·
Digitalabo·
Shop·
Tippspiel
Ast bohrte sich direkt hinter dem Fahrersitz durchs Dach
„Zehn Zentimeter weiter und das wäre ganz übel ausgegangen.“ Der Einsatzbeamte der GMHütter Polizei war gestern noch einen Tag später sichtlich geschockt von dem „Unwetterunfall“, der am Samstagmorgen in Dröper einen Busfahrer um ein Haar das Leben gekostet hätte. Wegen eines starken Hagelschauers hatte der Mann seinen Linienbus auf der Wellendorfer Straße gegen 7 Uhr kurz abgestellt, als es passierte: Ein über 30 Meter hoher Baum stürzte auf den Bus. Ein mächtiger Ast bohrte sich direkt hinter dem Fahrersitz durch das Dach.
Ähnlich ist es am Samstag vielen weiteren Autobesitzern in Bad Iburg, GMHütte, Hilter, Dissen, Bad Rothenfelde, Wellingholzhausen und Neuenkirchen ergangen. Nach Angaben der Polizei hat das Unwetter zudem viele Gärten verwüstet und Dachpfannen von Hausdächern gefegt. Überall in den betroffenen Orten seien die Bürger am Samstag mit Aufräumarbeiten beschäftigt gewesen. In Bad Rothenfelde habe zudem die Feuerwehr mehrere voll Wasser gelaufene Keller abpumpen müssen.
Ganz besonders schlimm hat es den Landwirt Rüdiger Tepe getroffen. Durch den kurzen, aber heftigen Hagelschauer wurden auf seinem Feld in Wellendorf fünf Hektar erntereife Erdbeeren vernichtet knapp die Hälfte seiner Anbaufläche. Den Schaden schätzt Rüdiger Tepe auf 60 000 Euro. Auch andere Landwirte beklagten große Schäden.
Der Nordkreis ist dagegen von dem Unwetter verschont geblieben. „Bei uns scheint die Sonne. Von Gewitter und Hagel keine Spur“, sagte gestern ein Sprecher der Polizei in Bramsche. So habe es zum Beispiel auf der Wallenhorster Klib am ganzen Wochenende bestes Feier-Wetter gegeben.
Mehr Lokales







