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Sechsspuriger Ausbau der A1 - Widerstand formiert sich
In der Gemeinde Lotte formiert sich Widerstand gegen den geplanten sechsspurigen Ausbau der A 1. Bewohner der Baugebiete „Strohteweg“ und „Schmalkenweg-Erweiterung“ bezweifeln die Notwendigkeit des Projektes. Für den Fall, dass das Vorhaben doch umgesetzt werde, sei ein „höchstmögliches Maß an aktivem und passivem Lärmschutz“ notwendig.
Der Protest bezieht sich auf die Ausbauplanungen zwischen dem Autobahnkreuz Lotte und der Abfahrt Osnabrück-Nord, dessen Notwendigkeit bestritten wird. „Der Lückenschluss zwischen der A 33 und der A 1 ist erklärte Planungsabsicht. Diese Verbindung würde gerade die A 1 in unserem Bereich entscheidend entlasten“, erklären die Initatoren ihre Gedankengänge. Der Ausbau sei unter diesem Aspekt betrachtet überflüssig. Unter anderem befürchten die betroffenen Bürger bei einem sechsspurigen Ausbau neben dem allgemein steigenden Verkehrsaufkommen höhere Schadstoff- und Lärmemissionen wegen des Rastplatzes, der stark erweitert werden soll. Derzeit können dort beispielsweise zehn Lkw parken, zukünftig werden es 71 sein.
Werde den Bedenken nicht entsprochen, sei aktiver und passiver Lärmschutz notwendig. Beispielsweise müsse nicht nur der Ortsteil Wersen eine Lärmschutzwand erhalten. Auch in Büren seien zusätzliche Maßnahmen notwendig. Geschehe dies nicht, müsse zumindest die Böschung mit immergrünen Sträuchern bepflanzt werden. Auch die Lärmschutzwand in Richtung Wersen solle so beschaffen sein, dass sie den Lärm nicht in Richtung Büren reflektiere. Weiterhin müsse die Geschwindigkeit zwischen dem Autobahnkreuz und der Abfahrt Osnabrück-Nord auf 100 km/h beschränkt werden, um die Lärmemissionen zu mindern.
Schließlich fordern die Bewohner der Baugebiete für die „Neuansiedler“ die gleichen Schutzrechte wie für die „Alteingesessenen“. Sie hätten gebaut oder gekauft, bevor die Erweiterungspläne rechtskräftig gewesen seien. Es könne nicht sei, dass für die alte Bebauung am Schmalkenweg bei Lärmberechnungen Grenzwertüberschreitungen festgestellt worden seien und die Bürger nun Anspruch auf passiven Lärmschutz hätten, dass aber die „Neuansiedler“ davon ausgenommen seien, obwohl sie näher zur Autobahn wohnten und zudem auf gleicher Höhe mit der Schnellstraße lebten. Hier sei zusätzlicher Schutz dringend erforderlich.





