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Rosengeschichten
Noch bis zum 19. September ist in Hof und Baumschule Igel in Engter die Ausstellung „Rosengeschichten“ zu sehen. Offizielle Eröffnung ist am Samstag, 26. Juni, um 18 Uhr. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr, Samstag,10 bis 14 Uhr, und Sonntag, 14 bis 17 Uhr.
Wie mit keiner anderen Blume verknüpfen sich mit der Rose zahllose Bilder, Vorstellungen und Geschichten. Schon in der Antike galt sie als Zeichen der Liebe, wurde aber ebenso mit dem Totenkult verbunden. Zugleich zählt die Rose zu den zentralen Symbolen des Christentums. Die von Dr. Karsten Igel konzipierte Ausstellung „Rosengeschichten“ möchte eine kleine Einführung in diese bildhaften Verwendungen der Rose in der abendländischen Geschichte bieten. Als Zeichen Christi und Mariens, als Symbol für Heilige, aber ebenso für Liebe und Erotik findet sich die Rose vielfach in der mittelalterlichen Bildwelt. Straßen und Feldstücke führen seit dem Mittelalter die Rose im Namen, Adlige und Städte, ja Königshäuser, führen sie in ihren Wappen und Siegeln.
Viele mit der Rose verbundenen Vorstellungen und Bilder beruhen auf dieser Bedeutungsvielfalt und Verwendung im bildreichen Mittelalter. Vorgestellt werden diese Geschichte immer wieder an regionalen Beispielen: Goldschmiedearbeiten aus dem Osnabrücker Domschatz werden als Großbilder im Rosengarten der Igel Gartenkultur präsentiert und so den realen Rosen gegenübergestellt. In den Blick gerät ebenso die Osnabrücker Rosenstraßen wie der dortige Rosengarten, der mittelalterliche Turnierplatz der Stadt, an den noch der Rosenplatz erinnert. Die Bramscher Rose als Stadtwappen steht neben der lippischen Rose, dem Wappen der Edelherren zur Lippe und des Lipper Landes.
Ein zentrales Motiv ist die Rose auf den historischen Friedhöfen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wie dem Hase- und dem Johannisfriedhof in Osnabrück. Um deren Erhaltung zu sichern, möchte die Igel Gartenkultur mit der Ausstellung „Rosengeschichten“ für die Arbeit des „Förderkreises Hasefriedhof - Johannisfriedhof e.V.“ werben und sie unterstützen. Zugleich steht die diesjährige Ausstellung im Rahmen eines längerfristigen Projektes, das sich dem Thema Kulturlandschaft widmet. Die Ausstellungsreihe, die nach den „Rosengeschichten“ mit den für 2012 projektierten „Baumgeschichten“ fortgesetzt werden wird, soll in einem Kulturlandschaftspfad münden, der zum 555ten Hofjubiläum 2013 die typischen Elemente der westfälischen Kulturlandschaft am Beispiel der Hofanlage Igel erläutern soll.
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