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Spuk mit verheerenden Schäden
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Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 27. Juni 2006 00:00 Uhr


Spuk mit verheerenden Schäden

Der Hitze folgte das Unwetter. Im Altkreis Bersenbrück waren die Feuerwehren am Sonntagabend im Großeinsatz: Bäume stürzten um, Hagelkörner durchschlugen die die Glasdächer von Gärtnereien, Windhosen rasierten Maisfelder ab. Ein sommerlicher Spuk, der verheerende Schäden hinterließ.

 
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Übergroße Hagelkörner wurden zum Schrecken Neuenkirchens. Totalschaden: Zwei Gartenbaubetriebe verloren im Hülsen ihre Gewächshäuser.

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In Bippen-Haneberg ging das Unwetter in Form einer Windhose gegen 17.30 Uhr los. Es dauerte nur gut drei Minuten an, hatte es aber in sich. „Wie mit dem Sandstrahlgebläse hat der Hagel unseren Giebel geschmirgelt“, erzählte eine Hanebergerin. Gerade vor zwei Jahren sei er neu gestrichen worden. „Jetzt müssen wir wieder ran“, sagte sie. Die Windhose machte auch vor einer Remise mit vielen landwirtschaftlichen Geräten nicht Halt. In nur wenigen Sekunden verwandelte sie das Gebäude in einen Trümmerhaufen. Auch Mais- und Kartoffelacker waren nach dem Unwetter nicht mehr wiederzuerkennen. Zudem knickten stattliche Eichen, Pappeln und Kastanien wie Streichhölzer um. Einige stürzten auf die Straßen in Haneberg. Der Feuerwehr Vechtel gelang es mit vereinten Kräften, zumindest einen Teil der Straßen wieder freizubekommen. Nach ersten Schätzungen liegen die Schäden bei mehr als 100000 Euro.

Tennisballgroße Hagelkörner richteten überall in Neuenkirchen bei Bramsche enorme Schäden an. Besonders hart traf es eine Gärtnerei und ein Blumenhaus am Ortstrand, hier überstand lediglich ein Gewächshaus aus bruchsicherem Glas das Bombardement. Quer durch den Ort verbeulte Autos, eingeschlagene Scheiben und Lichtkuppeln, reihenweise Keller, die unter Wasser standen. In Lintern stürzten Bäume auf ein Wohnhaus. „So etwas habe ich in 20 Jahren Feuerwehr noch nicht erlebt“, wundert sich Ortsbrandmeister Herbert Kempe. Per Sirene rief er jeden verfügbaren Mann in den Einsatz, der bis Mitternacht dauerte.

Orte wie Ankum waren am Rande betroffen, die Feuerwehr musste einen umgestürzten Baum beseitigen. Die Spur der Verwüstung zieht sich von Neuenkirchen über Ueffeln nach Alfhausen und Rieste. In Alfhausen fielen in kurzer Zeit 35 Liter Wasser pro Quadratmeter. Die Unterführungen unter der Bundesstraße 68 und unter der Eisenbahnlinie liefen voll und wurden unpassierbar.

Eine Spur der Verwüstung hat während des schweren Gewitters am Sonntagabend gegen 18 Uhr eine „Windhose“ im Süden der Gemeinde Rieste gezogen; betroffen war auch die Sögelner Nachbarschaft. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Bauhof des Alfseedorfes und ein Bautrupp des Landkreises Osnabrück waren gestern damit ausgelastet, das Schadensbild aufzunehmen und kleinere Schäden sofort zu beseitigen. Auf einer Länge von knapp einem Kilometer entwurzelte das lokale Unwetter zahlreiche, durchweg gesunde Bäume, die Straßen blockierten, Freileitungen abrissen und eine Haltestelle völlig erdrückten.

Teilweise durchschlugen abgeknickte Bäume auch Dächer. „Die wenigen Leute haben einen Riesendusel gehabt“, meinte Ortsbrandmeister Wilhelm Wernke.  Mehr Lokales

 

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