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Würzig, nützlich und antik
Im wahrsten Sinne des Wortes geschmackvoll entwickelt sich das Botanicum, das gegenwärtig im Museum Varusschlacht in Kalkriese entsteht. Der Schaugarten zeigt Kräuter, Gewürze und andere Nutzpflanzen, die bereits zu Beginn der Zeitrechnung von Römern und Germanen in der Küche oder zu medizinischen Zwecken benutzt wurden.
Diese '"'antike Welt der Pflanzen'"' wird während des Sommers das Erlebnisangebot des Museumsparks erweitern und, falls vom Publikum angenommen, auch in den kommenden Jahren zur Verfügung stehen. Realisiert werden konnte es mithilfe großzügiger Sponsoren wie der Baumschule Igel aus Bramsche-Engter, Garten- und Landschaftsbau Steinhake aus Osnabrück und Gramoflor aus Vechta.
Pünktlich zum 21. Mai, dem internationalen Museumstag, soll die Anlage zwischen Eingangsgebäude und Turm den Besuchern zur Verfügung stehen. Die Handwerker haben ihre Arbeiten abgeschlossen, gegenwärtig sind die Gärtner aktiv. Sie bepflanzen die drei Hochbeete, die U-förmig um ein Wasserbecken angeordnet sind. Kräuter und Gemüse von A wie Anis bis Z wie Zucchini haben dort Platz gefunden.
Auffällig sind zwei Reihen von Stahlträgern, die durch Seile verbunden sind. An dieser Pergola werden Wein und Kürbispflanzen ranken, die Schatten spenden und für einen Hauch südländisches Flair sorgen sollen. Bis zur Eröffnung werden noch einige Info-Tafeln aufgestellt.
Einstündige Führungen erschließen die Pflanzenwelt der Antike und die Verwendung ihrer Kräuter und Gemüse. Als besonderes Angebot steht die Zusammenarbeit mit dem Gasthaus Varusschlacht. Chefkoch und Pächter Ralf Vor der Wösten wird mit speziellen Gerichten '"'die römische Esskultur vermitteln und belegen, dass viele Zutaten unserer heutigen Küche schon seit tausenden Jahren verwendet werden'"'. Mit einem Unterschied, wie Dr. Sabine Düring (zuständig für Eventmarketing) weiß: '"'Römer haben extrem gewürzt, und als Erfolg galt, wenn die verwendeten Kräuter den eigentlichen Geschmack der Grundstoffe überdeckten.'"'
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07.04.2012
