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Zwischen Spüldienst und Schülerseminar
Die 20-jährige Abiturientin Lena Koopmann absolviert zurzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth in Sögel.
Die Frühschicht der FSJ-lerin aus Gehlenberg beginnt um 7 Uhr. Bis 14 Uhr arbeitet die 20-Jährige dann in der Küche. Zu ihren Aufgaben gehört neben Kaffeekochen und Spülen, das Buffet für die Gäste der Jugendbildungsstätte vorzubereiten.
Aber Lena Koopmann packt auch in der Verwaltung mit an. '"'Wir haben eine neue Telefonanlage bekommen. Da habe ich die internen Rufnummern neu abgetippt und in den Räumen verteilt'"', erklärt die junge Frau.
Ihr Zimmer im Personaltrakt bleibt indes nahezu unbewohnt. '"'Wenn ich - wie fast immer - keine Spätschicht habe, fahre ich lieber nach Hause. Gehlenberg ist ja nicht allzu weit entfernt.'"' Spätschicht heißt für die 20-Jährige, in der Anmeldung und draußen zu arbeiten. '"'Das übernehmen aber meistens die Zivildienstleistenden.'"'
Im Rahmen eines Projekts, das jeder FSJler in dem freiwilligen Jahr zu gestalten hat, räumte Lena Koopmann das Magazin auf und ordnete es neu. '"'Das hat früher die Hausverwalterin gemacht. Sie ist aber in Rente gegangen'"', sagt die Gehlenbergerin. Das Magazin-Projekt ist eher ungewöhnlich. Meistens erstellen FSJlern eine Zeitung oder Collage.
Weshalb sie sich überhaupt für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden hat? '"'Nach dem Abitur wollte ich erst mal ein wenig Geld verdienen und außerdem kannte ich den Marstall ja schon aus meiner Zeit als '"'Teamerin'"' der Gruppenleitergrundkurse des Dekanats'"', erklärt Lena Koopmann. Außerdem wollte sie Vorerfahrungen für ihr Studium sammeln. Es soll in Richtung Heil- oder Sozialpädagogik gehen. Für das FSJ müsse man nicht viel mitbringen, '"'außer ein wenig Kritikfähigkeit und Selbstbewusstsein'"'. Aber dies müsse man schließlich später auch im beruflichen Leben vorweisen können. Lena Koopmann betrachtet das FSJ auf keinen Fall als ein verlorenes Jahr. Im Gegenteil: Sie empfiehlt es jedem, '"'der nicht wirklich weiß, welche berufliche Laufbahn er einschlagen möchte'"'.
Bewerben für ein Freiwilliges Soziales Jahr kann man sich unter anderem beim Bistum Osnabrück, beim Deutschen Roten Kreuz, beim Malteser Hilfsdienst oder beim Bund Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ). Ein halbes Jahr FSJ gilt als Wartesemester für ein Studium.





07.04.2012
