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Tippspiel
„Begleiten auf dem Weg ins Licht“
Ein würdevolles Leben bis zuletzt möglich zu machen – diesem Anliegen hat sich der Sögeler Hospizverein unter dem Leitgedanken „Begleiten auf dem Weg ins Licht“ verschrieben. Im Rahmen einer Begegnung im Marstall Clemenswerth feierte der Verein sein zehnjähriges Bestehen.
Derzeit seien rund 40 aktive Helfer ehrenamtlich in der Hospizarbeit tätig. Der Verein wolle durch die ambulante Begleitung Sterbender und Trauernder eine „Kultur des Abschiednehmens“ schaffen, sagte Strodt. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht und beispielsweise die Einrichtung eines Palliativstützpunktes im Hümmling-Krankenhaus unterstützt“, hob der Vorsitzende weiter hervor.
Festredner Generalvikar Theo Paul lehnte in seinen Ausführungen die Forderung nach der Einführung aktiver Sterbehilfe ausdrücklich ab: „Hinter den Todeswünschen der Leidenden steckt der Wunsch nach wirksamer Hilfe im Leid.“ Das Konzept der humanitären Lebensbegleitung biete eine Alternative zu künstlicher Lebensverlängerung und aktiver Sterbehilfe. Viele Menschen in der Gesellschaft hätten Angst vor dem Leid. Gerade schwerstkranke Menschen benötigten jedoch Personen, denen sie ihr Leid mitteilen könnten, denn „wer sein Leid nicht mitteilen kann, bei dem bleibt das Leid in ihm und vergiftet ihn.“
Bürgermeister Heiner Wellenbrock zitierte in seinen Grußworten eine dankbare Sögelerin: „Ich weiß nicht, wie es gekommen wäre, wenn die Hospizgruppe uns Angehörige nicht unterstützt hätte.“ Der Pastor der evangelischen Markusgemeinde, Uwe Beuermann, berichtete ebenfalls von positiven Erfahrungen mit dem Hospizverein: „Es ist schön, wenn man an ein Sterbebett gerufen wird und dort sitzt schon jemand, der den Sterbenden begleitet.“
Pfarrer Bernhard Horstmann verglich die Sterbebegleitung mit dem Wandern: Es sei wichtig, auf der Etappe des Lebenspilgerweges mit Personen zusammen das Leben zu sortieren, damit der Kranke die Kraft finde, die nächste Station seines Lebens zu erklimmen. Der Geschäftsführer des Hümmling-Krankenhauses, Ansgar Veer, hob hervor: „Zehn Jahre Hospizverein bedeutet zehn Jahre Mitmenschlichkeit, Zuwendung, Mitfühlen und Mitleiden.“
Für deren verdienstvolles Wirken ehrte Vorsitzender Strodt indessen die Mitglieder des Gründungsvorstandes. Diesem gehörten neben Schwester Amata, der maßgeblichen Initiatorin des Sögeler Hospizvereins, die langjährigen Krankenhausseelsorgerin Schwester Amanda, Hermann-Josef Bergmann, Hans-Heinrich Hebler, Michael Knüpper, Heinrich Ring, Irene Schmidt sowie Ingrid Wotte an.








