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Eine Osnabrückerin als Klimapiratin
Erderwärmung, Unwetter und CO 2 -Emissionen – die Zukunft unseres Planeten erhitzt in Kopenhagen die Gemüter. 60 junge Menschen wollen ab heute frischen Wind in die Verhandlungen bringen – eine Osnabrückerin ist dabei. Mit zwei Segelschiffen sind die „Klimapiraten“ am Samstag in Greifswald gestartet, um sich vom Wind nach Kopenhagen treiben zu lassen. Heute kommen sie an.
Mit dem Weg lag das Schiff auf der Hand: Ganz bewusst wollten sie bei ihrer Anreise auf CO2 emittierende Autos oder Flugzeuge verzichten, erklärt Svea: „So können wir überzeugend und glaubwürdig vermitteln, was wir wollen.“ International sei das ein starkes Klimaabkommen, national fordern die verkleideten Umweltschützer keine neuen Kohlekraftwerke.
Svea Blieffert ist das Reisen für die Umwelt gewohnt: Nach ihrem jahrelangen Engagement in der Osnabrücker Greenpeace-Jugend absolvierte sie nach ihrem Abitur einen Freiwilligendienst in einem Umweltprojekt in Südspanien. Anschließend machte sie sich in Großbritannien auf die Spuren der Permakultur. Inzwischen studiert sie Umweltwissenschaften in Lüneburg. Zusammen mit vier Kommilitoninnen ist sie jetzt nach Dänemark geschippert.
„Die Aktion ist eine Inszenierung, sie soll die Öffentlichkeit wachrütteln“, sagt Svea. Die Botschaft: Hier segeln junge Menschen nicht nach Kopenhagen, um „bitte, bitte“ zu sagen. „Act The Fuck Now!“ steht auf dem Segel des Zweimasters „Lowis“. Sinngemäß übersetzt heißt das: „Handelt verdammt noch mal jetzt!“
Die Piratenverkleidung soll zeigen: Junge Menschen sorgten sich ernsthaft um ihre Zukunft – so ernsthaft, dass sie die weltpolitischen Klimaverhandlungen „entern“. Svea gehört zu den Piraten mit Akkreditierung. Noch bis zum 18. Dezember wird sie in Kopenhagen bleiben und mit möglichst vielen Delegierten übers Klima sprechen.
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