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Hof mit Geschichte
Der Hof Igel, im Osnabrücker Land als Baumschule mit Tradition bekannt, wurde vor 550 Jahren erstmals urkundlich erwähnt. Juniorchef Karsten Igel, im Zweitberuf promovierter Historiker mit dem Schwerpunkt Stadtgeschichte, hat aus diesem Anlass eine Ausstellung zur Siedlungsgeschichte des Osnabrücker Landes konzipiert, die heute Abend eröffnet wird.
Der Hof Igel selbst liegt räumlich im Zentrum sowohl des Landkreises wie des alten Hochstiftes. Zunächst im Besitz derer von Bar, der führenden Ritterfamilie im Osnabrücker Land, und wohl auch von dieser gegründet, wurde das Anwesen im Jahr 1622 an die Stadt Osnabrück verkauft. Dort war auch die Familie von Bar präsent, stieg sogar im 18. Jahrhundert kurzfristig in den Reichsgrafenstand auf. Im Lauf dieser Zeit entwickelten sich enge Beziehungen. Osnabrücker Wollhändler beispielsweise ließen ihre Herden von Bauern aus dem Umland halten. Erst im Jahr 1833 konnte sich Johann Heinrich Igel gegen Zahlung von 310 Reichstalern an den Osnabrücker Rat freikaufen.
Dr. Karsten Igel hat die Details zur Hofgeschichte durch historisches Kartenmaterial ergänzt. Wer möchte, kann sich auch an der Entzifferung mittelalterlicher Urkunden versuchen.
Die Schau ist nicht das erste Projekt des Historikers Igel. An der Universität Münster arbeitete er besonders über die Hansestädte an der Ostsee und die Geschichte der norditalienischen Städte. In Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Dom und Stadtarchiv beschäftigte er sich ebenfalls mit der Entwicklung Osnabrücks. Die Ausstellung „Zwischen Stadt und Land. 550 Jahre Hof Igel im Osnabrücker Land“ ist bis zum 21. September zu sehen.
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