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Tippspiel
„Am Brasilienprojekt werden wir gemessen“
Die Magnetbahntechnik ist sicher, ausgereift und einmalig in der Welt – es hapert aber gewaltig an der offensiven Vermarktung und an ausreichender politischer Rückendeckung.
Die Präsentation des Transrapid beim Besuch der Brasilianer ist für Dr. Effenberger von entscheidender Bedeutung. „Daran werden wir gemessen.“ Den Gästen sollen die Vorteile der Magnetbahn gegenüber schienengebundenen Verkehrssystemen sehr deutlich gemacht werden. Hanf: „Der Machbarkeitsstudie zufolge, die als Grundlage den Schienenverkehr hat, sind für die Strecke Campi-nas–São Paulo 40 Kilometer Tunnel und 18 Kilometer Brücken veranschlagt. Mit dem Transrapid könnten die Planer mit vier Kilometern Tunnel und 2,5 Kilometern Brücken auskommen.“
IABG-Geschäftsführer Prof. Rudolf F. Schwarz betonte: „Wenn die Brasilianer die Vorteile erkennen, werden wir alles in die Waagschale werfen, um einen Wechsel in der Denkweise des deutschen Verkehrsministeriums zu bewirken.“ Dessen Unterstützung hat auch nach Ansicht von Landrat Hermann Bröring in der Vergangenheit sehr zu wünschen übrig gelassen. Er appellierte zudem an die Firma Siemens – von der im Gegensatz zu ThyssenKrupp kein Vertreter an der Veranstaltung teilnahm –, nicht allein auf die Schiene zu setzen. „Der Transrapid steht als Alternative für Langstrecken bereit“, so der Landrat. Die bewilligten öffentlichen Gelder seien verschwindend gering „gegenüber den Milliarden Euro, die vom Staat in Konzernhand gegeben und verbrannt werden“.
Lathens Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber beklagte die mangelnde Bereitschaft vieler, die Magnetbahn endlich als fortschrittlichste Verkehrstechnologie wahrzunehmen. Da sei es gut, mit Hermann Bröring und der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann zwei zu haben, die „wie die Löwen für das Projekt gekämpft haben und kämpfen“.
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