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„Geboren unter der Hafenbrücke“
„Geboren wurde ich unter der Hafenbrücke, geboren wurde ich mit beidseitiger Lungenentzündung, zart, untergewichtig und unterernährt, dachte jeder, ich würde nicht leben . . .“ Das Gedicht der südafrikanischen Poetin Nise Malange will zusammen mit anderen Werken im Rahmen der Ausstellung „look at me“ aufrütteln und auf die Menschenrechtsverletzungen an Kindern hinweisen.
Die Werke stellen Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt und erzählen von Krankheiten, Missbrauch, Armut und Gewalt. Die Ausstellung wurde von der Papenburger Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund und dem Kulturkreis Papenburg ins Emsland geholt.
Die Texte erinnern in drastischer Weise an die Verletzungen der Kinderrechte weltweit. Gerold Siemer von der Papenburger Amnesty-Gruppe erklärte bei der Eröffnung das Ziel der Ausstellung: „Wir wollen die Öffentlichkeit stärker sensibilieren, denn die Schwächsten der Gesellschaft haben keine Lobby.“ Der Papenburger Bürgermeister Jan Peter Bechtluft bezeichnete die Kunstwerke als „soziale Anklage“.
Im Rahmen der Eröffnung wies Roger Sodij, Leiter des Waisenkinderdorfes „Yovokopè“ in Togo, auch auf die harten Lebensbedingungen in seinem Heimatland hin. 250 Kinder und Jugendliche erhalten derzeit dank des Bremer Vereins „Lebenschance“ eine schulische Ausbildung, sie werden gesundheitlich versorgt, und ihre Ernährung wird sichergestellt. „Wir können die Eltern nicht ersetzen, aber ihnen ein sicheres Leben in der Gemeinschaft und ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen“, erklärte Sodij abschließend.






