Noz
Kontakt

·

ePaper

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Lokales

|

Der Tag der Besen und Nachbarschaftshilfe
Lokales

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 03. Oktober 2001 00:00 Uhr


Der Tag der Besen und Nachbarschaftshilfe

Das gewaltige Wetterphänomen dauerte nur wenige Minuten: Von der Remseder Neubausiedlung hinter dem Altenheim über die Mühle bei Fellhölter bis in die Hilteraner Siedlung an der Deldener Straße zog der Sturm eine Schneise der Verwüstung. Nach Angaben der Feuerwehren Hilter und Remsede, die jeweils mit rund 30 Kameraden im Einsatz waren, wurden etwa 50 Häuser teilweise abgedeckt und fast ebenso viele Bäume riss die Windhose nieder. Hinzu kommen nach Angaben der Polizei Dissen vier leicht beschädigte und zwei schwer beschädigte Pkw.

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Zuletzt kommentiert








Fünf Fichten und ein Ahornbaum konnten im Garten der Familie Tellkamp in Remsede dem Wetter nicht standhalten: Sie wurden von den kreisförmigen Bewegungen des Sturmes regelrecht aus der Erde gedreht. „Als der Sturm so plötzlich losbrach und alle Bäume fielen, hat meine Enkelin Franziska vor Schreck richtig geschrien und brauchte eine halbe Stunde, um sich wieder zu beruhigen“, erzählte Franz Tellkamp.

Doch die Tellkamps in Remsede habe ebenso wie ihre Nachbarn noch Glück gehabt: Der Sachschaden durch abgeknickte Bäume und abgeräumte Dachziegel ist hoch, aber verhältnismäßig schnell zu beheben. Beim Fliesenhandel Tepe hat die Naturgewalt dagegen nicht nur ein Flachdach fast gänzlich vernichtet, so die Polizei Dissen, sondern auch schwere Rolltore aus der Verankerung gehoben und auf den anliegenden Acker geschleudert. Auch im Innern des Hauses habe der Sturm sich bemerkbar gemacht, erzählte Gemeindebrandmeister Eckelkamp: „Durch den Sturm ist im Haus ein Unterdruck entstanden, der Geschirr, das in einer Durchreiche zwischen zwei Räumen stand, zu Boden gerissen hat.“

Auch der Landhandel Fellhölter in Hilter wurde schwer getroffen: Das Dach eines Getreidelagers wurde fast vollständig weggerissen und mußte noch in der Nacht bei starkem Regen abgedichtet werden, berichtete der Pressesprecher der Feuerwehr Hilter, Ralf Winkelmann. Die Aufräumarbeiten in Hilter hätten bis etwa 0.30 Uhr gedauert. „Wenn die Bebauung zwischen Hilter und Remsede dichter wäre, hätten wir noch erheblich größere Verwüstungen gehabt,“ so der Feuerwehrmann.

Das Aufräumen wird noch einige Zeit dauern, doch was ist mit den Schäden? Beschädigungen am Haus selbst, etwa durch abgedeckte Dachpfannen oder abgerissene Verkleidungen trägt die Gebäudeversicherung“, macht Ulrich Schwöppe vom Versicherungsbüro Brockmeyer in Osnabrück deutlich. Hat ein Baum etwa eine Dachverkleidung zerschlagen und werden durch Regen die Möbel beschädigt, springe dagegen auch die Hausratversicherung ein. Pech haben allerdings die Betroffenen, deren Kübelpflanzen oder andere Gartendekorationen durch den Wirbelsturm zerstört wurden: „Diese Gegenstände können nicht gegen Sturm versichert werden“, erklärt der Fachmann.

Bei den Aufräumkosten für abgeknickte Bäume sieht das schon anders aus: „Viele Versicherungsverträge jüngeren Datums sehen eine Deckung solcher Schäden vor: Mit ein bisschen Glück haben die betroffenen Anwohner eine entsprechende Zusatzvereinbarung abgeschlossen“, so Schwöppe.  Mehr Lokales

 

  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter

Kundenlogo
Melle - Akquisition von Neukunden aus Industrie und Handwerk; Verkauf unserer Produkte auf Basis kundenspezifischer...
Kundenlogo
Georgsmarienhütte - Durchführung der Marktkommunikation in den Bereichen Strom und Gas gemäß der gesetzlichen Vorgaben...
Kundenlogo
Melle - Key-Account Management; Erarbeitung technischer Spezifikationen mit Kunden und Lieferanten; Koordination...






 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: