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Nachhall der Kirche entschärft
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Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt 16. Dezember 2009 06:00 Uhr


Nachhall der Kirche entschärft

Das Weihnachts oratorium von J. S. Bach erlebt in St. Nikolaus zu Ankum eine gut besuchte Aufführung unter der beflügelnden Leitung von Hermann Josef Suelmann.

 
Beflügelnd: Hermann Josef Suelmann. Fotos: Georg Geers  Vergrößern

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Mit der Transparenz und Artikulationsfreudigkeit barocker Musizierpraxis wird der lange Nachhall der Kirche entschärft. Zugleich erfreut die Zuhörer das Klangvolumen moderner Instrumente. Eine ideale Lösung für den großen Raum.

Kenntnisreich sind die einführenden Worte über das Oratorium von Pastor Bernd Heuermann. Und sogleich beginnt die Musik mit einer Vorstellung der Instrumente. Im „Jauchzet, frohlocket“ kommen alle zum Zuge. Bald profilieren sich die Streicher, bald die Holzbläser und immer wieder die hellen Bachtrompeten.

Voll präsent ist auch der Chor, der sich aus Sängern aus Ankum und Vechta zusammensetzt. Hingeben kann sich das Publikum bei der Arie „ Bereite dich, Zion“. Altistin Sybille Fischer singt mit zurückhaltender Sentimentalität. Evangelist und Tenor Bernd Scheffel zeigt verbale Intensität, muss sich die Höhen allerdings erst nach und nach erarbeiten.

Der Bariton Christian Meyer-Perkhoff bringt ein ungewöhnlich weiches Timbre in die kraftstrotzende Bassarie „Großer Herr und starker König“. Ein Genuss, sein Zusammenwirken mit der Trompete. Wundervoll fließen die Chorstimmen auch beim Choral „Wie soll ich dich empfangen?“.

Violinen und Oboen eröffnen den zweiten Teil. Suelmann gewinnt dieser Einleitung fast romantischen Zauber ab. Die Sopranistin Sabine Szameit legt tatsächlich überschwängliche Freude in ihrer Stimme zu beim „Ich verkündige euch heute eine große Freude“. Ein makelloses Querflötensolo steigt dazu aus dem Orchester auf.

Gestrafftes Brausen voller Energie entfaltet der Chor bei „Ehre sei Gott in der Höhe“. Die hervorragende Disposition des Chores bewährt sich bis zum Schluss. Suelmann gelingt es, den dritten Teil des Oratoriums immer glänzender voranzutreiben.

Festliche Stimmung ergreift nach und nach alle Ausführenden. Am Ende braust der Applaus noch lange durch das Kirchenschiff.  Mehr Lokales

 

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