17.04.2017, 14:07 Uhr

Osterfeuer in Ganderkesee 2017 Kälte verhindert bessere Bilanz bei Osteraktionen


Ganderkesee. Gemischte Bilanz nach den Osterfeuern in der Gemeinde Ganderkesee: Während beispielsweise die Veranstalter in Falkenburg und Neu-Holzkamp sehr zufrieden waren, sprachen die Organisatoren in Elmeloh und Hoykenkamp von Enttäuschung. Mit dem kalten Wetter machten sie einen Hauptschuldigen aus.

Tausende Ganderkeseer haben am Osterwochenende bei zahlreichen Osterfeuern in der Gemeinde mitgeholfen, den Winter zu vertreiben und den Frühling einzuläuten. So ganz geklappt hat das allerdings nicht – zumindest, was die Temperaturen betraf: Es war an beiden Abenden – abgesehen von ein paar Regentropfen – zwar weitgehend trocken, aber viel zu kalt. Das ist für Reinhard Siemer, Vorsitzender des Heimat- und Ortsvereins Elmeloh-Almsloh, auch ein wesentlicher Grund dafür, weshalb beim Osterfeuer an der Neuen Straße in Elmeloh nicht so viele Getränke verkauft wurden wie sonst. Sein Kommentar am Montag: „Das ist doch schon enttäuschend.“

Viele Junge Leute in Elmeloh vermisst

Sonst habe er Hunderte von Fahrrädern gesehen, so Siemer. Doch diesmal seien viele wegen des wechselhaften Wetters mit dem Auto gekommen und hätten deshalb auch nicht viel getrunken. Er habe auch die vielen jungen Leute vermisst, die sonst immer dabeigewesen sind. Mit der Resonanz insgesamt, mit geschätzten 700 kleinen und großen Besuchern, sei er allerdings zufrieden. Die Stimmung sei ebenfalls gut gewesen. Und noch eine positive Nachricht: Der Appell, keine Getränke mitzubringen, habe anscheinend gewirkt. Es habe nur wenige Personen gegeben, die eigene Flaschen mitgebracht hatten, um beim Osterfeuer Geld zu sparen.

Auch Menkens in Hoykenkamp nicht zufrieden

War in Elmeloh gegen halb eins nachts Feierabend, ging es in Hoykenkamp am Tag zuvor bis etwa 2 Uhr. Allerdings ging es bei Gastwirt Gerhard Menkens auch schon am Nachmittag gegen 16 Uhr los. Wie Siemer war auch Menkens nicht zufrieden: „Zu Anfang war ich schwer enttäuscht. Sonst kamen immer so 200 bis 300 Kinder und 700 Eltern, diesmal waren nur rund 100 Kinder mit dabei – und nur halb so viele Erwachsene“, klagte der Veranstalter, der rund 1200 Süßigkeiten versteckt und andere Aktionen wie Stockbrotessen und Spiele angeboten hatte. Möglicherweise seien viele wegen der kalten Temperaturen weggeblieben.

„Mit einem blauen Auge davongekommen“

Keinen Grund zu klagen gab es dann in der Hauptzeit zwischen 19 und 21 Uhr. Da sei es mit schätzungsweise 900 Gästen richtig voll gewesen. „Am Ende sind wir mit einem blauen Auge davongekommen“, so Menkens, dessen Miene sich am späten Sonntagnachmittag jedoch wieder erhellte. Schließlich hatte der Werder-Fan mit vielen Gästen einen 2:1-Sieg der Bremer gegen den HSV feiern können.

Für Junge Gruppe „echt super gelaufen“

Weitere öffentliche Osterfeuer gab es unter anderem in Steinkimmen, Bergedorf, Immer, Hengsterholz und Grüppenbühren. In Falkenburg hatte wieder die Junge Gruppe ein Osterfeuer und für die Kinder zum ersten Mal ein Lagerfeuer mit Stockbrot organisiert. Nach Angaben von Mitveranstalter Marcel Müller ist die Veranstaltung „echt super gelaufen“. Mehr als 300 Personen seien mit dabei gewesen. „Bis etwa ein Uhr haben wir gefeiert. Wir sind zufrieden“, so das Mitglied der Jungen Gruppe.

Bis 3 Uhr nachts gefeiert

Auch Enno Vosteen, Vorsitzender des Ortsvereins Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege, zog ein positives Fazit. „ Alles sehr gut, sehr schön“, lautete der Kommentar nach dem Feuer in Neu-Holzkamp am Samstag, zu dem knapp 500 Besucherkamen. Gegen 3 Uhr seien die letzten nach Hause gegangen.


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