflanzen. Mit der Übernahme einer Rosenpatenschaft durch die Bürger soll so ein Beitrag geleistet werden, historische Rosenarten zu erhalten. Igel, der gelernter Gärtner ist und sich später der Geschichte zuwandte, will mit den Rosengeschichten aufzeigen, welche sinngebende Entwicklung die Rose in der europäischen Kulturgeschichte genommen hat und weshalb um diese Blume solch einen Mythos wachsen konnte.

Fortgesetzt wird die Ausstellung im Außenbereich des parkähnlich angelegten Gartenbetriebes. Umgeben von einem wohlgestalteten Rosengarten, zeigen vier großformatige Bilder verschiedenste kirchliche Kunstgegenstände. Hierbei spielt Maria, Mutter Jesu, eine wichtige Rolle. Bis zum Sonntag waren im Freigelände zudem die gemalten Kunstwerke von elf Frauen aus der Region zu sehen, die unter der Woche mit der Bramscher Malerin Heide Richter zum Thema Rose einen Workshop durchführten.

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