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Unmut über Chinas Umgang mit Tibet
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Quelle: Ems-Zeitung 19. April 2008 00:00 Uhr


Unmut über Chinas Umgang mit Tibet

Gut besucht war am gestrigen Freitag der Stand der Papenburger Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) auf dem Wochenmarkt am Untenende. Zahlreiche Besucher nutzen die Möglichkeit, sich in eine Unterschriftenliste einzutragen, um so ein Zeichen zu setzen gegen die Menschenrechtsverletzungen in China.

 
Über die Unterschriften von Helen und Hansi Walker freuen sich die Menschrechtsaktivisten von Amnesty International in Papenburg, Benedikt Papen (links) und Rudolf Siemer. Foto: Walker  Vergrößern

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Neben dem Protest gegen das gewaltsame Vorgehen der chinesischen Regierung gegen das tibetische Volk lag den Vertretern der Amnesty-Gruppe vor allem das Schicksal des 34-jährigen Hu Jia aus China am Herzen. Er wurde am 3. April vom Mittleren Volksgericht in Peking wegen „Schürens der Subversion“ zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Amnesty betrachte Jia als gewaltlosen politischen Gefangenen, der inhaftiert worden sei, um im Vorfeld der Olympischen Spiele seine friedlichen Menschenrechtsaktivitäten und seine öffentliche Kritik an der Situation in China zu unterbinden, so die Organisation. Mit ihrer Unterschriftenaktion will Amnesty International dazu beitragen, dass Jia umgehend und ohne Bedingungen freigelassen wird.

„Fast alle, die wir angesprochen haben, haben sich in die Listen eingetragen“, so Gottfried Sandmann, ehemaliger Grünen-Ratsherr und Mitglied von Amnesty. Viele Unterzeichner hätten dabei ihrem Unmut über die Verletzung der Menschenrechte in China und das Vorgehen gegen die Tibeter Ausdruck verliehen.

„Aber es hat auch erschreckend brutale Äußerungen gegeben“, zeigte sich Sandmann erstaunt über die „Gleichgültigkeit“, mit der Menschen diesen Problemen begegneten. Von „das ist mir doch egal“ bis zu „die sollen sich doch die Köpfe einschlagen“ hätten diese Äußerungen gereicht. Für Sandmann ein Grund mehr, solche Aktionen öfter durchzuführen, aufzuklären und immer wieder darauf hinzuweisen, „dass in vielen Staaten Bürgern die elementarsten Menschenrechte verweigert werden“.  Mehr Lokales

 

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