24.06.2015, 15:29 Uhr

Wieder Fahrkartenverkauf in Hude Kartenverkauf in Papierwarenladen am Bahnhof Hude

Ansgar Focke, Jürgen Maerz und Klaus Lederbach kümmern sich um den neuerlichen Bahnfahrkartenverkauf in Hude im Geschäftshaus Parkstraße 1. Foto: Reiner HaaseAnsgar Focke, Jürgen Maerz und Klaus Lederbach kümmern sich um den neuerlichen Bahnfahrkartenverkauf in Hude im Geschäftshaus Parkstraße 1. Foto: Reiner Haase

Hude. Nach knapp einjähriger Pause gibt es in Hude bald wieder eine Verkaufsstelle für Bahnfahrkarten. Klaus Lederbach verkauft sein Geschäft mit erweiterten Angebot und macht als Angestellter weiter.

Der Huder Kaufmann Klaus Lederbach hat in den letzten Wochen zwei Weichen Richtung Zukunft gestellt. Aus Altersgründen verkauft er sein Papierwarengeschäft mit Postagentur und Fotoservice an Papier Ehlen, Sittensen. Außerdem hat er mit kräftiger Unterstützung des CDU-Landtagsabgeordneten Ansgar Focke mit der Deutschen Bahn ausgehandelt, dass in Hude voraussichtlich ab 1. September wieder Fahrkarten mit persönlicher Beratung verkauft werden. Seit der Schließung des Optimal-Reisebüros im September 2014 gibt es die Fahrkarten vor Ort nur noch am Automaten oder übers Internet.

Großer Bedarf bei älteren Menschen

Er sei völlig überrascht gewesen, wie wichtig vor allem älteren Menschen eine Fahrkartenverkaufsstelle vor Ort ist, berichtet der Abgeordnete Focke, der sich im vergangenen Herbst als Vermittler zwischen Bürgern und Bahn angeboten hatte. Wie zur Bestätigung kommt Lederbach-Stammkundin Elisabeth Teichmann auf den Abgeordneten zu: „Ich war verdammt sauer, als es in Hude Knall auf Fall keinen Fahrkartenverkauf mehr gab. Ich fahre regelmäßig mit der Bahn und musste zum Beispiel für den Familienbesuch zu Weihnachten extra nach Delmenhorst fahren.“

Ideale Lage am Bahnhofsvorplatz

Über den Konzernbevollmächtigten Niedersachsen-Bremen Cay Linau hat Focke die Bahn mit Lederbach zusammengebracht. „Das Geschäft an der Parkstraße, Ecke Bahnhofsvorplatz, liegt ideal“, so Focke.

Besitzerwechsel übers Wochenende

Laut Geschäftsführer Jürgen Maerz betreibt Papier Ehlen im Raum zwischen dem südlichen Hamburger Stadtrand, Hude und Dörverden mehr als ein Dutzend Geschäfte mit Postagentur. In Hude werde erstmals eine Bahn-Fahrkartenagentur hinzukommen. Das Lederbach-Personal werde übernommen und sinnvoll ergänzt. Auch am Sortiment werde sich kaum etwas ändern. „Die Umgestaltung schaffen wir an einem Wochenende“, ist Maerz überzeugt.

Komplettes Beratungsangebot

Klaus Lederbach bleibt als Ehlen-Angestellter an Bord und wird jetzt mit den künftigen Kolleginnen für den Fahrkartenverkauf geschult. Dafür werde im Geschäft ein Extra-Schreibtisch mit Terminal aufgestellt. „Aus dem dreistufigen Softwarepaket der Bahn bekommen wir die vollständigste Version und können die günstigsten Verbindungen und Preise heraussuchen“, freut er sich für die Huder Kundschaft.


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