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Wenn Radkappen fliegen lernen
Was wie ein verspäteter Aprilscherz klingen mag, wird in Meppen in diesem Monat schon zum zweiten Mal Realität: Am 23. August findet dort die zweite Radkappen-Weitwurf-Weltmeisterschaft statt. Mit dabei sind auch Osnabrücker, die schon jetzt fleißig trainieren.
Im vergangenen Jahr sind bei der Premiere bereits 50 Teams auf dem Meppener Marktplatz zusammengekommen. Auch in diesem Jahr gilt es, die Radkappen nicht mit dem Bleifuß nach vorn zu bewegen, sondern mit ordentlich Schmackes aus dem Oberarm.
„Letztes Jahr konnten wir aus terminlichen Gründen nicht, dafür ist es aber dieses Mal Ehrensache, dass wir dabei sind“, sagt Sandra Falk. Die 20-Jährige macht zurzeit eine Ausbildung in Osnabrück und wird als gebürtige Emsländerin selbstverständlich an der sportlichen Aktion teilnehmen. „So etwas erlebt man schließlich nicht alle Tage!“
In Dreiergruppen wird nachmittags ab 15 Uhr in mehreren Durchgängen nach den besten Werfern gesucht. Sandra musste weder ihren Freund Heiko Halstenberg noch ihren Kumpel Daniel Weß lange überreden, zusammen mit ihr eine Osnabrücker Gruppe zu stellen.
„Das ist was typisch Emsländisches“, findet Daniel, der dort selbst seine Wurzeln hat. Heiko kann dem als „echter Osnabrücker“ nur zustimmen: „Hier würde es das nicht geben – der Marktplatz ist dafür auch zu städtisch.“ Gern würde das Trio in Meppen auch gegen weitere Konkurrenten aus Osnabrück antreten. In der Internet-Community „studiVZ“ sei bereits eine entsprechende Gruppe angelegt worden.
Sandra Falk und die beiden Männer nutzen die Zeit vor der WM natürlich zum Trainieren auf Osnabrücks Feldern und Wiesen. Dabei erleben die Radkappen von Sandras Winterreifen in diesem Jahr zur Abwechslung mal eine sehr schwungvolle Sommerzeit.










07.04.2012
