04.04.2016, 16:40 Uhr

Erstes Gittersegment errichtet NDR-Sendemast in Steinkimmen nimmt Gestalt an

Am Montagmittag wurde der erste Gitterträger des neuen NDR-Sendemastes in Steinkimmen errichtet. Foto: Yannick RichterAm Montagmittag wurde der erste Gitterträger des neuen NDR-Sendemastes in Steinkimmen errichtet. Foto: Yannick Richter

Steinkimmen. Die Bauarbeiten am neuen NDR-Sendemast in Steinkimmen laufen auf Hochtouren. Am Montagmittag wurde das erste – 30 Meter hohe – Gittersegment der Stahlkonstruktion errichtet, die Betriebsaufnahme ist zum Start von DVB-T2 im März 2017 geplant.

Der Neubau des Antennenträgers am Sender Steinkimmen liegt voll im Zeitplan. Dank guter Witterungsbedingungen wurden in den Wintermonaten termingerecht die notwendigen Fundamente fertiggestellt und ein Kabelgraben zwischen dem Mastfuß und dem Sendergebäude gebaut, sodass am Montagmittag bereits das erste Gittersegment mit einer Höhe von 30 Metern errichtet werden konnte. Im Laufe der Woche sollen durch die Verschraubung zu längeren Teilstücken mithilfe eines Krans die ersten 80 Meter der insgesamt 285 Meter hohen Stahlkonstruktion aufgebaut werden. (Weiterlesen: Spatenstich für neuen Sendemast in Steinkimmen)

Gitterträger soll im Sommer fertig sein

„Wir liegen sehr gut in der Zeit. Wenn es weiter wie geplant läuft, können wir die vollständige Errichtung des Gitterträgers im Sommer abschließen. Im Anschluss erfolgt dann die Montage der Antennensysteme“, sagt Torsten Greetfeld, NDR-Projektleiter, zum aktuellen Stand und den weiteren Plänen beim Bau des neuen Sendemastes. Konkret hat sich der Diplom-Ingenieur das Ziel gesetzt, zum 6. August mit dem Gitterträger fertig zu sein. Dann könnte nämlich exakt 60 Jahre nach der Inbetriebnahme des alten Sendemastes mit dem Antennenanbau am neuen Gittermast begonnen werden. (Weiterlesen: Bau des neuen Sendemastes Steinkimmen ab September)

Betriebsaufnahme für März 2017 geplant

Vom neuen Sendemast verspricht sich das Team um Greetfeld vor allem eine bessere Statik. „Durch die moderne Konstruktion wird der Sendemast gegen extreme Wetterbedingungen gewappnet sein. Außerdem ermöglicht die neue Konstruktion, dass wir den Mast optimal warten können und bei Bedarf Elemente jederzeit verstärken und verändern können. Bei guter Pflege dürfte der neue Turm zwischen 60 und 80 Jahre halten“, teilt Greetfeld weiter mit. Die Kosten des neuen Sendemastes, der nur 40 Meter vom bisherigen Turm entfernt stehen wird, belaufen sich nach Angaben von Greetfeld auf 5,6 Millionen Euro. Die Betriebsaufnahme ist zum Start von DVB-T2 im März 2017 geplant. (Weiterlesen: Neuer Sendemast soll Mitte 2017 stehen)

Kompliment an Einwohner

Den Bürgern vor Ort sprechen die Verantwortlichen der Baumaßnahmen indes ein großes Kompliment aus: „Dass die Bauarbeiten bisher so reibungslos ablaufen können, liegt nicht zuletzt auch an den Bürgern vor Ort, die uns keine Steine in den Weg legen, sondern den Neubau positiv begleiten“, so Martin Bertke, NDR-Leiter der Sendergruppe Niedersachsen. Vielleicht auch als Dank dafür verspricht der NDR, dass nach dem Abbau des alten Rohrmastes, der vermutlich im Frühjahr 2018 beginnt, ein sechs bis neun Meter hohes Erinnerungsstück am Originalstandort erhalten bleibt.


Technische Daten des neuen Antennenträgers:

Der Gittermast ist 285 Meter hoch, hat eine 2,1 Meter breite Kantenlänge und einen rot-weißen Farbanstrich. Mit Einbruch der Dunkelheit wird das Bauwerk mit einer roten Flughindernisbefeuerung gekennzeichnet. Die gut 3.000 Stahlbauelemente der Antennenträger-Konstruktion sind mit circa 20.000 Schrauben verbunden. Das Systemgewicht liegt bei etwa 180 Tonnen.

Stabilisiert wird der Gittermast durch zwölf Abspannseile (Pardunen). Die Anschlagpunkte der Pardunen liegen in den Höhenebenen 64 Meter, 128 Meter, 193 Meter und 257 Meter. Dazu gibt es drei Abspannfundamente. Der Abstand zum Fußpunkt des Antennentragwerks beträgt 155 Meter.

Ausgerüstet wird der Mast mit Sendeantennen für UKW, DAB+ und DVB-T2 sowie weiteren Antennensystemen (in Analogie zum bestehenden Antennenträger).

0 Kommentare