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Tippspiel
Nah dran an der Nahtstelle zur 2. Liga
Im Volleyball-Regionalpokal konnte der VfL Lintorf im Halbfinale den Zweitligisten VSG Lüneburg mit 3:1 Sätzen besiegen. Damit war das Wunschfinale gegen den VCB Tecklenburger Land erreicht. Im Endspiel hielt das Team gut mit, war aber chancenlos gegen den verdienten Pokalsieger.
Durchgang zwei verlief identisch, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Das alte Leid der hohen Eigenfehlerquote führte zum Satzausgleich. Energische Worte des Lintorfer Trainers fanden offene Ohren. Als Stefan Massmann beim Stand von 8:8 eine seiner spektakulären Aufschlagserien bis zum 14:8 hinlegte, konnte dieser Vorsprung endlich ohne große Einbrüche bis zum 25:22 verteidigt werden.
Im vierten Durchgang wogte das Spiel hin und her. Trainer Ralph Bergmann zeigte sich genervt, wenn bei seinen Spielern „leichte Bälle“ in die eigene Feldhälfte fielen. So richtig zufrieden war er mit seinem Team erst, als beim Stand von 18:18 plötzlich alle seine Spieler Vollgas gaben.
Zwar ging der Gast bis zum 20:21 dreimal in Folge in Führung, doch durch einen bärenstarken Block von David Poniewaz, einen extremen Diagonalangriff von Jan Beumler und einer spektakuläre Abwehraktion von Libero Mark Truschkowski blieb Lintorf dran. Es folgten vier clevere Aufschläge von Jens Bösmann und der Matchball war erreicht. Ein schneller Pass auf die Mitte von Zuspieler Ewald Derksen, und Lintorf hatte den Titelverteidiger und Zweitligisten besiegt. Somit kam es zum Wunschfinale gegen den Dritten der 2. Bundesliga aus Tecklenburg, der sich zuvor gegen Vechelde durchgesetzt hatte. Von Beginn des Endspiels an versuchte Lintorfs Coach seinen Spielern klarzumachen, dass der Leistungsunterschied der beiden Kontrahenten nur minimal ist.
So zeigte es auch sein Lintorfer Team in der ersten Hälfte aller drei Sätze auf dem Spielfeld. Bis Mitte jeden Durchgangs hielt die klassenniedrige Mannschaft gegen den VCB Tecklenburger Land gut mit. Starke Angriffe, taktische und knallharte Aufschläge zeigten beide Teams. Der Unterschied wurde aber immer wieder in der Körpersprache sichtbar. Nach Punkten für die Gäste zogen sich die Lintorfer in ihr Schneckenhaus zurück, und entsprechend strahlten die Tecklenburger.
Gerne hätte Bergmann gesehen, wie die Gäste bei einem Satzverlust reagiert hätten, doch diesen Gefallen tat ihm die Mannschaft am Samstagabend nicht. Im zweiten Satz stand es 16:16. Dann freuten sich nur noch die Fans der Gäste, denn ihrem Team gelangen neun Punkte in Serie. Es gab im Endspiel übrigens einen ganz besonderen Ballwechsel. Dem Punkt zum 9:7 im dritten Satz gingen sage und schreibe 23 Ballkontakte voraus. Gleich reihenweise spektakuläre Abwehraktionen zeigten die Volleyballer beider Seiten. Aber auch in dem besonders sehenswerten Ballwechsel zeigte der Gast, warum er eine Klasse höher spielt. In den entscheidenden Phasen war der Dritte der 2. Liga einfach abgebrühter. Verdienter Pokalsieger wurde der VCB Tecklenburger Land, und in Lintorf weiß man, dass das Team dicht dran ist an der Nahtstelle zur 2. Liga.
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