30.11.2016, 14:07 Uhr

Haushaltsplan 2017 im Ausschuss Stuhrer Finanzen wieder in ruhigerem Fahrwasser

Wenig Sorgen bereitet der Stuhrer Gemeindehaushalt 2017, umso mehr Bedenken herrschen bezüglich der nachfolgenden Jahre. Symbolfoto: Daniel Reinhardt/dpaWenig Sorgen bereitet der Stuhrer Gemeindehaushalt 2017, umso mehr Bedenken herrschen bezüglich der nachfolgenden Jahre. Symbolfoto: Daniel Reinhardt/dpa

Stuhr. Die aktuellen Haushaltsberatungen in der Gemeinde Stuhr gestalten sich deutlich entspannter als noch vor einem Jahr. Denn nach der Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuer in diesem Jahr sind Einnahmen und Ausgaben wieder beinahe im Gleichgewicht.

Kämmerer Christian Möller präsentierte das Zahlenwerk am Dienstagabend im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen. Zwar übersteigen demnach die ordentlichen Aufwendungen von 70,25 Millionen Euro die Erträge um 397000 Euro. Dieser Fehlbetrag kann jedoch vollständig aus dem Überschuss von 559500 Euro bei den außerordentlichen Ausgaben ausgeglichen werden. „Wir schließen das Haushaltsjahr 2017 mit einer schwarzen Null ab“, sagte Möller.

Umlagen und Personalkosten schmälern Spielraum

Weniger rosig stellt sich die Entwicklung in der mittelfristigen Finanzplanung dar. Als eine „bedenkliche Entwicklung“ bezeichnete der Kämmerer den Umstand, dass bis zum Jahr 2020 der Anteil der Umlagen und der Personalkosten auf zusammengerechnet 69 Prozent ansteigt, gegenüber 59 Prozent vor fünf Jahren. Das enge den finanziellen Spielraum der Gemeinde empfindlich ein.

Ausschuss billigt Haushaltsentwurf

Der Schuldenstand der Gemeinde soll gemäß der mittelfristigen Finanzplanung bis 2020 von jetzt 4,77 Millionen auf 2,22 Millionen Euro kontinuierlich weiter abgebaut werden. Bei den Liquiditätskrediten werde 2020 aber die kritische Marke erreicht.

Bei Enthaltung der Fraktionen FDP und „Besser“ ist der Haushaltsplan 2017 vom Ausschuss gebilligt worden. Die Verabschiedung durch den Rat soll am 14. Dezember erfolgen.


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