20.03.2017, 20:53 Uhr

Besuch im Mehr-Generationen-Haus Premiere für Ministerpräsident Weil in Stuhr

Daniela Gräf (stehend, links) zeigt Ministerpräsident Stephan Weil und der Landtagsabgeordneten Luzia Moldenhauer im Mehr-Generationen-Haus auch den Computertreff für Senioren. Foto: Dirk HammDaniela Gräf (stehend, links) zeigt Ministerpräsident Stephan Weil und der Landtagsabgeordneten Luzia Moldenhauer im Mehr-Generationen-Haus auch den Computertreff für Senioren. Foto: Dirk Hamm

Brinkum. Als Ministerpräsident ist Stephan Weil noch nie in Stuhr gewesen – bis jetzt: Der Chef der niedersächsischen Landesregierung hat sich für seine Kurzvisite am Montagnachmittag das Mehr-Generationen-Haus (MGH) in Brinkum ausgesucht.

Er habe sich zum Ziel gesetzt, bis zur Landtagswahl alle 87 Wahlkreise im Bundesland zu besuchen, sagte der SPD-Landesvorsitzende. Etwas mehr als eine Stunde nahm er sich Zeit, um sich über die ehrenamtliche Arbeit im MGH zu informieren.

Von der Vielfalt der ehrenamtlichen Angebote beeindruckt

Dabei zeigte sich der Ministerpräsident vor allem von der Fülle an Angeboten und der familiären Atmosphäre in einer räumlich vergleichsweise kleinen Einrichtung beeindruckt. „Sie sind vieles in einem: Sprachschule, Kinderkrippe, Musikschule, Seniorenbegegnungsstätte und so weiter. Das ist eine sehr schöne Mischung“, sagte Weil. Eine solche Einrichtung sei für die Gemeinschaft in einer so bunten Gesellschaft wie der unsrigen „Gold wert“.

Mehr als 100 Freiwillige helfen mit

Neben dem festen Mitarbeiterstamm von zehn Kräften in der Küche und in der Kita „Löffelchen“ widmen mehr als 100 freiwillige Helfer einen Teil ihrer Zeit den Projekten im Haus, berichtete MGH-Leiterin Daniela Gräf dem Gast aus Hannover. Dabei reiche das Angebotsspektrum vom Reparaturcafé über die Kreativgruppen und die Computerkurse für Senioren bis hin zu den Sprechcafés unter Beteiligung von Migranten.

Er habe zum ersten Mal als Assessor am Landgericht Verden in Form von Gerichtsakten Kontakt mit Stuhr gehabt, erzählte Stephan Weil anschließend bei Kaffee und Kuchen im Gespräch mit Ehrenamtlichen und örtlichen SPD-Vertretern: „Ich erinnere mich an viele Autounfälle.“

„Es hakt auf der anderen Seite“

Dass der Verkehr in Stuhr auch heute Sorgen bereitet, sprach Bürgermeister Niels Thomsen an unter Hinweis auf die starken Pendlerströme von und nach Bremen. Dass der Bau der zur Entlastung geplanten B6 neu noch auf sich warten lässt, liege am Nachbarn Bremen, erkärte Weil: „Wir sind wirklich für dieses Projekt. Es hakt auf der anderen Seite.“


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