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Der Besucher findet Ruhe
Die katholische Gemeinde Dalum lädt am Sonntag, 7. September, um 15 Uhr im Rahmen der Reihe „Kirche des Monats“ in die Christus-König-Kirche ein. Das Gotteshaus befindet sich an einer belebten Kreuzung mitten im Ort.
Lange Wege mussten die Dalumer früher zurücklegen, um zu ihrer Pfarrkirche in Groß Hesepe zu kommen, und beschwerlich war auch der Weg, bis sie ihren Wunsch nach einer eigenen Kirche erfüllen konnten. Ein erster Anlauf scheiterte, weil die Inflation nach dem Ersten Weltkrieg das mühsam gesammelte Spendenkapital vernichtete. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse sammelte die Gemeinde weiter und konnte 1931, mitten in der Weltwirtschaftskrise, ihre eigene Kirche errichten.
Sie steht unter dem Patronat von Christus, dem König aller Zeiten. Papst Pius XI. hatte 1925 das Christkönigsfest in den Kirchenkalender eingeführt und damit offenbar das Lebens- und Glaubensgefühl der Menschen getroffen: Viele Kirchen jener Jahre tragen den Namen Christkönig-Kirche.
Der junge Lingener Architekt Hans Lühn entwarf eine einfache Dorfkirche aus den Ideen des Werkbundes heraus. In deutlicher Abwendung von den historisierenden Neo-Stilen der Vorkriegszeit entstand ein Baukörper mit schlichten, klaren Formen. In den Elementen seiner Gestaltung wird er vom blauroten Schüttorfer Klinker bestimmt.
1957 wurde die Kirche erweitert durch ein Querschiff und einen runden Hochchor. In Form und Material ist der Anbau dem Vorhandenen so gut angepasst, dass die Unterschiede nur bei genauem Hinsehen erkennbar sind. Eindrucksvoll ist die farbliche Gestaltung der Glasfenster, die den Rundchor in seiner ganzen Höhe und Breite umschließen: Bei Sonnenschein tauchen sie den Kirchenraum in ein intensives, warmes Licht. Der Besucher findet Ruhe in diesem Raum.
Beim Inventar gebührt einer eindrucksvollen nahezu 400 Jahre alten Pietà besondere Beachtung.
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