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Der die Tiger streichelt
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Quelle: Bramscher Nachrichten 20. Dezember 2008 00:00 Uhr


Der die Tiger streichelt

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er etwas erzählen. Und wenn er die ganze Welt bereist, schreibt er am besten ein Buch. Das hat Bernd Robker auch getan. Über seine Erfahrungen und Erlebnisse berichtet er nun in Wort und Bild, und zwar da, wo alles angefangen hat: in seinem Elternhaus in Epe.

 
Mutprobe in Thailand: Tiger streicheln gehörte zu den vielen Erfahrungen, die Bernd Robker aus Epe auf seiner Reise um die Welt sammelte. Davon berichtet er am Sonntag in Wort und Bild. Foto: privat  Vergrößern

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In der Gaststätte Robker beginnt am Sonntag um 19 Uhr Bernd Robkers Lesung aus seinem Buch „Bei Regen und bei Sonnenschein. Gedanken und Erfahrungen eines Weltgereisten“.

Im Jahr 2004 hatte sich der damals 32-jährige Unternehmensberater eine zehnmonatige Auszeit genommen, um sich seinen Traum zu erfüllen. Kanada und die USA waren die ersten Stationen, weiter ging es durch Zentralamerika nach Guatemala, wo Robker Aufnahme in einer Familie fand.

In Australien kletterte er auf die 134 Meter hohe Harbour Bridge, um einen Blick auf Sydney zu werfen. In Thailand streichelte er Tiger, die dort in einer Klosteranlage von Mönchen wie Schafe gehalten werden. Besonders intensiv ist ihm der Aufenthalt in Indien in Erinnerung geblieben: „Für Menschen mit westlichen Ansichten ist Indien sehr schwierig“, beschreibt er den Kulturschock.

Über 800 Fotos, seine Reisetagebücher und seine Erinnerungen werden dem Weltenbummler die Erfahrungen in den verschiedensten Ländern für immer unvergesslich machen. Wieder in Deutschland, sei er schon mehrfach darauf angesprochen worden, über seine Erlebnisse einen Vortrag zu halten, berichtete er nach seiner Rückkehr im Januar 2005. Dies könne er sich sehr gut vorstellen, doch „erst einmal muss ich diese Flut von Eindrücken für mich selbst verarbeiten“, meinte er.

Inzwischen ist dies gelungen, und Robker kann morgen sein Buch präsentieren. Dazu bringt er noch Fotos und Erinnerungsstücke von seiner Weltreise mit.

Das eigentliche Ziel, einmal von allem abzuschalten und nur für sich da zu sein, sei eine völlige Fehleinschätzung gewesen, sagt Robker damals wie heute. „Dafür ist eine Weltreise wirklich nicht geeignet, dann sollte man lieber in ein Wellness-Hotel gehen.“ Zehn Kilo weniger und einen Bart habe ihm die Reise übrigens auch noch eingebracht.

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