28.11.2016, 06:23 Uhr

6:2 gegen VfL Wildeshausen II SV Baris dreht nach verschlafener Anfangsphase auf

Wer hat hier den Überblick? Der Wildeshauser Angreifer Christoph Cebulla versucht sich gegen vier Baris-Akteure durchzusetzen. Foto: Rolf TobisWer hat hier den Überblick? Der Wildeshauser Angreifer Christoph Cebulla versucht sich gegen vier Baris-Akteure durchzusetzen. Foto: Rolf Tobis

Der SV Baris Delmenhorst zieht in der Fußball-Kreisliga weiter unbeirrbar seine Kreise. Mit dem 6:2 gegen den VfL Wildeshausen II landete Baris seinen 15. Saisonerfolg im 16. Saisonspiel.

SV Baris Delmenhorst – VfL Wildeshausen II 6:2. Der VfL Wildeshausen II begann mutig: Nach noch nicht einmal 20 Minuten führten die Gäste durch zwei Treffer ihres Torjägers Christoph Cebulla mit 2:0 (6./19.). Aber danach bewies Baris, warum es zurecht auf Rang eins steht. Der SVB besann sich auf seine Stärken und glich noch vor der Pause durch Mert Caki (25., Elfmeter) und Dennis Kuhn (32.) zum 2:2 aus. In der zweiten Hälfte gab es dann ein Spiel auf ein Tor – nämlich auf das der Gäste. Diese wehrten sich zwar weiterhin und waren dabei nicht immer zimperlich in der Wahl ihrer kämpferischen Mittel, meinten die Gastgeber. Baris ließ sich aber nicht ausbremsen: Baris Caki (48.), Cumali Tuner (60.) und Ümit Igde (83./89.) schossen die Tore zum Baris-Sieg. Trainer Önder Caki meinte: „Wir mussten uns erst mal wachschütteln, weil die Spielpause uns etwas aus dem Rhythmus gebracht hat. Aber nach dem zweiten Gegentor haben wir unser fehlerhaftes Defensivverhalten abgestellt.“

TSV Ippener - TSV Ganderkesee 1:2. Aufsteiger Ippener bot gegen Absteiger Ganderkesee eine starke Leistung – und verlor dennoch unglücklich. In der Schlussphase verursachte der als Feldspieler eingewechselte Ersatztorwart Daniel Ammermann einen Foulelfmeter, den Dariusch Azadzoy zum 2:1-Sieg für die Gäste verwandelte (72.). Ganderkesee fand lange keine Mittel gegen kämpferisch und taktisch starke Gastgeber, die durch Mikael-Cihan Blümel mit 1:0 in Führung gegangen waren (19.). Doch in der Schlussphase glich zunächst Christoph Stolle zum 1:1 aus (66.), ehe Azadzoy traf. Ippeners Trainer Chawkat El-Hourani meinte zu seinem Debüt auf der TSV-Trainerbank: „Wir haben zur Zeit große Personalprobleme, nur unser Ersatztorwart saß auf der Bank und musste verletzungsbedingt als Feldspieler eingewechselt werden. Ganderkesee hatte einfach mehr Glück als wir, ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.“

Ahlhorner SV - KSV Hicretspor Delmenhorst 6:2. Mit einem Notaufgebot, dem eingewechselten Torwart-Routinier Mesut Canakci und ohne Interimstrainer Mithat Uzun gab es für Hicretspor in Ahlhorn nichts zu holen. Dabei hielten die Gäste die Partie zumindest bis in die Schlussphasse offen. Den frühen 0:1-Rückstand durch Ahlhorns Dennis Reiter (2.) glich KSV-Akteur Üzeymir Kanli kurze Zeit später aus (7.). Auch nach der erneuten Gastgeber-Führung durch Pierre Ritter (13., Foulelfmeter) und dem Ahlhorner 3:1 durch Stefan Rupprecht (38.) blieb Hicretspor durch das 2:3 von Hayri Sevimli (51., Foulelfmeter) noch im Spiel. Doch in der Schlussphase hatte der KSV dem druckvollen Spiel der Gastgeber nichts mehr entgegenzusetzen. Die Folge: Rupprecht (72./80.) und Reiter (73.) schossen noch ein 6:2 für den ASV heraus.

FC Huntlosen - TV Dötlingen 6:3. Einen Tag der offenen Tore gab es auch in Huntlosen. Malte Bolling (28.), Lukas Dalichau (34.), Felix Dalichau (53.), Dennis Petko (59.), Lyroy Schallock (77.) und Nils Heimann (83.) trugen sich in die Torschützenliste der Hausherren ein. Auf der Gegenseite witterten die Gäste nach dem Eigentor von Malte Bolling (1:3/57.) sowie den Treffern von Benjamin Bohrer (2:4/75.) und Alec-Fynn Lüdemann (3:5/78.) zumindest immer kurz Morgenluft – was Huntlosens Coach Andree Höttges aber relativierte. „Das Endergebnis wirkt vielleicht kurios, aber der Sieg war eindeutig und zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Vor allem in der ersten Hälfte hätten wir noch mehr Tore machen müssen.“ Dötlingen-Trainer Markus Welz stufte den Huntloser Sieg ebenfalls als „voll verdient“ ein. Er meinte: „Das soll jetzt keine Ausrede sein, aber Kunstrasen ist einfach nicht unser Ding. Es erfordert eine völlig andere Spielweise, außerdem ist die junge Truppe von Huntlosen wirklich stark.“

TV Jahn - Harpstedt 3:2. Mit einem Treffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit schoss Hamsa Younes den Siegtreffer für die Hausherren. Diese hatten zuvor das Duell über weite Strecken bestimmt und durch Germain Martens (31.) und David Uyar (76.) mit 2:0 geführt – versäumten es aber, bei guten Chancen (u.a. Latte) weitere Treffer zu erzielen. Das bestrafte Harpstedt durch die Gegentreffer von Mel Siegenthaler (83., Foulelfmeter) und Nils Klaassen (87.). Doch in der heiß umkämpften Schlussphase schlug Jahn noch einmal zu. Trainer Andreas Busch atmete nach dem Schlusspfiff tief durch: „Wir hätten den Sack schon viel eher zumachen müssen.“

SVG Berne - VfR Wardenburg 1:5. Der Sieg für Wardenburg durch Tore von Lukas Menke (6.), Dennis Böden (35.), Tim Conring (66.), Dennis Beckmann (75.) und Pascal Buchholz (82.) war eine klare Angelegenheit. Mehr als der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich durch Florian Röhrl (23.) war für Berne nicht drin. Das erkannted auch SVG-Trainer Michael Müller an: „Wardenburg war einfach zu stark.“


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