Noz
noz.de als Startseite

·

Kontakt

·

Digitalabo

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Lokales

|

Entenhausen an der Hase
Lokales

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Quelle: /Neue Osnabrücker Zeitung 28. August 2009 00:00 Uhr



Entenhausen an der Hase

Donald Duck ist wohl die berühmteste Ente der Welt. Die Comics mit dem ewigen Verlierer werden nicht nur von Kindern gelesen, sie werden auch unter wissenschaftlichen Aspekten betrachtet. Am morgigen Samstag feiert die Vereinigung „Deutsche Organisation der nichtkommerziellen Anhänger des lauteren Donaldismus“ (D.O.N.A.L.D.) eine Zwischenzeremonie in Osnabrück, die von der Donaldistin Dagmar Holwitt organisiert wird.

 
Das Duck’sche Universum erforschen die Donaldisten auch anhand der Karte von Enten hausen. Am Samstag findet in Osnabrück ein Treffen der Donaldisten statt, das von der Osnabrückerin Dagmar Holwitt organisiert wird. Foto: Thomas Osterfeld  Vergrößern

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Meistgelesene Artikel








Donaldisten sind Anhänger des Donaldismus, also Menschen, die sich wissenschaftlich mit Donald Duck und den Bewohnern Entenhausens beschäftigen.

Die zweifache Mutter liest die Comics mit viel Spaß. Irgendwann organisierte sie sich und trat bei der D.O.N.A.L.D. ein. Ihren Kindern würde sie das Lesen von Comics natürlich nicht verbieten. Allerdings macht sie eine Einschränkung: „Micky Maus ist unter Donaldisten verpönt.“

Die 39-jährige Lebensmittelchemikerin interessiert sich auch für die wissenschaftliche Aufarbeitung des „donaldischen Universums“. In den Geschichten tauchen zum Beispiel interessante psychologische Aspekte auf: Obwohl Donald immer wieder scheitert, gibt er nie auf. Auch körperliche Aspekte spielen eine Rolle: Ein Donaldist hat mal die sogenannte Morphothel-Theorie aufgestellt. Sie besagt, dass die Körperform der Figuren aus den Comics zwar menschliche Skelette besitzen, sie aber verschiedene Formen annehmen können.

„Die Donaldisten sind eher normale Leute“, sagt Dagmar Holwitt. „Na ja“, fügt sie lachend an, „manche sind nicht so normal.“ Unter den Mitgliedern der D.O.N.A.L.D. seien viele Akademiker zu finden, berichtet sie. Auch der Feuilleton-Chef der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Patrick Bahners, ist bekennender Donaldist und hält regelmäßig Vorträge auf den Kongressen.

Um die Wartezeit bis zum nächsten Kongress zu verkürzen, haben sich die Donaldisten die Zwischenzeremonie einfallen lassen. Am Samstag feiern die 20 bis 30 Mitglieder des S.N.O.W.L., des „süd-niedersächsisch-ost-westfälischen Stammtisches“, die hundertste Zusammenkunft im 13. Jahr. In ganz Deutschland gibt es etwa 700 organisierte Donaldisten. Einige von ihnen nehmen an einer Art Rallye teil, bei der Geschichten aus den Comics nachgespielt werden. Dagmar Holwitt, die einzige aktive Donaldistin Osnabrücks, tritt dann als Zeremonienmeisterin auf.

An der Zwischenzeremonie dürfen nur Mitglieder von D.O.N.A.L.D. teilnehmen. Zu den Kongressen kann jeder gehen. Wer sich über die Organisation informieren will, wird auf der Seite www.donald.org fündig.



 Mehr Lokales

 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter

Haus

Immobilien aus der Region

Immobilien-Angebote

Finden Sie Ihre Immobilie: Wohnungen und Häuser mieten, vermieten, kaufen und verkaufen.






 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: