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Tippspiel
Erst durch Bersenbrück, dann durch die ganze Welt
Sie laufen. Durch Bersenbrück. Durch das Osnabrücker Land. Durch Berlin, Amsterdam, London Stockholm. Durch den Dschungel. Durch die Wüste. 100 Kilometer pro Woche sind für Walter Schmidt Standart. Der HpH-Mitarbeiter aus Bersenbrück läuft am liebsten in der Heimat. Deshalb freut es den 50-Jährigen besonders, dass er als zweimaliger Sieger des Paul-Moor-Marathons hervorging. Beim vergangenen, dritten Benefizlauf stand er als Vize-Sieger auf dem Treppchen. Der Osnabrücker Michael Brehe war fünf Minuten schneller. Kein Problem, sagt Walter, denn gönnen kann er gut. Und für ihn gilt: ,,Dabei sein ist alles.“ Selbstverständlich auch wieder am 17. April.
Weil er ,,zum Laufen im Moment gar keine Ruhe“ hat, verquickt er das Nützliche mit dem Praktischen: Auf dem Rad fährt er die Tour ab – zweimal war er so schon unterwegs, mindestens zweimal wird der 40-Jährige auf den 50 Kilometern noch in die Pedale treten. Denn pedantisch ist er schon, wenn es um ,,seinen“ Marathon geht. Da schmunzelt sogar Schulleiter Dr. Axel Kreutzer: „,Uns kann niemand nachsagen, wir hätten uns nicht sorgfältig vorbereitet.“ Deshalb sind die unzähligen Helfer des Paul-Moor-Marathons bereits Sieger, bevor der Wettkampf beginnt. Auf mancher Homepage werden die Bersenbrücker für ihre Marathons gelobt. So schwärmt neben Walter Schmidt der Osnabrücker Augenarzt Hans-Werner Rehers für die Sport-Akrobaten aus dem Nordkreis.
Sein Lob tut dem Paul-Moor-Team gut. Denn der Läufer, der im September 2000 zum ersten Mal an den Start ging, läuft und läuft und läuft. Jedes Wochenende durch Deutschlands Regionen und gern auch darüber hinaus. Aber einen Ultra-Lauf, der in Osnabrück startet, hat der 52-Jährige bisher vergeblich herbeigesehnt: „Das ich dass noch erleben darf“, schwärmt er und freut sich wie viele andere darüber, dass es hier sogar tatsächlich von A nach B und nicht – wie meist üblich – im Rundkurs geht.
Und besondere Strecken bringen auch besondere Helden. Eben solche, die weit über Deutschlands Grenzen hinaus agieren: Wie Michael Brehe. Er läuft seit 2003 Deutschland und Europa rauf und runter und hat unter anderem nach dem Boston (2006)-, dem Chigago (2006)- dem New-York (2007)- dem San-Francisco (2008)- , dem Jungle-Marathon (Brasilien 2008) und dem Namibia (2009)-Marathon nun noch ganz andere Pläne. Dieses Jahr wird Brehe am Atacama Crossing in Chile teilnehmen. Nächstes Jahr an der Libyan Challenge.
Am 17. April steht aber zunächst der Ultra-„Trainingslauf“ zugunsten der Paul-Moor-Schule Bersenbrück auf dem Programm. Hier reihen sich die Spitzenläufer wie Michael Brehe, Walter Schmidt und Hans-Werner Rehers in die Reihe mit vielen anderen Läufern aus dem gesamten Osnabrücker Land und der weiteren Region ein. Denn egal wie sportiv, vielseitig, weit gereist, jung oder alt sie sind. Sie laufen.
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