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Britischer Elefantenarzt: Sikim hat Arthrose
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Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 18. Januar 2000 00:00 Uhr


Britischer Elefantenarzt: Sikim hat Arthrose

Osnabrück (S.).
Neues von den Elefanten im Zirkus Althoff: Sikim, die Dickhäuterin, um die sich der Streit zwischen Stadt und Zirkus dreht, leidet vermutlich unter Arthrose. Das ist das Ergebnis der Untersuchung eines weltweit anerkannten Elefanten-Spezialisten aus Großbritannien, der auf Wunsch von Giovanni Althoff Sikim in Hannover untersucht hatte.

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Für Jürgen Wiethäuper von der Osnabrücker Ordnungsbehörde ist diese Diagnose, die der Stadt in dieser Woche schriftlich mitgeteilt werden soll, eine Grundlage für weitere Verhandlungen um den Verbleib der kranken Kuh. Die Stadt will dem Elefanten den Zirkus-Reisestress ersparen und ihn anderweitig unterbringen. Dabei müsste er von Gefährtin Samba begleitet werden, weil die Tiere miteinander aufgewachsen und unzertrennbar sind.

„Das Untersuchungsergebnis geht über unseren bisherigen Stand hinaus“, sagte Wiethäuper auf Anfrage der Neuen OZ. Bei der amtstierärztlichen Begutachtung während des Gaststpiels in Hannover Ende Dezember habe es nur einen Verdacht auf Gelenkverschleiß gegeben. Da der britische Veterinär ein anerkannter Fachmann sei, habe die Stadt auf den angestrebten „Check“ in der Medizinischen Hochschule Hannover verzichtet.

Wenn die Diagnose stehe, gehe es nun um Überlegungen; „was das für die Haltung bedeutet“. Bei Gesprächen in der übernächsten Woche solle gemeinsam eine Behandlung geplant werden. Wenn der Zirkus die notwendige Therapie nicht gewährleisten könne, müssten die Tiere anderweitig untergebracht werden. Die Trennung von den geliebten Elefanten könne Giovanni Althoff vielleicht etwas leichter fallen, weil inzwischen ein anderes Angebot zur Aufnahme vorliege, erläuterte Wiethäuper. Eine europäische Elefanten-Schutzorganisation baue derzeit bei Wien eine Anlage für Dickhäuter auf, die in Zirkussen oder anderen Einrichtungen nicht bleiben können. Für Sikim und Samba gäbe es dort ab März Platz, „und Österreich ist nicht so weit wie Spanien“, wo nach erster Planung das Duo seinen Lebensabend in einem Safari-Park verbringen sollte.

Bei den Gesprächen Anfang Februar werde auch über die neue Genehmigung für das zur Schau stellen der Zirkus-Tiere gesprochen, kündigte der Mann von der Ordnungs- und Gewerbeabteilung an. Der bisherige Dompteur sei mit Ende des Weihnachtsgaststpiels bei Althoff ausgeschieden. Gestern wechselte der Zirkus von Hannover zum Winterlager nach Delmenhorst. „Noch ist unklar, wer künftig für den Tierbestand verantwortlich ist“, sagte Wiethäuper. Ebenso unsicher sei, ob Gitta Althoff, eine Cousine des Zirkuschefs, wieder die Reisegewerbekarte beantragen werde. Sie war Anfang 1998 für Evelyn Althoff eingesprungen, nachdem Giovannis Frau wegen einer „offenbar manipulierten“ Karte alle Erlaubnisscheine entzogen worden waren. Auch Giovanni Althoff werde nach früher angezeigten „Mängeln in der Tierhaltung“ keine Genehmigung erteilt, betonte Wiethäuper.  Mehr Lokales

 

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